Nach Lesen dieses Buches erscheint er mir ein wenig klarer, wieso Afghanistan auch in jüngster Zeit nicht nur Ruhe kommt.
Man erfährt im Buch vieles zur Geschichte des Landes, weniger zur aktuellen politischen Lage. Aber durch den geschichtlichen Rückblick ist eine bessere Einordnung der momentanen Geschehnisse möglich.
Kaum ein Herrscher des Landes ist eines natürlichen Todes gestorben. Abgesetzte, geschasste Führer tauchen im weiteren Verlauf der Geschichte wieder auf und nehmen erneut eine zweifelhafte Position ein. Es gibt einige wenige Clans, die um die Vorherrschaft ringen. Einhergeht jeweils die Unterdrückung der Unterlegenen.
Eine nationale Einheit von Afghanistan ist alleine aufgrund der verschiedenen Ethnien, Glaubensrichtungen und Herrschaftsvorstellungen kaum zu verwirklichen
Das Buch macht auf 150 Seiten einen Abriss von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkt auf den letzten ca. 200 Jahren. Die vielen unterschiedlichen Namen führen mitunter zur Verwirrung, mögen aber für denjenigen, der tiefer in die Materie einsteigen möchte, durchaus hilfreich sein.
Interessant ist die historische Beziehung zwischen Deutschland und Afghanistan. Man erfährt, wie es dazu kam.
In der 3. aktualisierten Auflage von 2010, sind die jüngsten Ereignisse (am Rande) mit eingearbeitet.