Kundenrezensionen

12
4,4 von 5 Sternen
Kleine Gemeinheiten
Format: TaschenbuchÄndern
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2004
Das Buch hält, was der Titel verspricht. Es ist gemein.
In dem Buch finden sich 19 Geschichten, in denen es immer um das gleiche kleine, arme Dorf in Griechenland geht. Manche Personen kommen regelmässig vor, in einer Geschichte wird plötzlich ein noch offener Handlungsstrang beendet, von dem man gar nicht gewusst hatte, dass er noch offen ist, aber nie passiert das, was man erwartet hat.
Erinnert eine Geschichte einen gerade noch an Don Camillo und Peppone, fährt einem bei der nächsten der leise Schauder über den Rücken, den sonst eher Franz Kafka hinterlässt, nur damit die nächste Geschichte beginnt wie die lustigen Geschichten von P. G. Wodehouse (und endet, wie Stephen King ...)
Am Ende sind einem die (bisher überlebenden) Dorfbewohner schwer ans Herz gewachsen und man hofft inständig, dass sie gut schwimmen können oder so ...
Ein Buch das ich kaum aus den Händen legte - spannend - und doch kein Krimi.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2006
"Wir hatten uns verirrt; das war der Grund, weshalb wir überhaupt in dem Dorf landeten".
Neunzehn wunderbare Geschichten, die nur eins verbindet: das Dorf irgendwo in Griechenland. Die Griechenlandfreunde, die eine Dorfidylle suchen, werden hier enttäuscht, aber die Griechenlandfreunde, die einen herrvoragenden zeitgenössischen griechischen Schriftsteller suchen, sind hier richtig. Panos Karnezis beschreibt die kleinen Gemeinheiten, bzw. Grausamkeiten, die in dem vom Erdbeben verwüstenen Dorf passieren. "Dieses Dorf zieht Unheil an wie das Licht die Motten!"
Karnezis entblößt die Menschen. Er zeigt ihr tierhaftes Verhalten und Vorgehen. Die kleinen Kinder werden im Keller eingesperrt, der Vater macht aus ihnen eine Dorfatraktion und führt den anderen Dorfbewohner die kleinen Mädchen, die sich wie treue Hustiere verhalten, vor. Weitere Geschichten sind weniger grausam, aber in unglaublich originellen Weise geschrieben. Kakerlaken, Pferdescheiße, Totenkopf, Motten usw. alles Häßliche und Unerwünschte ist in dem Dorf zu finden. "Die Luft riecht nach Schweiß und Schuhwichse". Dort ist wirklich das Ende der Welt. Trotz der "kleinen Gemeinheiten", die eigentlich riesengroß sind, ein Meisterwerk!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2004
Wenn ein berühmter alter Dichter oder Schriftsteller stirbt, steht es in allen Zeitungen. Wo aber kann man lesen, daß es einen neuen, vielversprechenden Jungautor zu entdecken gibt?
Panos Karnezis hat mit "Kleine Gemeinheiten" ein phantastisches Debüt vorgelegt. Seine Sammlung von Geschichten rund um ein kleines griechisches Dorf ist glänzend und höchst originell geschrieben. Dabei ist die Sprache klar und einfach, und doch sind die Geschichten von enormer stilistischer Spannbreite. Manche erinnerten mich an Gottfried Keller, andere an Garcia Marquez, viele schöpfen ihren Reichtum aus der griechischen Mythologie und allesamt sind sie raffiniert aufgebaut. Da gibt es dichte fesselnde Stimmungsbilder, poetische Phantasiegestalten, meisterhaft gesetzte Wendungen in der Handlung und unerwartete Schlußpointen. Das Dorf und seine Einwohner werden aus den verschiedensten Perspektiven beobachtet. Das macht die einzelnen Geschichten bunt und vielfältig. Zwar sind sie alle lose miteinander verbunden, man kann aber auch jede für sich als kleines gelungenes Kunstwerk genießen.
Am Ende liebt man dieses griechische Dorf mit all seinen Einwohnern, obwohl die sich gegenseitig nicht nur kleine amüsante Gemeinheiten zufügen sondern auch Ungeheuerlichkeiten und Schandtaten gewaltigen Ausmaßes. Lesen Sie am besten einfach selbst nach, wie Panos Karnezis es schafft, daß seine Figuren einem trotzdem ans Herz wachsen und unvergeßlich bleiben.
Das Buch ist etwas für den Leserausch und ganz besonders für Griechenlandfans.

Panos Karnezis wird mal ein ganz Großer, wenn er so weiterschreibt. Und sieht auch noch verdammt gut aus, jedenfalls auf dem Umschlagfoto. Ich empfehle sein Buch darum auch als Geschenk für die beste Freundin.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2012
Dieses Buch gibt einen großen Teil der griechischen Mentalität wider, so wunderbar, so erlebnisreich, so schön, dass man sich den Bauch halten muss vor Lachen, und dass man Kichern muss. Und dass man auch weinen muss. Je nach dem. Griechenland ist ein schönes Land mit Einwohnern, die so liebenswert sind, dass man sie ein Leben nicht vergißt, wenn man sie einmal kennen gelernt hat. Ich liebe dieses Buch, die Hellenen und ihr Land. Christa Lühring und Jürgen Lühring - immer gerne wieder ....
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2011
Sehr gutes Buch, vor allem, wenn man etwas skurrile Sachen mag. Die Pointe kommt immer am Schluß, ähnlich wie bei Martín Suter. Sehr witzig geschrieben, genau meine Sache. Befasst sich aber auch mit allgemeinen Griechischen Problemen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2012
Der kleine Prosaband ist nicht nur literarisch überzeugend; interessant ist die Aufspaltung der einzelnen Geschichten um mit der Zeit zu merken, dass doch jede Einzelne miteinander zusammenhängt. Nicht nur, weil der zentrale Schauplatz der Geschichten stets ein kleines, sündiges Dorf in der Provinz Griechenlands ist.
Dem Autor gelingt ein Balanceakt zwischen notwendiger Beschreibung, um den Verlauf der Geschichte und ihren Zusammenhang im Gesamtgefüge zu erkennen, und hinreichender literarischer Lückenbildung, um der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen.

