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Er ist noch immer das musikalisch bedeutendste Pult-Mysterium: Carlos Kleiber. Der ebenso scheue wie sensible Sohn des Dirigenten Erich Kleiber, selbst einer der Größten seiner Zunft, fesselt die Musikliebhaber auch über seinen Tod hinaus. Anläßlich seines zehnten Todestages, Carlos starb am 13. Juli 2004, würdigt die Deutsche Grammophon ihn mit dieser limitierten Edition.

Zunächst muß erwähnt werden, daß die DG bei der Beschriftung ihres Produkts etwas uneindeutig ist, denn "complete orchestral recordings on Deutsche Grammophon" suggeriert genaugenommen etwas anderes, als der Inhalt hergibt. Es sind die kompletten sinfonischen Aufnahmen Kleibers, nicht die kompletten Orchesteraufnahmen! Denn seine Einspielungen der Opern "Der Freischütz", "Tristan und Isolde", "Die Fledermaus" und "La Traviata" sind sehr wohl orchestrale bzw. Orchesteraufnahmen, nur eben keine sinfonischen. Vielleicht bin ich auch nur zu spitzfindig.

Der Inhalt: die DG-Sinfonien

- Beethoven: Sinfonie Nr. 5 (März & April 1974)
- Beethoven: Sinfonie Nr. 7 (November 1975 und Januar 1976)
- Schubert: Sinfonie Nr. 3 (September 1978)
- Schubert: Sinfonie Nr. 8 "Die Unvollendete" (September 1978)
- Brahms: Sinfonie Nr. 4 (März 1980)

Kleibers Musizieren

Unter den fünf hier angebotenen Sinfonien ragen zweifellos Beethovens Fünfte und Brahms' Vierte heraus. Neben den makellosen übrigen Stücken gelten sie gar als Referenzaufnahmen, als einzigartige Juwelen der jeweiligen Werkdiskographie. Doch was macht Kleibers Musizieren, die Kunst dieses ewig Selbstzweifelnden, so besonders? – Ich will es mit einem Bild versuchen zu beschreiben:

Sie haben ein Orchester, gleich einem großen Pott, in dem der Dirigent unermüdlich "herumrührt", und je besser er das beherrscht, je mehr er würzt und abschmeckt, um so exquisiter ist das Ergebnis. Und an diesem Topf steht Kleiber, ein akribischer Perfektionist, der bis ins kleinste Detail weiß, was er will. Mit höchsten Ansprüchen folgt er der Partitur, und bei seinen zahlreichen und für alle Beteiligten sehr anstrengenden Proben kommt es nicht selten zum Eklat. Nicht jeder Musiker kann ihm auf Anhieb folgen, obwohl der Maestro es bekanntlich mit den blumigsten Metaphern zu erklären versucht.

Bei seiner Arbeit kreiert Kleiber einen solch klaren und messerscharf akzentuierten Klang, daß man das Gefühl hat, er rühre mit einer funkelnden Diamantspitze am Ende des Kochlöffels: kleinste Fläche mit größter Wirkung. Und hier kommt das Einzigartige, ja Unerklärliche, zum Vorschein. Es ist, als berühre nur die Diamantspitze die Oberfläche, und dieser kleinste Punkt erzeugt einen musikalischen Feuersturm von unbeschreiblichen Ausmaßen. Dabei entsteht eine einmalige Sogwirkung. Seltsamerweise ist das nicht das Ergebnis des sehr zügigen Dirigats, denn schnelle Tempi sind kein Garant für einen solchen Effekt. Anziehungskraft braucht Masse!

Es ist ein Phänomen unserer Tage, daß vergleichsweise rasant dirigiert wird, aber keiner der Maestros erreicht Kleibers Rausch. Das liegt vermutlich daran, daß ebendieser die Masse der musikalischen Aussage, den substantiellen Inhalt in einzigartiger Weise bündeln und beschleunigen konnte. Und gerade diese komprimierte Masse von höchster Dichte reißt den Hörer mit. Wer dem Schwung, dem Glanz und zugleich den Gehalt dieser Interpretationen zu widerstehen vermag, vor dem ziehe ich respektvoll den Hut. Kleiber war keinesfalls unfehlbar, aber er schafft es noch immer, sogar einen "Furtwänglerianer" wie mich zu fesseln und zu berauschen.

In den Wiener Philharmonikern, diesem traditionsreichen Klangkörper mit dem Hang zum schwungvoll-geschmeidigen Spiel, scheint Kleiber seinen symbiotischen "Gegenspieler" gefunden zu haben. Daß die Aufnahmen einen solchen musikalischen Kulminationspunkt erreichen, liegt auch an den Wienern, die Kleibers ungeheurem Perfektionismus ebenso gewachsen sind, wie sie selbst für höchste Musizierkunst stehen.

Weiterer Inhalt der Box

Die Aufnahmen gibt es komplett neubearbeitet in 24 bit/96 kHz. Das macht Kleibers besonderen Klang noch eindrucksvoller und damit einen der besonderen Reize dieser Edition aus. Die DG hat die Mitschnitte ordentlich auf Hochglanz gebracht. Ein weiterer Pluspunkt ist die Audio-Blu-ray. Sie beinhaltet abermals die Sinfonien sowie die 70minütige Audio-Dokumentation "Carlos Kleiber - A Memoir". Abgerundet wird das gehaltvolle Paket mit einem vierseitigen Aufsatz "Carlos Kleiber, Der apollinische Dionysos", einer zweiseitigen Lebenschronik und zahlreichen Fotos, die den Dirigenten bei der Arbeit zeigen.

