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Kleines Handbuch zur Inästhetik
 
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Kleines Handbuch zur Inästhetik [Sondereinband]

Alain Badiou , Karin Schreiner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Sondereinband: 239 Seiten
  • Verlag: Turia & Kant; Auflage: 2., Auflage. (September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851322665
  • ISBN-13: 978-3851322668
  • Originaltitel: »Petit Manuel d'inesthétique«
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.039.647 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die traditionellen Schemata, die bis in das eben vergangene Jahrhundert als Muster dienten, um der Kunst im Verhältnis zur Philosophie eine Funktion zuzuweisen, haben sich erschöpft. Eine Neubestimmung der Kunst als singuläre Denkart und zugleich als Wahrheitsverfahren ist die Zielsetzung der Badiou'schen "Inästhetik".

Der Verlag über das Buch

"In-ästhetisch ist für mich eine Beziehung der Philosophie zur Kunst, der in keiner Weise die Absicht zu Grunde liegt, Kunst, die aus sich selbst heraus Wahrheit hervorbringt, als Objekt für die Philosophie einzusetzen. Entgegen der ästhetischen Spekulation beschreibt die In-Ästhetik allein die aus der unabhängigen Existenz bestimmter Kunstwerke hervorgehenden intraphilosophischen Wirkungen."

Auch hier geht es um ein neues Verhältnis von Philosophie und Kunst. Die traditionellen Schemata, die bis in das eben vergangene Jahrhunderte als Muster dienten, der Kunst im Verhältnis zur Philosophie eine Funktion zuzuweisen, haben sich erschöpft. Badiou wendet sich der Aufgabe zu, Kunst und Philosophie neu zu bewerten und versucht, das Thema der Erziehung, das diesem Verhältnis angehört, neu zu aktivieren. Kernpunkt dieser Studie liegt in der Neubestimmung der Kunst als singuläre Denkart und zugleich als Wahrheitsverfahren, womit sie der Philosophie gleichgesetzt wird.

Alain Badiou, 1937 in Rabat, Marokko, geboren, Philosoph, Dramaturg und Schriftsteller, unterrichtet an der Universitat Paris-VIII Vincennes und am College international de philosophie in Paris. Bei Turia + Kant erschien von ihm: Beiträge in Politik der Wahrheit (Turia + Kant 1997) und Manifest für die Philosophie (Turia + Kant 1998).


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Von H. Gebauer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Bekanntermaßen unterscheidet Badiou in seinem Hauptwerk "Das Sein und das Ereignis" vier generische Wahrheitsprozeduren: Wissenschaft (Gott ist tot Les Nombres et le Nombres usf), Politik (Über Metapolitik), Kunst (das vorliegende Buch) und Liebe (Conditions, noch nicht dt.). Zu allen Prozeduren hat Badiou ein Buch geschrieben. Das vorliegende formalisiert also die Kunst als generische Wahrheitsprozedur. Hier wie bei allen Büchern muss der unerfahrene Leser vor der strengen Axiomatik dieses Autors gewarnt werden. Doch hier mildert sie sich ein wenig ab, weil ein jeder schon Erfahrungen mit der Kunst hat. Es hat also universellen Wert.
Der erste Aufsatz beschreibt die drei wesentlichsten Modelle der Kunstverständnisses: didaktisch, klassisch und romantisch und führt Badious generische Deutung der Kunst ein. Der zweite Aufsatzt setzt seine begriffliche Diffrenzierungsarbeit mit der Unterscheidung von Mathem und Poem fort, in der Badiou die Geschichte der Philosophie wie in einem Brennglas fokussiert sieht. Bekanntlich hatte schon Platon mit einer harschen Kritik des Dichters und dem Lob der Axiomatik also des Mathems aufgewartet. Vor allem geht es hier um das Unnennbare der Mathematik (hier: die Unmöglichkeit der Mathematik ihre eigene Konsistenz mathematisch zu beweisen, n. Gödel) und das Unnennbare des Poems, das es nicht schafft die Unendlichkeit der Sprache selber zu Sprache zu bringen. Auf Grund dieses Mangels kann überhaupt nur die Philosophie existieren, die eine Art Wahrheitfilter wirkt.
Der dritte Aufsatz differenziert anhand von Mallarmé und Celan: Dichtung und Poesie. Und weist den Hermetismus-Vorwurf entschieden zurück. Dichtungen sind innersprachliche Operationen und kein Abmalen der Wirklichkeit. Der vierte Aufsatz kümmert sich um die Frage ob Pessoa, die Umkehrung des Platonismus projektiert habe. Badiou kommt zum Resultat, dass er weder platonisch noch anti-platonisch sein, sondern ein Dichter, der sich auf der Höhe von Cantor bewegt.Der fünfte Aufsatz zeigt Badious poetische Axiomatik noch deutlich natürlich wieder anhand von Mallarme, der diesen Band auch beschließt (Aufsatz 8).
Ab diesem Aufsatz wird es leider ein wenig merkwürdig, denn nun folgen nur noch Exkurse zum Theater, Tanz und Kino. Von anderen Künsten ist nicht mehr die Rede. Hier steht Badiou Heidegger wohl näher als er zugeben will, denn die Fundierung der Kunst im Ereignis der Sprache ist ein genuin heideggerianisches Thema.
Dann folgt noch eine schöne Lektüre von Becketss "Wortsward Ho" ein fligraner Exkurs über das Denken der Leere bei Beckett.

Fazit: Ein wichtiges Buch. Jedoch wie üblich ist die Übersetzung nicht auf der Höhe von Badious kristalliner Prosa. 4 Steren
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