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Kleine Geschichte Chinas
 
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Kleine Geschichte Chinas [Broschiert]

Helwig Schmidt-Glintzer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von der Hochkultur zur Weltmacht - 3000 Jahre chinesische Geschichte.

Klar, anschaulich und mit Blick auf das Wesentliche führt Helwig Schmidt-Glintzer durch die vieltausendjährige Geschichte Chinas von den vorgeschichtlichen Anfängen bis zur unmittelbaren Gegenwart. Zahlreiche Karten erschließen das Riesenreich, und farbige, ausführlich erläuterte Abbildungen vermitteln einen sinnlichen Eindruck der chinesischen Geschichte und Kultur. Diese illustrierte Geschichte Chinas ist aus der Perspektive der Gegenwart geschrieben und zeichnet die für das Selbstverständnis des heutigen China wichtige vieltausendjährige Geschichte nach. Besonderes Augenmerk liegt auf den Grundlinien und der Dynamik der politischen Entwicklungen in diesem großen Kulturraum, in dem heute ein Viertel der Menschheit lebt. Die Errungenschaften und Erfolge dieser Kultur, die sich noch im 18. Jahrhundert an der Spitze der Weltkulturen befand, werden ebenso anschaulich wie der langsame Aufbruch in die Moderne. Der Blick über lange Zeiträume hinweg und die Berücksichtigung des für China charakteristischen Staatskultwesens ebenso wie der vielen Religionen Chinas bringen dem Leser ein neues Chinabild vor Augen. Im zweiten Teil des Buches stehen die Auseinandersetzungen mit den westlichen Mächten, die schleppende, doch zunehmend dynamische Industrialisierung des Landes, die revolutionären Massenbewegungen unter Mao Zedong und die wirtschaftliche Öffnung in den vergangenen Jahrzehnten im Zentrum. Vor dem Hintergrund der Geschichte werden die Eigenheiten des sozialen und religiösen Lebens im heutigen China besser verständlich, und Chinas Weg ins 21. Jahrhundert gewinnt vor diesem gewaltigen Horizont seine eigentümliche Gestalt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Der Sinologe Helwig Schmidt-Glintzer war von 1981 bis 1993 Ordinarius für Ost-asiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München und ist seither Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Bei C.H.Beck ist von ihm erschienen: "China. Vielvölkerreich und Einheitsstaat" (1997); "Geschichte der chinesischen Literatur" (1999); "Das alte China" (2005); "Das neue China" (2006); "Der Buddhismus" (2007). -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Netter Versuch 8. Mai 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wahrscheinlich kann man es gar nicht gut machen: die Geschichte eines so großen und komplexen Landes zusammenfassen. Es bleibt einfach zu viel auf der Strecke. Ich war nach dem Lesen enttäuscht und hatte mir eigentlich mehr erwartet, vor allem mehr Zusammenhänge. Die alte Geschichte ist zugunsten der neueren vernachlässigt: ohne Vorwissen bleibt vieles im Nebulösen hängen, die Ursachen für viele Entwicklungen werden nicht klar. Das liegt u.a. auch daran, dass so gut wie nichts zur Kultur- und Geistesgeschichte zu finden ist. Die eingestreuten Bilder sind auch nicht wirklich nützlich, da sie entweder schlecht erklärt sind oder schlicht und ergreifend nicht zum Text passen. Eine zusätzliche Rechtschreibkontrolle hätte dem Buch auch nicht geschadet.
Leider gibt es auch kaum Literaturhinweise - die Liste am Ende des Buches ist ein Witz.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ko Bate
Format:Gebundene Ausgabe
Welche Folgen der Aufstieg Chinas im 21. Jahrhundert für die westlichen Industrienationen - ihre Wirtschaft, Politik, Gesellschaft - haben wird, ist heute noch kaum abzusehen. In jedem Fall wird es höchste Zeit, sich intensiver mit dem Land zu beschäftigen. Solide, aber leicht verständliche Einführungen für sinologische Laien werden deshalb dringend gebraucht. Helwig Schmidt-Glintzer gehört zu den Fachleuten, die sich in dieser Hinsicht verdient gemacht haben: etwa mit seiner einbändigen "Geschichte der chinesischen Literatur", bis heute ein Referenzwerk.

Auch die "Kleine Geschichte Chinas" macht zunächst einen guten Eindruck. Ein handliches Buch, reich illustriert und mit ausführlichen Bilderklärungen zu den verschiedensten Aspekten der chinesischen Kultur. Leider kann der Buchtext die Erwartungen nicht erfüllen. Der Schwerpunkt liegt auf dem modernen China, das ist in Ordnung, da für den heutigen Leser besonders relevant. Gerade die äußerst verknappte Darstellung hätte aber zu einer sehr sorgfältigen Textredaktion gezwungen; daran fehlt es.

