Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pterry in Hochform - Ein neues Märchenbuch, 21. November 2006
Die junge Tiffany möchte von ganzem Herzen eine Hexe werden. Eines Tages geschieht etwas, daß sie diesem Wunsch ein ganzes Stück näher bringt. Ihr kleiner Bruder Willwoll wird von der bösen Königin der Elfen in ihr Reich entführt und mit Süßigkeiten vollgestopft. Tiffany muß ihn retten. Nicht, weil ihr besonders viel an ihrem klebrigen Bruder läge, sondern, weil es ihre Pflicht ist. Mit einer kleinen Kobold-Armee bricht sie dann auch auf und stellt sich tapfer allen Gefahren.
Pterry ist ja nun im Laufe der Jahre immer ein klein wenig ernster und philosophischer geworden und hat ganz nebenbei damit begonnen kinder-kompatible Bücher zu schreiben. Das, meiner Meinung nach, erste dieser Art war "Maurice, der Kater", das zweite nun "Kleine, freie Männer", wobei gesagt werden muß, daß das Wort "Kinderbuch" es nicht wirklich trifft. Die beiden Bücher erinnern zwar an Kindergeschichten und sind mit Sicherheit auch für die Kleinen geeignet, aber aufgrund mancher Beschreibungen nicht zum Vorlesen geeignet, sodaß das betreffende Kind etwas älter sein sollte, um das Buch selbst lesen zu können.
"Kleine, freie Männer" ist eine Bereicherung für jeden Bücherschrank! Die subtilen und hintergründigen Witze Pratchetts sind keine Kalauer, wie man sie vielleicht von Tom Sharpe kennt, sondern regen eher zum Schmunzeln an, denn zum lauten Lachen. Auch in diesem Buch ist das wieder so. Vor allem die einzelnen Personen schließt man schnell in sein Herz, insbesondere die "knuffigen" Kobolde, die so gar nichts mit Pumuckl und Co. gemein haben, sondern eher mit Seeräubern verglichen werden können. Ganz am Ende kommt übrigens noch ein Überraschungsbesuch von jemandem, den Kenner der Hexenromane Pratchetts sehr zu schätzen wissen werden.
Das Buch ist ein absoluter Kauftipp! Liebevoll erzählt und eine hochamüsante Lektüre mit vielen nachdenklichen Passagen.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein gewöhnliches Märchen, 10. März 2006
Ein neues Scheibenweltbuch und der Vorgänger von „Ein Hut voller Sterne“, das neuste Werk von Terry Pratchett. „Kleine, freie Männer“ wird auf dem Buchcover als Märchen beworben und bei näherem Betrachten kann man es durchaus als eines bezeichnen. Viele Elemente der Geschichte sind märchenhaft, nicht zuletzt das beängstigende Märchenland, in das Tiffany aufbricht, um ihren kleinen Bruder zu retten. Aber erst mal von vorn: Die neunjährige Tiffany ist eine angehende Hexe, die auf der Farm ihrer Eltern lebt und hauptsächlich ihre Zeit damit zubringt Käse zu machen. Wie kaum ein Pratchett-Charakter zuvor ( außer vielleicht Frau Wetterwachs ) beweist sie trotz ihres geringen Alters eine große Auffassungsgabe, Stärke und sympathisches Anti-Helden-Verhalten. Nicht erst, als sie eines Tages ihren kleinen, klebrigen Bruder als Köder für ein plötzlich auftauchendes Teichmonster benutzt, offenbart sich, dass in ihr wohl mehr steckt, als ein Bauernmädchen. So handelt sie auch sofort, als besagter kleiner Bruder wenig später von weiteren Monstern und ins Reich der Träume entführt wird. Zusammen mit einem Heer aus kleinen, blauen Männer – den Wir-sind-die-Größten, kleinen Kobolden, die für ihr Leben gern raufen und saufen – die sich ihr nach ihrer Attacke auf das Teichmonster anschließen und sie zur ihrer Kelda – Anführerin – machen, macht Tiffany sich auf die Suche nach ihrem kleinen Bruder und muss erkennen, welche Macht unsere Träume haben können. Und wie wichtig es ist, sich bewusst zu sein, was wirklich ist. Das Buch ist wirklich toll. Es ist urkomisch und wer behauptet, dass hier zu wenige Lacher zu finden sind, den kann ich nicht verstehen. Tiffany ist eine sehr sympathische Figur und zusammen mit den blauen Kobolden ergibt sie eine interessante Gruppe, die sich durch so ziemlich alles durchschlagen kann ( und sei es mit einer Bratpfanne ) und die einen zwingend mitfiebern lässt. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass Tiffany während ihres Abenteuers die wahre Bedeutung vom Hexesein erfährt und auch die Idee vom ersten, zweiten und dritten Gedanken ist sehr toll. Manchmal kommt es mir vor, als hätte Terry Pratchett mehr Ahnung vom Hexen-Dasein, als alle Esoteriker der Welt. Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Wahres und Wichtiges er in so eine Geschichte bringen kann. Letztlich bleibt die Geschichte jedem Pratchett-Fan zu empfehlen. Lasst euch nicht durch die Bezeichnung „Märchen“ abschrecken, es geht wie kaum in einem anderen Buch zuvor sehr brutal und unheimlich zu, manchmal fand ich das Märchenland doch sehr beklemmend und erdrückend. Trotzdem bleibt der altbekannte Terry-Humor erhalten und mit Tiffany ist ein weiterer, interessanter Scheibenwelt-Charakter dazugekommen. Ich hoffe, wir werden noch sehr viel von ihr hören. Auf die kommende Verfilmung und die Umsetzung der Story bin ich auf jeden Fall sehr gespannt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Von Märchen, Träumen und kleine blaue Männer, 25. Februar 2007
In gewisser Weise ist "Kleine freie Männer" ein innovativer Scheibenwelt-Roman. Die Geschichte basiert nicht auf Personen oder Handlungen älterer Romane, sondern ist inhaltlich völlig neu geschaffen. Lediglich zum Schluß tauchen zwei alte Bekannte auf. Diese bleiben aber eine Randerscheinung. Ansonsten strotzt dieses Buch nur so von neuen Elementen.
Wirklich wunderbar ist die ausschweifende Fantasie, die Pratchett in diesen Roman gepackt hat. Es macht wirklich Spaß der Handlung zu folgen. Alles wirkt stimmig. Nichts abgehackt oder zu kurz gekommen. Einfach ein besonders gutes Buch, welches sich auch für Scheibenwelt-Neulinge eignet, da keinerlei Hintergrundwissen vorausgesetzt wird.
Den 5. Stern verwehre ich diesem Scheibenweltroman aus einem trifftigen Grund: Die neuen Romane (und Kleine freie Männer fällt auch darunter) lassen den Sprachwitz der alten Scheibenweltromane vermissen. Der Spaßfaktor ist im Vergleich zu Büchern wie "Die Farben der Magie" absolut merklich eingebrochen und kaum noch vorhanden. Schade! Gerade der Pratchetts Sprachwitz war ein entscheidener Motivator zum Lesen der Scheibenweltromane.
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