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Kleiner Wagen in großer Fahrt. Ein Erlebnisbericht
 
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Kleiner Wagen in großer Fahrt. Ein Erlebnisbericht [Gebundene Ausgabe]

Heinz Todtmann , Alfred Tritschler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Delius Klasing Verlag; Auflage: 2. Aufl. (1. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3768813215
  • ISBN-13: 978-3768813211
  • Größe und/oder Gewicht: 23,5 x 22 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 599.670 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Kleinod aus den Wirtschaftswunderjahren: Autor Heinz Todtmann erzählt in der für die Zeit typischen, zuweilen liebenswert blumigen Sprache seine Geschichte vom Käfer, vom Volkswagenwerk und seiner Stadt. Alfred Tritschler, der bereits die Olympischen Spiele 1936 ablichtete, schuf die begleitenden, gefühlvoll arrangierten Fotos. Die Wiederauflage des einzigartigen Bandes erlaubt einen Einblick in die Euphorie der Aufbruchstimmung jener Tage.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sven Paas
Format:Gebundene Ausgabe
Zu diesem Nachdruck muß man eigentlich
keine Worte verlieren: wer sich das Original
von 1949 nicht leisten will oder kann, ist
mit diesem Buch bestens bedient!
Uneingeschränkt empfehlenswert für alle
Uralt-Käfer-Fans.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer immer auf den Gedanken kam, dieses in Kreisen der VW-Fanatiker berühmte Büchlein als Faksimile neu aufzulegen - und so einer breiteren interessierten Leserschaft zu einem "erschwinglichen" Kaufpreis zugänglich zu machen - es sei ihm auf das Herzlichste dafür gedankt...

Man hat beim Lesen niemals den Eindruck, einen "alten Schinken" in Händen zu halten. Viel zu lebendig sind die sprachlich meisterhaften - teils regelrecht "liebevollen" - Schilderungen von Heinz Todtmann sowie die phantastischen Fotos von Alfred Tritschler. Es ist schwer zu entscheiden, welches von beiden als "ausdrucksfähiger" anzusehen ist als das jeweils andere - die Sprache oder die Fotos. Beides zusammen ist Dokumentation und Erzählung auf höchstem Niveau!

Man könnte sich ohne Weiteres in das Nachkriegs-Deutschland hineinversetzt fühlen, wie es eben auch im damaligen Volkswagenwerk gegenwärtig war. Hierbei nicht nur die Produktion irgendeines Autos technisch akkurat zu beschreiben, sondern den "Puls" des Werkes mit all seinen Menschen und Maschinen für den Leser ertastbar zu machen, ist die wahre Meisterleistung dieses Buches. Man ist sozusagen "vor Ort", wenn die Menschen sich mit neu geschöpfter Hoffnung aus dem alten Schlamassel empor arbeiten - ein Schlamassel, wie ihn die unsägliche "braune Clique" wenige Jahre vorher einer ganzen Nation und Menschen aus vielen anderen Nationen in totaler Verblendung eingebrockt hatte. Ohne dabei wirklich "politisch" zu werden, gelingt es Todtmann stets auf's Neue, dem gerade vergangenen nationalsozialistischen Größenwahn und dem "Herrenmenschentum" die solide Bescheidenheit und Bodenständigkeit der neuen VW-Führung und ihrer Belegschaft kontrastreich gegenüber zu stellen. Doch geschieht dies sehr dezent. Man darf hierbei nicht außer Acht lassen, dass in jener Zeit in der Welt der "kleine" Wagen noch immer stark mit der jüngsten unrühmlichen politischen Vergangenheit assoziiert wurde - da ja gerade von den seinerzeitigen Machthabern die Entwicklung des Volkswagens sehr nachdrücklich propagiert worden war.

Bemerkenswert ist zudem auch die "technische" Vollkommenheit des Buches. Der Leser erfährt nicht nur in verständlicher Sprache, wie die einzelnen Teile des Autos entstehen, wie sie geprüft werden, um letztlich gemeinsam ein Auto zu "werden". Auch die Einblicke in die Zulieferindustrie an Rhein und Ruhr und sonstwo runden den Gesamteindruck ab.

