Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,00

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Kleine Gemeinheiten.
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Kleine Gemeinheiten. [Taschenbuch]

Panos Karnezis , Sky Nonhoff
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch EUR 9,00  
Taschenbuch, 2004 --  

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 277 Seiten
  • Verlag: Dtv (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243961
  • ISBN-13: 978-3423243964
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 792.938 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über die Autoren

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Don Camillo im Sündenbabel - Panos Karnezis' Geschichten aus der griechischen Provinz Als der Turiner Arzt und Maler Carlo Levi während des Faschismus in das süditalienische Lukanien verbannt wurde, traf er dort «nicht nur ein unbekanntes Land, Arbeiten, Mühen, Schmerzen, Nöte und Gewohnheiten, nicht nur Tiere und Magie, alte nicht gelöste Probleme, [. . .] sondern auch das gegenwärtige Anderssein». In seinem dokumentarischen Roman «Christus kam nur bis Eboli» (1947) plädierte Levi dafür, diese archaische Welt der Bauern und ihre magische, vorchristliche Kultur in ihrer Andersartigkeit zu erhalten. Unter italienischen Intellektuellen ist die Diskussion um den verarmten Süden und seine Magie seitdem nicht abgerissen. Diese Dimension ihres kulturellen Erbes haben griechische Schriftsteller nicht mit der gleichen Leidenschaft ausloten können, dazu war ihre historische Entwicklung zu verschieden von jener Europas. Das Dorf oder die Provinz als piccolo mondo fanden durch Dionysios Solomos und Alexandros Papadiamantis Eingang in den griechischen literarischen Kanon. Die sogenannte Generation der dreissiger Jahre, urbane, bürgerliche Lyriker, verachtete das Landleben. Für ihn bedeute es «Gestank, Pferdemist und Klatsch», höhnte der spätere Literaturnobelpreisträger Giorgios Seferis. Höchst selten verirrt sich bis heute ein griechischer Schriftsteller literarisch in die Provinz. Kleine Gemeinheiten Wenn also ein junger Grieche, der in London lebt, einen Band mit Erzählungen aus einem griechischen Dorf veröffentlicht und dafür internationale Beachtung findet, darf man in der Tat gespannt sein. Vom fulminanten Anfang, einem Erdbeben, bis zum prähistorischen Untergang berichten neunzehn locker miteinander verbundene Geschichten aus einem «freudlosen und elenden Land, über das Naturkatastrophen und selbst verursachte Desaster häufiger hereinbrachen als Regen». Die Dörfler werden seelsorgerisch vom Dorfgeistlichen Pater Gerasimo, einem Bruder des Don Camillo, betreut. Denn Pater Gerasimo, der seine Dörfler ohne nennenswerten Erfolg in die Arme der Kirche treiben möchte, ist durchaus fehlbar, wenn es um seine eigenen Interessen geht. «Kleine Gemeinheiten» («Little Infamies») hat der 37-jährige Panos Karnezis seine Erzählungen überschrieben. Und in der Tat geht es um die grösseren und kleineren Gemeinheiten der Dorfbewohner, aber noch um viel mehr. Die Geschichten sind durchaus heterogen: In der ersten, längeren, «Das Steinbegräbnis», werden zwei junge Mädchen wie Tiere im Keller gefangen gehalten, und die düstere, beklemmende Atmosphäre erinnert an klassische Beispiele der Kerkerliteratur von de Sade bis Pasolini. Andere Erzählungen hingegen sind federleicht, es sind Zirkusgeschichten, die von einem depressiven Zentaur, einer Meerjungfrau und anderen androgynen Fabelwesen bewohnt werden. Wieder andere, etwa «Jäger im Winter», beobachten, ähnlich wie die frühen Stücke eines Harold Pinter, den Einbruch bedrohlicher Gestalten in eine geschlossene Gemeinschaft. Auch die Perspektive des Erzählers wechselt mühelos von Geschichte zu Geschichte. In einer der schönsten Erzählungen, in der ausserdem ein Lexikonverkäufer und aggressive Wespen eine wichtige Rolle spielen, erbt ein verarmter Bauer eine Araberstute mit dem sinnfälligen Namen «Geschichte». Emotion und Ironie Die Erzählungen spielen in einem seltsam zeit- und ortlos anmutenden Griechenland, und wären da nicht die Namen und einige Anspielungen, würde man sie im Italien vor dem Risorgimento und dem des Giovanni Guareschi ansiedeln. Jäh wechseln Erzähltempi und Stil, münden die burlesken Fehltritte der Dörfler in eine antike Tragödie. Hier koexistieren eine Vogelfängerin und ein Fernseher, ein Zug, der ewig Verspätung hat, und ein Papagei, der im daktylischen Hexameter spricht. Mit wenigen Worten ist eine Szene skizziert: «Tote Fliegen übersäten die von der Sonne ausgebleichten Zeitschriften.» Insekten und Vögel werden nicht selten zu Fabelwesen. Aus Motten werden Harpyien, wenn sie dämonengleich in den Nachmittagsschlaf einer ältlichen Jungfer eindringen. «Dieser klassische griechische Hintergrund ist ein Segen und ein Fluch zugleich», sagt Panos Karnezis. Er hat sich davon gründlich befreit. Völlig unangestrengt bewegt er sich erzählerisch zwischen der heidnischen Antike und dem Christentum. Dem studierten Diplomingenieur Panos Karnezis, der seine Erzählungen auf Englisch schrieb und sie mittlerweile selbst ins Griechische übertragen hat, sind ganz wunderbare und aufregende Erzählungen gelungen. Seine vitale und originelle Sprache hat Sky Nonhoff höchst treffend ins Deutsche übertragen. Seinen Geschichten hat Karnezis ein Gedicht des Lyrikers Konstantinos Kavafis, «Endgültigkeiten», vorangestellt. Auch Kavafis wurde auf dem Umweg über England bekannt. Seine Gedichte sind ein Labyrinth, in dem sich das Schweigen und das Geständnis, der Text und der Kommentar, die Emotion und die Ironie unentwirrbar vereinen. Das Gleiche gilt für die Erzählungen des Panos Karnezis. Barbara Spengler-Axiopoulos

