Der Pianist Tobias Koch hat bereits einiges von Schumann vorgelegt. Hier spielt er auf einem historischen Flügel zum ersten Mal aus seiner eigenen Sammlung, einem Erard von 1853, und man merkt, wie vertraut er mit dem Instrument ist. Da sitzt jeder Ton, und jeder Akzent. Ich habe mal die Noten mitgelesen und kann nur sagen, endlich macht es mal jemand so wie es in den Noten steht. Das ist zwar manchmal ungewohnt, und ziemlich weit weg von sogen. Traditionen der Aufführungspraxis, aber es stimmt. Nicht nur wegen der rigorosen Textdeutung am Original, nein, vor allem, weil er stimmig spielt, und jedem Stück den eigenen Charakter gibt. Dabei klingt alles sehr entspannt und farbig. Interessant finde ich, wie frei er trotzdem die Musik schwingen laesst. Gerade für die Waldszenen ist das sehr wichtig. Interessant ist auch, wie anders der Erard-Flügel klingt als der Klems-Flügel auf seiner anderen Schumann-CD.