Interessant ist auch, dass über dem sündigen Dorf stets die mahnende Hand biblischen Charakter schwebt, die am Ende zu einem letzten Schlag niederschnellt und ihr Urteil spricht. Zu Beginn wird dies jedoch - trotz Pater Gerasimo - verschleiert und offenbart sich dem Leser erst mit der Zeit, da nicht alle biblischen Strafen als Naturkatastrophen daherkommen, sondern zeitweise - so auch am Ende - von Menschenhand geformt werden.

Insgesamt für den Urlaub wärmstens zu empfehlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juli 2010
19 Episoden aus dem angeblich griechischen Alltag. Zusammengetragen von Panos Karnezis und durchlebt vom Dorfpfarrer, dem Arzt, verschiedenen Besuchern des Dorfes und den Bewohnern.
Unterhaltend, spannend, witzig, absurd, auch ärgerlich. Wird in einer Episode die Handlung bis zu einem gelungenen Ende vorangetrieben, so entwickelt sich eine andere nichtssagend hin zu einem für den/die LeserIn ärgerlichen Ende. Dadurch verliert das Buch an Kraft. In den Zeilen Sprachwitz, Situationskomik, Drama und Einsicht in das griechische Xaoç. Am Ende bleibt jedoch nur so ein "-naja- ganz nett!"
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eine Freude, Panos Karnezis Roman lesen zu dürfen. Ein Roman der tief in die griechische Mentalität der einfachen Menschen eines Dorfes eindringt und widerspiegelt. Dieses Buch ist, auch portioniert, sehr gut zu lesen und erzählt in 19, zum Teil sehr gemeinen, Geschichten den Charme der griechischen Landbevölkerung.
Nikos Kazantzakis hätte m.E. an diesem jungen und hoffnungsvollen Schriftsteller seine wahre Freude. Ein wunderbares und sehr empfehlenswertes Buch, das alle fünf Sterne mehr als verdient hat.
Klartext: Einen Stern zusätzlich!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Griechische Dorfgeschichten
„Es war bereits Abend, als der Wind sich drehte und sie schließlich das Kreischen der Pfauen hörten, die auf dem Friedhof lebten. Als die Dorfbewohner dort ankamen, das verformte Eisentor aus den Angeln hoben und auf den Gottesacker marschierten, entdeckten sie, dass das Erdbeben nicht nur tiefe Furchen in den Boden gerissen, die Grabsteine umgestürzt, die seit Jahren nicht mehr nachgefüllten gläsernen Öllampen und die Vasen mit verdorrtem Immergrün zerstört, sondern auch - und das war das Schlimmste - die Särge ihrer Vorfahren exhumiert hatte.[...]
[Dabei] stießen sie auch auf einen Sarg, der mit Büchern gefüllt war, worauf sich der sichtlich verlegene Pater Gerasimo zu erklären beeilte, es handele sich um einen Haufen wertloses Papier mit den Lügen gotteslästerlicher und ignoranter Häretiker. Doch wurden auch noch andere Entdeckungen gemacht. Neben den sterblichen Überresten eines Mannes, der offenbar befürchtet hatte, lebendig begraben zu werden, fanden sie eine komplette Telegraphenanlage, in wiederum einem anderen Sarg erblickten sie fassungslos eine makellos erhaltene Leber unter den gebleichten Knochen eines seinerzeit berüchtigten Säufer; der Doktor erklärte, dass der Alkohol die Leber konserviert hatte."
Neunzehn Geschichten aus einem kleinen griechischen Dorf hat Karnezis geschrieben, vom Ehemann, der Steine statt seiner neugeborenen Kinder beerdigt; dem armen Bauern, der ein berühmtes Rennpferd erbt; dem Zentauren, der mehr Gage haben möchte und der Medusa mit Schlangen statt Haaren; von einem Dieb, der eine Schmuckschatulle klaut, aber wegen des Diebstahls von fünf Pfirsichdosen verurteilt wird und von dem Gefangenen, der den Priester mit der Pistole zwingt, ihn zu verheiraten. Die Geschichten sind voneinander unabhängig und doch verknüpft, oft findet sich die vollständige Lösung der einen erst in der nächsten und natürlich treten die gleichen Personen immer aufs neue auf, denn das Dorf hat so wenige Häuser, dass schließlich der Bürgermeister ...
Phantasie und Nostalgie, ein wenig Thomas Lausbubengeschichten und ein wenig Alexis Sorbas vereint der Autor hier in dem Band. Kein Pageturner, aber es macht Spaß, jeden Abend eine zu lesen. Schön, dass auch diese Art von Literatur noch ihre Verlage findet.
Hans Peter Roentgen
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2005
Der Titel "Kleine Gemeinheiten" ist ja leicht untertrieben... Besonders das Ende bzw. die letzte Kurzgeschichte des Buches ist hundsgemein.
Die Geschichten lassen einen staunen, schmunzeln, empörte Laute von sich geben oder wecken Mitleit für die Dorfbewohner.
Trotzdem nur vier Sterne, weil der Ausgang vieler Kurzgeschichten vorhersehbar war, was einen aber nicht vom Lesen abhalten sollte!
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