Pressestimmen

"Dieses von Liebe, Verlust und den Schandtaten der Bewohner eines verarmten griechischen Dorfes handelnde Buch ist schlicht und ergreifend wunderbar. Ein bisschen Fellini, ein wenig Márquez, aber ganz und gar originell - Karnezis' Sprache ist frisch, lyrisch, natürlich und entführt uns auf magische Weise in eine gespenstisch anmutende Welt. (The New York Times Book Review)

"Sehr fein und sehr wahr: Karnezis haucht der traditionellen griechischen Gesellschaft frischen Atem ein, ohne sich über sie lustig zu machen oder sie heilig zu sprechen (und erinnert daher an Louis de Bernières' 'Captain Corellis Mandoline'.)

" (Kirkus Review)

"Für mich ist diese Sammlung miteinander verbundener Erzählungen, die alle in einem rückständigen, vom Unglück heimgesuchten griechischen Dorf spielen, das am Ende von der Landkarte verschwindet - kartographisch wie wörtlich - die literarische Entdeckung des Jahres." (The Guardian)

"Die beeindruckend originellen Erzählungen in 'Kleine Gemeinheiten' des in Griechenland geborenen Autors Panos Karnezis entwickeln sich im Verlauf der Lektüre zu einer bestechenden Gesamtheit. Angesiedelt in einem namenlosen griechischen Dorf sind sie zunächst bös-komische Momente gesellschaftlichen Unbehagens à la Maupassant oder den 'Dubliners' von James Joyce, dann allerdings werden sie zunehmend düsterer. (...) Die Geschichten in 'Kleine Gemeinheiten' sind außergewöhnlich - schockierend, farbenfroh und klangvoll. Panos Karnezis ist ein im höchsten Maße individueller Autor und er beherrscht sein Handwerk voll und ganz." (The Sunday Times)

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

 

Kundenrezensionen

10 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.3 von 5 Sternen (10 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wirklich gemein, 18. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Kleine Gemeinheiten. (Taschenbuch)
Das Buch hält, was der Titel verspricht. Es ist gemein.
In dem Buch finden sich 19 Geschichten, in denen es immer um das gleiche kleine, arme Dorf in Griechenland geht. Manche Personen kommen regelmässig vor, in einer Geschichte wird plötzlich ein noch offener Handlungsstrang beendet, von dem man gar nicht gewusst hatte, dass er noch offen ist, aber nie passiert das, was man erwartet hat.
Erinnert eine Geschichte einen gerade noch an Don Camillo und Peppone, fährt einem bei der nächsten der leise Schauder über den Rücken, den sonst eher Franz Kafka hinterlässt, nur damit die nächste Geschichte beginnt wie die lustigen Geschichten von P. G. Wodehouse (und endet, wie Stephen King ...)
Am Ende sind einem die (bisher überlebenden) Dorfbewohner schwer ans Herz gewachsen und man hofft inständig, dass sie gut schwimmen können oder so ...

