Der englische Klavierstimmer Edward Drake wird im Namen der Königin aufgefordert nach Burma zu reisen, um dort einen Erard Flügel zu stimmen, den ein mächtiger, aber aus Sicht der Engländer verschrobener englischer Militärarzt dorthin transportieren hat lassen. Drake läßt seine Frau Katharine zurück und reist in das ferne, geheimnisvolle Burma. Dort wird er von Land, Leuten und einer Burmesin in einen Bann gezogen, der ihn England vergessen läßt.
An und für sich Potential für eine spannende, fesselnde und magische Geschichte, aber leider transportiert der Autor mit seiner Sprache wirklich nur eine Geschichte ohne die möglichen literarischen Tiefen zu nutzen. Man bleibt als Leser aussen vor und wird an keiner Stelle aufgesaugt und eingesogen in den Handlungsstrang und die fremde Welt. Beim Lesen entsteht das Gefühl, daß der Autor selbst durchaus tiefe Erlebnisse und Gefühle mit Burma verbindet, diese aber leider nur in Form einer Beschreibung oder gar einer Filmvorlage zu transportieren weiß. Dabei wird man das Gefühl nicht los, daß Marlon Brando mit seinem Leben bei den amerikanischen Indianern inklusive entsprechender Freundin vorbild für den englischen Doktor war.
Auf dem Klappentext steht "für Leser von Arundathi Roy und Amitav Gosh". Ich kann nur sagen - kein Vergleich. Dieses Buch kann dem Zauber der beiden genannten Autoren nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Alles in allem kein Buch, das ich weiterempfehlen würde. Dazu bleibt es zu oberflächlich und zu wenig faszinierend