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Während der deutschen Kaiserzeit war es bekannt als Ball-, Soiree- oder Galakleid, heute kennen wir es als Abendkleid – ein Kleid, das zu gesellschaftlichen Anlässen getragen wird.

Erst nach dem ersten Weltkrieg wurde das Abendkleid in der Mode ein Begriff. In den Zwanzigern etablierte sich in der Abendmode das Charlestonkleid – kniekurz und aufsehenerregend. Die Tänzerin Josephine Baker machte es mit ihrer Kabarettshow „La Revue Nègre“ weltberühmt. Sie tourte von London nach Paris und ihre Kostüme, die meist aus kaum mehr als aus ein paar Federn, Pailletten und Perlen bestanden, wurden von den Modeschöpfern der damaligen Zeit häufig nachgeahmt. Die modebewusste und amüsierfreudige Gesellschaft führte das knappe Abendkleid jetzt in die neuen Nachtclubs und zu eleganten Tanzveranstaltungen aus.

In den 30er-Jahren verzauberte der neugeborene Glamour Hollywoods die europäische Gesellschaft. Die Kostümdesigner der Hollywoodstudios hatten enormen Einfluss darauf wie Mode in Glamour übersetzt wurde. Sie ließen Schauspielerinnen wie Joan Crawford und Lila Damita in extravaganten Roben erstrahlen. Ihr Stil-Motto? Sex-Appeal plus Luxus plus Eleganz plus Romantik. Gegen Ende der 30er entwarfen die Designer der Kostümstudios dann eigene Kollektionen für den Handel und so fanden die glamourösen Abendkleider aus der Filmwelt ihren Weg in die Mittel- und Oberschicht.

In den späten 40er-Jahren prägte Christian Dior die Abendmode mit seinem „New Look“ – die Wespentaille und voluminöse A-Linien-Röcke wurden zum Markenzeichen des neuen Kleiderstils. Die Abendkleider wurden wieder mit einer Art Korsage ausgestattet und die wadenlangen Röcke zum Teil prachtvoll verziert. Die Verzichtsjahre während des Kriegs führten dazu, dass die Damenwelt von nun an nur noch gestylt auftreten wollte.

Seit Ende des zweiten Weltkriegs unterscheiden Modeprofis zwischen dem kleinen und dem großen Abendkleid. Das kleine Abendkleid ist das sogenannte Cocktailkleid. In den 50er- Jahren erlebte das kleine Schwarze von Coco Chanel ein Revival – ein kurzes Abendkleid, das zum Inbegriff des Cocktailkleids wurde. Die Vogue bezeichnete es als „das Kleid, das jede Frau besitzen sollte“. Es ist kurz geschnitten, etwa knielang, mit einer Etui-Silhouette, in klassischem Schwarz gehalten und wird vor allem zu lockeren Abendveranstaltungen getragen. Auf dem roten Teppich, zu Galaveranstaltungen oder hochoffiziellen Anlässen sind nach wie vor lange Abendkleider Pflicht. Zur Verleihung der Oscars werden deshalb ausschließlich bodenlange Roben getragen die aber alles andere als seriös sein müssen. Hochgeschlitzt, reich verziert, mit tiefen Dekolleté-Einblicken sorgen diese extravaganten langen Abendkleider für Aufsehen auf dem roten Teppich.