Natürlich ist der Name dieses Künstlers aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahezu jedem ein Begriff. Meine frühesten Erinnerungen sind mit einer Kunststunde in der Schule verbunden, bei der wir eines der Werke Klees nachmalen sollten. Was so einfach aussah, erwies sich jedoch als ganz schön kompliziert. Das Büchlein konzentriert sich schwerpunktmäßig auf das Werk Klees, da es bezüglich seines Privatlebens offensichtlich nicht all zu viel zu berichten gibt. Die Entwicklung seiner Kunst wird anhand der biografischen Lebensdaten nachgezeichnet:
Gliederung:
Kindheit, Jugend und Ausbildung
"Die Farbe hat mich": Die Tunis-Reise 1914
Der Erste Weltkrieg
Klees Bildsprache: Buchstabe, Zeichen, Zahl, Symbol, Emblem
Das "Universum Klee" und seine Bildwelten
Am Bauhaus in Weimar und Dessau (1920-1931)
Kunstakademie Düsseldorf (1931-1933)
Emigration und Spätwerk (1933-1940)
Epilog: Klee und Picasso
Es gibt viele Fußnoten (die aber erst im Anhang aufgelistet und erläutert werden). Zahlreiche Fotografien von Klee und seinem familiären und künstlerischen Umfeld sowie exemplarische Abbildungen seiner Werke durch die Zeiten runden die Gesamtschau ab.
Die Interpretation, z.B. zu 'ad marginem'... schloss mir eine neue Sichtweise zu diesem Bild auf. Davon hätte ich mir noch mehr gewünscht. Manche Anreihungen von Daten blieben hingegen nicht so hängen. Neu war mir, dass Klee auch eine ganze Anzahl Handpuppen (für seinen Sohn) entworfen hat.
Autor: Daniel Kupper 1956, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Medienwissenschaften, Promotion 1988; lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
Fazit: Ein guter Überblick; Heranführung an die Vielfältigkeit dieses Künstlers. Das Büchlein hat mir den Menschen Paul Klee irgendwie nicht so richtig näher gebracht, sein Werk jedoch schon.