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Kleine Prosa [Taschenbuch]

Albert Camus , Guido G. Meister
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Juli 1997
"Gleichzeitig läßt die Aufgabe des Schriftstellers sich nicht von schwierigen Pflichten trennen. Seiner Bestimmung gemäß kann er sich heute nicht in den Dienst jener stellen, die Geschichte machen: er steht im Dienst derer, die sie erleiden." Diese Sammlung enthält die drei Erzählungen "Die Abtrünnigen", "Der Gast" und "Die Stummen", dazu die berühmten vier "Briefe an einen deutschen Freund" sowie die beiden Reden anläßlich der Verleihung des Nobelpreises.

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Kleine Prosa + Fragen der Zeit + Der Mensch in der Revolte
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 32 (2. Juli 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349922190X
  • ISBN-13: 978-3499221903
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 324.458 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Albert Camus wurde am 7. 11. 1913 bei Annaba (Algerien) als zweiter Sohn einer europäischen Einwandererfamilie geboren. Der Vater, ein Franzose, fiel 1914 im Krieg, die spanischstämmige Mutter musste die Kinder als Putzfrau ernähren und der dominanten Großmutter zur Erziehung überlassen. Camus wuchs in einem armen Stadtviertel Algiers auf. Dort besuchte er die Ecole primaire; 1924 konnte er als Stipendiat in das Lycée von Algier eintreten. 1930 Erkrankung an Lungentuberkulose. Nach dem Abitur Aufnahme eines Philosophiestudiums, das Camus durch Gelegenheitsarbeiten finanziert. Gleichzeitig erste schriftstellerische und künstlerische Versuche. 1934 erste Ehe, die 1940 geschieden wurde. 1938-1940 Arbeit als Journalist bei der progressiven Zeitung «Alger républicain» (später «Soir républicain»). Camus` Artikelfolge über das Elend der algerischen Landbevölkerung und das Verbot der Zeitung machten ihm eine weitere berufliche Betätigung in Algerien unmöglich. Daher 1940 Übersiedlung nach Frankreich. Mit seiner zweiten Frau, Francine Faure, kehrte er 1941 nach Algerien zurück, wo beide als Lehrer arbeiteten. 1942 Kuraufenthalt im französischen Bergland. Eine Anstellung als Lektor bei Gallimard und die Zugehörigkeit als Résistance - Camus übernahm 1944/45 die Leitung der Widerstandszeitung «Combat» - banden ihn zunehmend an Paris. Freundschaftliche Beziehungen zu Sartre und dessen existenzialistischem Kreis. 1946-1952 Reisen in die USA, nach Südamerika und mehrmals nach Algerien. An der mit Härte und Leidenschaft geführten Debatte um «Der Mensch in der Revolte» (1951) scheiterte die freundschaftliche Beziehung zu Sartre. 1958 begann er mit der Arbeit an dem erst 1994 postum veröffentlichten Roman «Der erste Mensch». Am 4. Januar 1960 verunglückte Camus bei einem Autounfall tödlich.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
4.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Seit sie mir die Zunge abgeschnitten haben, läuft eine eine andere Zunge, was weiß ich,
unaufhörlich in meinem Schädel, etwas redet oder vielleicht jemand, [...]"
(Camus, Kleine Prosa)

"Es geht also nicht darum, ob das der Kunst abträglich ist oder nicht. Für alle Menschen, die ohne die Kunst und das, was sie bedeutet, nicht leben können, geht es um die Frage, wie inmitten der Schergen so vieler Ideologien die seltsame Freiheit der Schöpfung erhalten bleiben kann." Camus verweist deutlich in "Der Künstler und seine Zeit" darauf, dass jeder Kunsthass von Künstlern geschürt wird, weil sie ihr eigenes Talent bestrafen. "Was unsere Zeit in der Tat kennzeichnet, ist der Einbruch der Massen in das Bewusstsein der Zeitgenossen". Sich davon abhängig zu machen, ist ein Frevel gegen sich oder wie Emerson postuliert: "Der Gehorsam eines Menschen seinem eigenen Genie gegenüber ist der Glaube schlechthin."

