Kurzbeschreibung
Mut zum Experiment: japanische Wohnhauskonzepte
Beim Entwurf kleiner Wohnhäuser spielen japanische Architekten mit Raumgrenzen, nutzen ungewohnte Materialien und entwickeln neue Konzepte des Zusammenlebens. An den Bauten zeigt sich die Kreativität von Japans Baukünstlern, sowie deren Fähigkeit, selbst den kleinsten Raum zu organisieren. Die Kurzlebigkeit der Wohnbauten ließ über die Jahre einen riesigen Architekturfundus entstehen, dessen aktuelle Neuzugänge " Kleine Häuser " dokumentiert. Japanische Wohnhäuser sind und waren stets ein Seismograph für aktuelle Tendenzen in der Architektur des Landes. Die Entwicklung, die dieser Typus seit dem Beginn der japanischen Moderne durchlief, ist daher das Thema des einleitenden Essays von Ulf Meyer. Die daran anschließenden Projektbeiträge widmen sich jeweils dem spezifisch japanischen Umgang mit bestimmten Architekturelementen. Der Fokus der Projektdarstellung liegt dabei auf dem architektonischen Konzept, das dem Leser durch zahlreiche Bilder und Übersichtspläne vermittelt wird. Vertiefungstexte informieren zusätzlich über kulturelle und gestalterische Hintergründe. " Kleine Häuser " zeigt neben Werken namhafter Architekten, wie Sou Fujimoto Architects oder Atelier Bow-Wow vor allem Bauten von Büros, die im Ausland noch wenig bekannt sind, in Japan aber durch ihre starken architektonischen Konzepte bereits große Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Über den Autor
Claudia Hildner studierte Architektur in München und Tokio. Sie arbeitet als freie Architekturjournalistin in Stuttgart und schreibt seit mehreren Jahren regelmäßig für verschiedene deutsche und internationale Fachmedien. Seit 2007 ist sie freie Mitarbeiterin bei frei04 publizistik.