- Taschenbuch: 64 Seiten
- Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (6. Dezember 2000)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3406471897
- ISBN-13: 978-3406471896
- Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 13,9 x 0,9 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 823.216 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktinformation
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Heiterkeit also gleich Lebensgenuss? Wie man es nimmt. Wir, dem 20. Jahrhundert entronnen, können es kaum glauben: "Allerheiterster" lautete einst die korrekte Anrede für allerhöchste Herrschaften: "Serenissimus". Ob deutscher Fürst oder die Lagunenstadt an der Adria, alle legten Wert auf diese Titulierung. Kann man sich das von Hitler oder Stalin vorstellen?
Heiterkeit, Weinrich lehrt es uns, war ursprünglich eine Eigenschaft der Götter: Eine wolkenlose Aufgeräumtheit des Gemütes, die unangefochten von Kümmernissen des Lebens in die Weite eines ewig sonnigen Tages blicken darf.
Sie merken schon, wo das hin läuft: Ein, zwei schnelle Schritte und Weinrich ist bei Johann Wolfgang, dem Aufgeräumtesten aller jemals Aufgeräumten. Fast ein Drittel der Seiten widmet der Verfasser Goethe: "Heitern Sinn und reine Zwecke / Nun! Man kommt wohl eine Strecke." Nicht mehr allzu weit ist es von ihm zu Thomas Mann und der etwas unbelebten Heiterkeit seiner Ironien.
Aber auf diese Weise fehlt doch so manches: Wo bleiben Lessing, Lichtenberg und Jean Paul? Wo die Heiterkeit Kafkas? Muss man immer noch Günther Eich zitieren? Und ist nicht manches Lustige der "Neuen Frankfurter Schule" eben auch heiter? Auf die beiden Mitscherlichs hätte ich dagegen gern verzichtet. So, jetzt müssen sie nur noch den Wein aussuchen. --Michael Winteroll
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