Ein Buch das ich kaum aus den Händen legte - spannend - und doch kein Krimi.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Donnerwetter, ist das gut geschreiben!, 16. Oktober 2004
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kleine Gemeinheiten. (Taschenbuch)
Wenn ein berühmter alter Dichter oder Schriftsteller stirbt, steht es in allen Zeitungen. Wo aber kann man lesen, daß es einen neuen, vielversprechenden Jungautor zu entdecken gibt?

Panos Karnezis hat mit "Kleine Gemeinheiten" ein phantastisches Debüt vorgelegt. Seine Sammlung von Geschichten rund um ein kleines griechisches Dorf ist glänzend und höchst originell geschrieben. Dabei ist die Sprache klar und einfach, und doch sind die Geschichten von enormer stilistischer Spannbreite. Manche erinnerten mich an Gottfried Keller, andere an Garcia Marquez, viele schöpfen ihren Reichtum aus der griechischen Mythologie und allesamt sind sie raffiniert aufgebaut. Da gibt es dichte fesselnde Stimmungsbilder, poetische Phantasiegestalten, meisterhaft gesetzte Wendungen in der Handlung und unerwartete Schlußpointen. Das Dorf und seine Einwohner werden aus den verschiedensten Perspektiven beobachtet. Das macht die einzelnen Geschichten bunt und vielfältig. Zwar sind sie alle lose miteinander verbunden, man kann aber auch jede für sich als kleines gelungenes Kunstwerk genießen.

Am Ende liebt man dieses griechische Dorf mit all seinen Einwohnern, obwohl die sich gegenseitig nicht nur kleine amüsante Gemeinheiten zufügen sondern auch Ungeheuerlichkeiten und Schandtaten gewaltigen Ausmaßes. Lesen Sie am besten einfach selbst nach, wie Panos Karnezis es schafft, daß seine Figuren einem trotzdem ans Herz wachsen und unvergeßlich bleiben.

Das Buch ist etwas für den Leserausch und ganz besonders für Griechenlandfans.

Panos Karnezis wird mal ein ganz Großer, wenn er so weiterschreibt. Und sieht auch noch verdammt gut aus, jedenfalls auf dem Umschlagfoto. Ich empfehle sein Buch darum auch als Geschenk für die beste Freundin.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Jüngste Tag ist gekommen!, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Kleine Gemeinheiten. (Taschenbuch)
"Wir hatten uns verirrt; das war der Grund, weshalb wir überhaupt in dem Dorf landeten".
Neunzehn wunderbare Geschichten, die nur eins verbindet: das Dorf irgendwo in Griechenland. Die Griechenlandfreunde, die eine Dorfidylle suchen, werden hier enttäuscht, aber die Griechenlandfreunde, die einen herrvoragenden zeitgenössischen griechischen Schriftsteller suchen, sind hier richtig. Panos Karnezis beschreibt die kleinen Gemeinheiten, bzw. Grausamkeiten, die in dem vom Erdbeben verwüstenen Dorf passieren. "Dieses Dorf zieht Unheil an wie das Licht die Motten!"
Karnezis entblößt die Menschen. Er zeigt ihr tierhaftes Verhalten und Vorgehen. Die kleinen Kinder werden im Keller eingesperrt, der Vater macht aus ihnen eine Dorfatraktion und führt den anderen Dorfbewohner die kleinen Mädchen, die sich wie treue Hustiere verhalten, vor. Weitere Geschichten sind weniger grausam, aber in unglaublich originellen Weise geschrieben. Kakerlaken, Pferdescheiße, Totenkopf, Motten usw. alles Häßliche und Unerwünschte ist in dem Dorf zu finden. "Die Luft riecht nach Schweiß und Schuhwichse". Dort ist wirklich das Ende der Welt. Trotz der "kleinen Gemeinheiten", die eigentlich riesengroß sind, ein Meisterwerk!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen








Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar