Auf eine Art erinnert Privat-Ermittler Dallinger an den schwedischen Kommissar Wallander, und nicht nur, weil beide zwei 'l' im Namen haben. Rein äußerlich sind sie zwar ganz unterschiedlich, doch mit ihren menschlichen Schwächen und Stärken gleichermaßen sympathisch, und die Lektüre von Dallingers Ermittlungen ist so packend wie ein echter Mankell.
Berlin als Stadt wird unmittelbar spürbar, fast zu einer eigenständigen Figur, der Fall bietet Tiefgang und interessante Verwicklungen, die Charaktere sind lebendig, zeitgemäß und teils in Beziehungsgeflechte verheddert, die jeder kennt.
All das ist so gestrickt, dass man immer weiterlesen muss- dabei elegant und unaufdringlich, einfach im allerbesten Sinne.
Wo ist der nächste Dallinger? Er könnte aber ruhig ein paar Seiten länger werden!