In seinem 220 Seiten schmalen Buch schlägt Hirschberger den Bogen beginnend bei den ionischen Vorsokratikern bis hin zur Philosophie der Neuzeit. Sowohl der Epikurismus, der Neuplatonismus, das junge Christentum, die Scholastik, die Renaissance, der Empirismus und natürlich die Aufklärung, um hier nur einige Kapitel zu nennen, werden in den ersten drei Abschnitten gestreift. Das vierte Kapitel behandelt ausschließlich das 19. Und 20. Jahrhundert mit dem Schwerpunkt Deutschland.
Hirschberger versucht in seiner Einführung, die Zusammenhänge und Entwicklungen der Philosophie Europas dem Leser nahezubringen und stellt in diesem Kontext eine Auswahl der wichtigsten Personen vor. Die Eckpunkte der einzelnen Stömungen, deren Überschneidungen und Differenzen werden aufgezeigt.
Es ist erstaunlich, wieviel Wissen Hirschberger hier auf ein paar Seiten verpackt hat, jedoch sollte der Leser sich bewusst sein, dass es sich hier zu Recht um die KLEINE Einführung handelt. Das bedeutet, daß die Themen nur gestreift werden können und Problemdebatten außer Acht gelassen werden müssen.
Als Einführung würde ich dieses Buch nur bedingt empfehlen, eher als Nachschlagewerk oder Gedächtnisstütze. Sicherlich kann der Leser sich einen groben Überblick verschaffen, jedoch schreibt Hirschberger im philosophischen Terminus, der es dem unvoreingenommenen Leser teilweise recht schwer macht, das hier dargestellte Wissen nachzuvollziehen und zu verinnerlichen. Rückbezüge auf vorherige Kapitel sind nicht selten, aufmerksames Lesen wird also verlangt.
Wer sich jedoch gleichzeitig in das Thema vertiefen möchte, findet hier eine sehr empfehlenswerte Begleitlektüre, in der grössere Zusammenhänge komprimiert dargestellt sind. Durch die übersichtliche Kapitelgliederung und das Namensregister ist es ebenso möglich, bestimmte Personen in den Kontext einzuordnen und nachzuschlagen.
Weiterführende Bibliographie wird nicht angeboten.