Die Dokumentation verbindet Wortbeiträge in (mehrheitlich) englischer Sprache mit Kleibers Musikauszügen. Man hat dabei die Wahl zwischen 2.0 LPCM und 5.0 DTS HD MA, beides in 24bit/96kHz.

Kapitel 1: Introduction
Kapitel 2: First recording: "Der Freischütz"
Kapitel 3: Early history and growth of career
Kapitel 4: Beethoven's Symphony No. 5
Kapitel 5: "Die Fledermaus"
Kapitel 6: Opera
Kapitel 7: Kleiber's conducting technique
Kapitel 8: Kleiber's self-criticism
Kapitel 9: Conclusion

Die Veröffentlichung selbst besteht aus einem etwa DIN-A5-großen Schuber mit einem Einschub in Buchgestalt.

Ein außerordentlich würdiger Tribut

Diese limitierte und optisch sehr edel anmutende Box ist meiner Meinung nach ein Glücksgriff, denn der Inhalt paßt. Punktabzüge in der B-Note gibt es nicht. Die Sinfonien sind eine vortreffliche Wahl und musikalisch meisterliche Interpretationen. Die DG hat sich große Mühe gegeben und dabei ein grandioses Produkt zusammengestellt, das dem Künstler, dem es gewidmet ist, auch voll und ganz gerecht wird.

(Zur Werkauswahl: Die Opernaufnahmen wären eine unpassendere Wahl gewesen, denn sie sind durchaus nicht unumstritten. Es sind große Aufnahmen, aber beim Freischütz fühle ich mich bei Carlos' Vater wohler, und die Fledermaus unter Karajan liegt mir auch mehr. Kleibers Sicht und die Opern vertragen sich in meinen Augen nicht immer vollends – die Kleiber-Verehrer mögen mir diese persönliche Kritik nachsehen. Die Sinfonien sind Kleibers feurigem Stil deutlich "entgegenkommender" und dementsprechend auch großartiger gelungen.)

(Die Texte sind in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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am 7. August 2014
Die Aufnahmen von Carlos Kleiber haben ohnehin schon Referenzstatus und gehören zu den besten Aufnahmen dieser Werke. Es ist höchst erstaunlich, welchen Tiefgang und welche Qualität Kleiber selbst aus mehr als bekannten Werken wie Beethovens 5. Symphonie hier herausholt. Auch die 7. Symphonie sucht ihresgleichen. Mein persönliches Highlight ist allerdings Brahms 4. Symphonie, welche in anderen Aufnahmen ebenfalls unerreicht ist.

Besonders spannend fand ich dabei nicht die Zusammenstellung - welche wirklich ganz nett ist, aber deren Inhalt ich nun schon in etlichen Versionen habe.

Vielmehr habe ich mir diese Box wegen der beigelegten Blu Ray zugelegt. Denn diese enthält die Musik in hochauflösender Qualität. Die ohnehin schon sehr gute Aufnahmequalität dieser Aufnahmen wird damit noch einmal gesteigert und gewinnt deutlich an Detailreichtum! Notwendig ist dafür allerdings die Abspielmöglichkeit und eine doch recht gute Aufnahme (wie gesagt, die urspünglichen CD waren auch schon im oberen Qualitätsbereich).

Ich muss sagen, dass sich dieser erneute Kauf der Musik auf Blu Ray klar lohnt. Ich hoffe, dass die DG noch weitere ihrer Schätze in hochauflösender Qualität auflegt - insbesondere zu diesem Preis.

(Ähnlich interssangt sind übrigens die Aufnahmen von Strauss (Karajan) und Mahler (Mehta und Karajan), welche parallel auf Pure Audio Blu Ray erschienen sind).

Für Audiophile sicherlich eine klare Kaufempfehlung und für diejenigen, welche die Aufnahmen noch nicht haben, ebenfalls ein Schnäppchen...
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am 26. September 2014
These recordings don't require any additional recommendations. They are all at least very beautiful. I own both the CDs and the vinyl releases. Although the CDs already are an improvement to the older releass, the vinyl releases add warmth and depth to rhe music. Both releases have a high quality package. I do prefer the vinyl one because it has the original jackets too. The CDs come with a BluRay with the music and recollections of Carlos Kleiber. So I can recommend the vinyl release without hesitation.
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am 1. Februar 2016
Diese Einspielungen gehören nun wirklich zu den Legenden des DGG-Kataloges.
Erst recht in der vorliegenden, wertigen und repräsentativen Aufmachung.
Insbesondere die Aufführungen der Beethoven Symphonien 5 u. 7, Brahms 4 sowie Schuberts "Unvollendete" haben nach wie vor Referenz-Charakter.
Klanglich: gut bis sehr gut.
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am 11. Juli 2014
Was soll man mit solche Angaben anfangen, kein Komponist und Werktitel angegeben. So kann hättet ihr euch sparen können!
Schade!
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