Mr. Malik, 61 Jahre alt, klein, rund und beinahe kahl ist seit drei Jahren aufs heftigste in Rose Mbikwa, die Witwe des unter mysteriösen verstorbenen Oppositionsführers, Joshua Mbikwa, verliebt.
Malik ist ein guter Geschäftsmann, der allerdings nicht gut von seiner Arbeit abschalten kann. Auf Anraten seiner Ärzte legt er sich ein Hobby zu, dass ihn von dem Stress ablenkt: Ornithologie.
Seitdem trifft er jeden Dienstag Rose, die die örtliche Vogelgruppe in Nairobi leitet.
Hinter dem eigentlich unscheinbaren, schüchternen Malik steckt ein echter Gentleman, der nicht nur Aids-Kranken im Hospitz Trost spendet, sondern via Zeitungskolummne die politischen Zustände in Kenia anprangert.
Um den Grad seiner Beziehung zu Rose auf ein höheres level zu heben, möchte er sie gerne zum gesellschaftlichen Ereignis der Saison einladen, den Huntclub-Ball.
Bevor er allerdings seine Einladung aussprechen kann, tritt sein alter Widersacher aus Schultagen, Harry Khan (Typ charmanter Playboy) auf die Bildfläche. Auch er hat ein Auge auf Rose geworfen und möchte sie zum Huntclub-Ball einladen.
In Malik Asadi Club kommt es zur Wette: wer die meisten Vögel binnen einer Woche entdeckt darf Rose einladen.
Das Spiel beginnt. Und für den Leser gibt es nun häufiger etwas zu Lachen und Schmuzeln.
Man braucht keine große Phantasie aufzuwenden, um sich auszumalen wie die Geschichte endet.
Aber während man die im locker-flockigen Stil geschriebene Mischung aus dezenter Liebesgeschichte, genauer, amüsanter, manchmal überspitzter Beobachtung von Normal-Menschen", Politikern und Vögeln aus Ostafrika liest, hat man ein paar vergnügliche Stunden. Empfehlenswert.