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Interessante Informationen rund um Zauberei, 11. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Kleine Geschichte der Magie (Gebundene Ausgabe)
Das Büchlein ist informativ und liest sich gut. Die Ausführungen sind weitgehend verständlich gehalten, auch bei der Erläuterung des "Rätsels des Agathadaimon", das schlichtweg kompliziert ist, kommt man noch gut mit. Die einzelnen Themen sind kurz und knackig umrissen - bisweilen zu kurz. Die beiden Autoren mussten viele Informationen in wenig Platz unterbringen und beschränken sich deshalb auf die grundsätzlichsten Informationen. Eine gute Idee ist, bestimmte Themen, etwa Kurzvorstellungen von Personen wie Nostradamus oder greifbare Beispiele von (angeblicher) Magie wie den "Schneckenkompass" sowie Hintergrundinfos etwa zur Elementlehre, in abgerückten Texten mit anderer Schrift vorzustellen.
Wer unter Magie Feuerbälle, Verwandlungen und Illusion versteht, wird hier nicht fündig: Behandelt werden vor allem wissenschaftliche Magie und das, was man heute als Aberglauben bezeichnen würde. Und die Ausführungen beschränken sich weitgehend auf den zentraleuropäischen Raum: Orientalische oder asiatische Zauberei werden nur soweit erwähnt, wie sie als Ursprung für abendländische Magie erwähnt werden müssen. Das Druidentum wird sogar nur am Rande erwähnt - mit Verweis auf "Asterix". Als wissenschaftliches Buch zu Studienzwecken ist es nur bedingt zu verwenden, weil die Ausführungen schlicht und knapp gehalten sind und Quellenangaben weitgehend fehlen - immerhin gibt es ein Literaturverzeichnis und einen Nachweis zu den Bildern, die den Text auflockern. Als Inspirationsquelle etwa für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit mittelalterlicher Artes-Literatur ist dieses Buch aber allemal geeignet. Allerdings ist der Preis von fast zwanzig Euro für knapp einhundertsechzig Seiten schon recht happig, gute Qualität und Aufmachung hin oder her.
Hier geht es nicht um Magie, wie Gandalf und Harry Potter sie anwenden: Die "Kleine Geschichte der Magie" bietet interessante Informationen rund um Zauberei, wie sie in Zentraleuropa gesehen wurde, und stellt Volksglauben, Wissenschaft und Philosophie als Grundlagen vor. Das Ganze kratzt weitgehend nur an der Oberfläche dessen, was über dieses Thema geschrieben werden könnte, aber für einen ersten Eindruck reicht das schon und so manches Neue und Unerwartete hat das Buch auch zu bieten: Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass einst jemand der Meinung war, dass Schnecken ein telepathisches Kollektivbewusstsein haben, das man wie Telegraphen zur Übermittlung von Nachrichten nutzen kann - und auch andere Menschen davon zu überzeugen wusste?
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