Lars, der kleine Eisbär, ist erst neu in unsere Familie gestoßen, weil ich Bücher, um die viel Kommerz drumherum gruppiert sind, erst mal wenig Anklang bei mir finden. Nun gab es diese wirklich günstigen Sonderausgaben und ich muss sagen, dass dieses Buch zu Recht so erfolgreich ist.
"Kleiner Eisbär, wohin fährst du?" erzählt die Geschichte von Lars, der über Nacht auf seiner Eisscholle von seinem Zuhause abgetrieben wird. Auf dem offenen Meer fühlt er sich ängstlich, einsam und verlassen. Als endlich Land in Sicht ist, stellt er fest, dass er die Bewohner der Welt, in derer gelandet ist, überhaupt nicht kennt. Er trifft Hippo, das Nilpferd, das sich seiner annimmt...
Hans den Beer greift in diesem Buch das Märchen-Prinzip auf. Aus der Verlassenheit und Angst kommen helfende Einflüsse von außen (hier sind es anderer Tiere) und schließlich kommt eine glückliche Wendung. Am Ende findet Lars wieder nach Hause und die kindliche Ordnung ist wieder hergestellt. Kinder lieben Geschichten, in denen negative Gefühle wieder umgekehrt werden. Dies entspricht ihrer Lebenserfahrung und tut gut.
Besonders stimmig sind auch die Illustrationen. Die Farben sind weich und pastell, das polare Licht un die Atmosphäre ist gut getroffen.
Ein vor-lesenswertes Buch!