Ulrich Mählerts "Kleine Geschichte der DDR", inzwischen in vierter Auflage, vermittelt sprachlich exzellent (weil ungemein leicht und schnell lesbar), völlig werturteilsfrei und konzise das politische Werden, Existieren und "Vergehen" der DDR. Der hauptsächlich nach Jahrzehnt-Abschnitten gegliederte Text verzichtet dabei nicht auf wichtige Hintergründe und stellt die wesentlichen Zusammenhänge korrekt her. Geradezu spannend (naja, so war es ja auch wirklich) das letzte Kapitel, das die Entwicklung von 1988 bis 1990 beschreibt. Besonders hervorzuheben ist auch das sehr gute Literaturverzeichnis und die URL-Angaben zu zentralen Info-Diensten zum Thema im Netz.
Fazit: Dies Taschenbuch des noch jungen Historikers Mählert (Jg. 1968) ist gerade für "Nachgeborene" ein sehr griffiger Einstieg für eine literarische (Erst-)Beschäftigung mit der DDR-Geschichte, frei von Historiker-Jargon oder verstellenden Werturteilen. Es bietet zahlreiche Ansätze für weitergehendes Interesse. Auch eignen sich die Kapitel jeweils gesondert für einzlene Unterrichtsabschnitte an Schulen. Mählerts klarer Stil vermag zu inspirieren und verstärkt vorhandenes Interesse.