Einige Beispiele, wahllos herausgepickt: Die Vorstellung eines Weltenschöpfers wird "im Volksglauben ... mit dem Mythos von Pangu verknüpft", so erfahren wir. Schön. Was dieser Pangu getan haben soll, darf der Leser selbst herausfinden. Das bedeutende Schöpferpärchen Fuxi-Nüwa wird gar nicht erwähnt. Ebenso wenig wird die Frage gestellt, ob man eine jahrtausendealte Überlieferung so einfach dem "Volksglauben" zurechnen darf, denn überliefert hat zweifellos nicht das Volk, sondern die literarische Elite. - Der legendäre Gelbe Kaiser (Huangdi) wird zunächst als einer der Fünf Urkaiser, eine Seite weiter dann als einer der Drei Erhabenen (die den Urkaisern vorausgingen) bezeichnet. - Regelmäßig kommt es zu "Namedropping" ohne Bezug zum Fortgang der Geschichte (wen interessiert der Mädchenname der Frau des ersten Ming-Kaisers?). - Die Vorgeschichte des Theaterstücks "Hai Rui baguan" wird umständlich erklärt, doch wie es letzten Endes zum Auslöser der Kulturrevolution wurde (nämlich durch eine 1965 veröffentlichte Kritik von Yao Wenyuan, später Mitglied der "Viererbande"), bleibt völlig unklar. - Generell ist der Stil professoral und nominallastig, und oft meint man das Quietschen der Schublade zu hören, aus der noch schnell ein Textbaustein herausgeholt wurde.

Fazit: Man kann dieses Buch kaufen. Es enthält für Laien viele interessante Informationen, und Alternativen sind rar. Eine flüssige und im besten Sinne populäre Darstellung der chinesischen Geschichte ist es nicht. Dass der Autor es besser kann, hat er andernorts bewiesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Format:Broschiert
Zuerst das Positive: Der Titel verspricht eine "Kleine Geschichte Chinas" und das Buch beinhaltet tatsächlich eine knappe Darstellung der Geschichte Chinas von den Anfängen bis heute. Der Autor bemüht sich, Bezugspunkte zwischen aktuellen Themen (z.B. Taiwanfrage) und der Geschichte herzustellen.
Aber das Buch liest sich für eine populärwissenschaftliche geschichtliche Darstellung außergewöhnlich mühsam. Es war auch für einen Vielleser wie mich nicht möglich, die Inhalte durch einfaches Durchlesen einigermaßen im Kopf zu behalten.
Erstens liegt das am Stil: Viele Sätze sind Bandwurmsätze, in denen zunächst einmal über zwei bis drei Zeilen irgendetwas vorausgeschickt wird. Erst, wenn man den Anfang schon fast vergessen hat, wird klar, ob die drei Worte am Satzanfang sich jetzt doch als das Subjekt des Satzes entpuppen oder nicht. Viele Sätze muss man deswegen unterwegs abbrechen oder neu lesen. Das macht die Sache ziemlich anstrengend, so dass ich beim Lesen des Buches mehrmals erschöpft eingeschlafen bin.
Zweitens streut der Autor immer wieder gern Namen und Ereignisse ein, von denen er entweder überhaupt nicht oder erst sehr viel später sagt, was es mit diesen auf sich hat. Dafür macht er das später dann vereinzelt wiederholt. Exemplarisch ist der Boxeraufstand, auf den kommentarlos vorausgewiesen wird, und der später nur sehr halbherzig erläutert wird.
Drittens versucht der Autor zwar, die Geschichte des Geisteslebens und der Staatsorganisation ausführlich darzustellen, unter anderem mit wiederkehrender Bezugnahme auf den Konfuzianismus. Konfuzius selber und seine Lehre werden aber kaum dargestellt. Laotse und der Taoismus werden fast vollständig beschwiegen. Auch beschleicht einen den Eindruck, dass der Autor die Geschichte in heutigen wissenschaftlichen Kategorien ("gesellschaftlicher Diskurs") begreift und erklärt, was der alten Geschichte bisweilen nicht angemessen erscheint. Auch die Auswahl der Karten erschießt sich einem nicht so ganz.
Es ließe sich noch eine Reihe weiterer Gründe anführen, weshalb man das unerquickliche Büchlein eigentlich zweimal lesen müsste, damit man ein einigermaßen klares Bild im Kopf behält.
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