Selbst besitze ich das Buch nun schon rd. 10 Jahre, habe es in der Zwischenzeit jedoch schon mehrere Male nachgekauft, um es zu verschenken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch wurde Ende der vierziger Jahre geschrieben. Also in einer Zeit, als sich der Erfolg des kleinen Wagens noch nicht abzeichnen konnte.

Das Buch handelt vordergründig von dem kleinen Wagen, es ist aber viel mehr geworden: Eine Bestandsaufnahme des Momentes als sich den Menschen in Deutschland wieder eine Zukunftsperspektive bot. - Es ist gleichermaßen bezeichnend für diese Zeit, dass die unrühmliche Vergangenheit die soviel Schwärze in die Vergangenheit gebracht hatte, mit keinem Wort, keiner Andeutung Erwähnung findet. - Der Blick bleibt (starr) nach Vorne gerichtet; in eine bessere Zukunft...

Lassen wir den Autor Heinz Todtmann einmal selbst zu Wort kommen, in seinem Vorwort schreibt er:

"Dieses Buch handelt von einem kleinen Wagen. Von dem großen Werk, das seine Heimat ist. Und von den Menschen, die ihn bauen und die ihn fahren. Es sollte ein Bericht werden - (...). Im Schreiben und Fotografieren ist aus diesem Bericht ein Bekenntnis geworden - ein Bekenntnis zu den echten Werten dieses Landes und dieses Volkes, für deren Aufstieg aus der Tiefe der kleine Wagen und sein Werk das überzeugendste Sinnbild geworden sind. So widmen wir dieses Buch allen, die an diesem Aufstieg mitarbeiten - und denen, die uns geholfen haben, es zu schaffen."

Mit dem Fotografen Alfred Tritschler fand sich dazu ein kongenialer Partner, der jedem zeigt, wie aussagekräftig (nur) Schwarzweißaufnahmen sein können. Zwei Bilder sind mir in steter Erinnerung geblieben: Auf dem einem gehen Menschen im Sonntagsstaat über eine Strasse die in weiter Ferne in Wiese und Wald mündet und an deren Seiten sich lediglich Bauparzellen befinden. Die Gebäude links und rechts der Strasse, die Kinos, Theater, Cafés, Schaufenster sind auf dem Papier geblieben, nur die Menschen sind wirklich da. Das andere zeigt ein Dorf, wie man es heutzutage allenfalls noch im Freilichtmuseum findet, vor dem Haus den Acker für den Selbstversorger, hinten die Wiese mit den Obstbäumen darauf - und hinter all dieser dörflichen Idylle erwächst wie ein riesiger dunkelgrauer Meteor das Werk in seinen gigantischen, unbegreiflichen Dimensionen aus der Landschaft.

Erinnern Sie sich noch an die Szene in Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" als fremde Mächte diese riesigen schwarzen Steine auf der Erde installierten?

Aber der Autor (be)wertet nicht, er berichtet sachlich und nüchtern, wenngleich nicht immer ohne den zeitgeistigen Pathos jener Jahre. Er vermeidet gleichwohl aber die Glorifizierung der Arbeitswelt, wie sie einige Jahre zuvor noch an der Tagesordnung war. Die Fotografien unterstützen und ergänzen den Text. Der Mensch als Maschinenbediener wird hierbei noch als Mittelpunkt, als Maschinenerzeuger im Produktionsablauf begriffen.

Es ist also auch ein philosophisches Buch. Ein Buch, dessen Aussage aus der Vergangenheit bis in unsere heutige Zeit reicht. Dazu angetan, den rechten Wert der Arbeit wieder zu erkennen. Das auch lehrt, den Menschen in seiner ganzen Vielfalt zu lieben und zu verstehen. Ohne erhobenen Zeigefinger. - Ein den Menschen wohlwollendes Buch ist es.
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