Da meine Kinder die Bücher "Kleine Bauernhofgeschichten", "Kleine Gutenachtgeschichten", "Kleine Freundschaftsgeschichten" aus dieser ellermann-Serie lieben, hatte ich mir von diesem Buch viel erwartet -- und wurde enttäuscht. Dieses Buch spiegelt in den kurzen Geschichten ein Art "Adventszeit real" wieder. Für meinen Geschmack wird die Vorweihnachtszeit für kleine Kinder dadurch etwas sehr entzaubert. Manche der Geschichten sind problemorientiert (z.B. gestresster Papa mit Zwillingen beim Einkauf) bzw. behandeln auch traurige Themen, wie z.B. den Tod der Oma, die Trennung und Scheidung der Eltern. Meine Kinder (fast 3 Jahre) waren sichtlich irritiert und teilweise auch entsetzt (Warum ist die Oma tot? Wo ist die jetzt?....). Ich hatte beabsichtigt, meinen Kindern den Zauber und die Spannung der Adventzeit nahe zu bringen - damit lag ich mit diesem Buch allerdings voll daneben. Ich hatte nicht beabsichtigt, mit meinen Kinder schwierige Themen zu diskutieren. Dies wurde mir dabei aber fast aufgezwungen.- Es sind auch klassiche Aspekte wie Plätzchen backen, der Nikolaus kommt, Weihnachtspost, Adventskalender, Basteln....dabei...und manche Geschichte liest sich ganz nett. Aber alles in allem finde ich die Geschichten für 3jährige nur bedingt geeignet. Wenn schon problemorientiert, hätte ich mir wenigstens einfallsreiche oder auch humorvolle Wendungen erwartet. Es fehlt ein kleines Augenzwinkern, es fehlt das Besondere. Das Buch versucht insgesamt durch seine Illustrationen, die Themen, wie auch die Namen der Kinder (Naike, Lisanne, Iwen...) bewusst "hip", "echt" und "modern" zu wirken. Welcher Leser aber mehr das Mystische, Idyllische, Fröhliche u. Zauberhafte in der Weihnachtszeit sucht, wird hierbei enttäuscht werden.
Mein Tipp:
Wer seinen Kindern den Zauber der Weihnacht vermitteln möchte, liegt meiner Meinung nach mit Büchern wie "Der kleine Weihnachtsmann geht in die Stadt" (Anu Strohner) oder dem Klassiker "Weihnachten in Bullerbü" (Astrid Lindgren) genau richtig.