Und doch verweist Camus auf den orientalischen Weisen, der um Gnade zu beten pflegt, die Gottheit möge ihm ersparen, in einer interessanten Zeit zu leben. "Da wir keine Weisen sind, hat die Gottheit uns dies nicht erspart". Damit erlaubt die Zeit nicht, "ihr unser Interesse zu versagen". Jeder früheren Behaglichkeit gilt es nicht nachzutrauern, hat doch "jede Zeit ihre Märtyrer und Löwen" hervorgebracht. Die ersteren mögen den Tröstungen der Ewigkeit, die zweiten dem blutigen Fleisch ergeben sein, in welchem Sinn auch immer. Alles natürlich für die Künstler selbst, die sich selbst genügten und vor allem für die Emporen, für die Zuschauer und Mitleser, die dann den einen oder anderen mit welchem Zeichen auch immer bestärken.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Noel
Format:Taschenbuch
Albert Camus' Kleine Prosa ist eine Sammlung, welche die vier Erzählungen „Die Abtrünnigen", „Der Gast", „ Die Stummen" und „Licht und Schatten", dazu die berühmten vier „Briefe an einen deutschen Freund" sowie die beiden Reden anlässlich der Verleihung des Nobelpreises enthält.
Das Taschenbuch ist mit seinen 159 Seiten nicht eines seiner repräsentativsten Werke, jedoch sehr gut zum Einstieg in Camus' Gedankenwelt geeignet. Wer sich also nicht über „Die Pest" oder eine andere adäquate Arbeit beugen will und dennoch Camus Handschrift kennen lernen möchte, dem sei die „Kleine Prosa" wärmstens ans Herz gelegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Camus, ein Künstler am Herzen und im Kopf... 22. September 2010
Von Timo Brandt TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Vorweg: Während die 3 enthaltenen Erzählungen auch in Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit enthalten sind und fast der ganze Rest im Sammelband Fragen der Zeit (siehe meine Rezension bei beiden Artikeln) sind die Essays "Licht und Schatten" nur noch in Literarische Essays enthalten.

Wenn man sich Camus von der Prosa her nähern will, ist sicher "Der glückliche Tod" oder "Der Fremde" die beste Entscheidung. Wenn man sich gern dem Menschen, dem Humanisten (und Philosophen) und dem Autor Camus gleichsam nähern will, ist dieser Band perfekt geeignet.

Der Band beginnt mit den zwei bekannten Reden, die Camus über sein Werk gehalten hat; die erste, eine kurze anlässlich der Nobelpreisverleihung und die längere "Der Künstler und seine Zeit", gehalten an der Universität Uppsala, kurze Zeit darauf. Beide Reden beschäftigen sich mit dem Bild des Künstlers in unserer und in vergangenen Zeiten. Camus fragt sich vieles und führt uns souverän und bescheiden u.a. durch folgenden Fragen: Wie muss ein Künstler sein? Was muss man von ihm erwarten? Was nicht? Gibt es ein "realistisches Schreiben"? Wie stark beeinflusst uns unsere Zeitepoche? Wo liegt die Zukunft der Kunst? Was müssen/können wir mit Kunst erreichen?

Im Anschluss daran kommen die Essays "Licht und Schatten" einige der frühsten Schriften Camus.
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5.0 von 5 Sternen Wunderbare Zusammenfassung 6. Januar 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
EIn Dichter, der seiner Zeit weit voraus war und darum heute immer noch oder sogar noch aktueller ist. Das habe ich erst mit diesem Büchlein entdeckt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Licht und Schatten" ist in dem Buch vollständig enthalten (umfaßt 50 der insgesamt 159 Seiten). Die Nobelpreisrede, "Der Künstler und seine Zeit" und die "Briefe an einen deutschen Freund" sind auch in "Fragen der Zeit" enthalten. "Der Abtrünnige", "Die Stummen" und "Der Gast" sind drei der sieben Erzählungen aus "Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit" (enthält außerdem "Der Fall", "Die Ehebrecherin", "Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit" und "Der treibende Stein").
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