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Die Klavierspielerin
 
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Die Klavierspielerin

DVD ~ Isabelle Huppert|Benoit Magimel
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Produktinformation

  • Darsteller: Isabelle Huppert|Benoit Magimel
  • Regisseur(e): Michael Haneke
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 27. Juni 2005
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 130 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005NFL5
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.571 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit "Die Klavierspielerin", einer bitterbösen und auf verstörende Weise komischen Geschichte einer destruktiven Mutter-Tochter-Beziehung, hat Elfriede Jelinek ihren Ruf als grandiose Sprachvirtuosin gefestigt, aber eben auch einen der umstrittensten Romane der 80er-Jahre geschrieben. Die zwiespältigen Reaktionen von damals werden sich nun anlässlich von Michael Hanekes Verfilmung wiederholen. Doch der Skandal, den man angesichts dieses Stoffes vielleicht von Haneke, dem Provokateur, der manchmal auch zum Brandstifter wird, erwartet hätte, bleibt aus. Der österreichische Regisseur, der mit Filmen wie Bennys Video und Funny Games ein ums andere Mal zu weit gegangen ist, übt sich hier in einer sehr angenehmen Zurückhaltung.

Erika Kohut (Isabelle Huppert) ist Ende 30 und lebt noch mit ihrer Mutter (Annie Girardot) zusammen, von der sie tagein, tagaus tyrannisiert wird. Die Professorin am Wiener Konservatorium hat kein eigenes Leben, über jeden Schritt muss sie Rechenschaft abgeben. Sie hasst ihre Mutter und liebt sie zugleich über alles. Dieses fragile, an sich schon gefährliche Gleichgewicht der Gefühle gerät völlig durcheinander, als Walter Klemmer (Benoit Magimel), einer von Erikas Schülern, die Klavierspielerin unbedingt verführen will.

Michael Haneke erforscht die sadomasochistische Beziehung zwischen Erika und ihrer Mutter genauso wie das von Unverständnis und Intoleranz geprägte Verhältnis zwischen Erika und Walter, aber er erklärt nichts. Die Figuren bleiben ein Rätsel, dem man sich nur über ihre Darsteller nähern kann. Isabelle Huppert und Benoit Magimel wurden beim Filmfestival in Cannes mit den Schauspielerpreisen ausgezeichnet, eine Ehrung, die mehr als nur gerechtfertigt erscheint. Alleine schon Isabelle Hupperts Mut, diese zutiefst verletzte Figur zu spielen, die sich selbst immer weiter verletzt, ist bewundernswert. Sie öffnet sich hier in einem Maße, das einen beinahe erschauern lässt. So tief kann man nur selten im Kino in die Seele eines Menschen, besonders einer Frau, blicken. Was man dabei sieht, ist natürlich schockierend, aber es geht Haneke dabei nicht um den Effekt. Das Außergewöhnliche, das Unverständliche, auch das Obszöne werden kenntlich als ein Teil der menschlichen Natur. Die Klavierspielerin fordert von uns, den Zuschauern, die Offenheit und Toleranz, die seine Figuren eben nicht aufbringen können. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

Erika Kohut Isabell Huppert gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig und lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter Annie Girardot zusammen. Manchmal flieht sie aus diesem Umfeld. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten Benot Magimel sich in den Kopf setzt, sie zu verführen. Zwischen Anziehung und Abstoßung wächst die Lust. Nach einem ersten missglückten Versuch der Annäherung versuchen beide das Spiel weiterzuführen und zwar jeder nach den jeweils eigenen Regeln. Es wird ein Kampf...

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Meine Gefühle werden nie über meine Intelligenz siegen.", 27. Dezember 2009
"Die Klavierspielerin" ist ein Film von Michael Haneke aus dem Jahr 2001, nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek.

Erika Kohut (Isabelle Huppert), eine Frau um die Vierzig, Professorin am Wiener Konservatorium, lebt noch immer mit ihrer Mutter (Annie Girardot) zusammen, mit der sie sogar im gleichen Bett schläft. Von ihrer Mutter gedrillt, sollte sie eigentlich Konzertpianistin werden, aber schließlich ist sie "nur" Klavierlehrerin geworden. Ein Privatleben hat ihr ihre Mutter nie gestattet. Beide sind in einer Art Hassliebe miteinander verbunden.

Es geht um eine Frau, die von ihrer Mutter immer unter Druck gesetzt wurde, nie eigene Gefühle ausleben konnte, sondern immer nur funktionieren musste. Die Mutter beansprucht Erikas Aufmerksamkeit und Zuneigung nur für sich allein. Kontakte zu anderen Menschen versucht sie zu verhindern. Erika selbst ist nicht in der Lage Gefühle zu zeigen oder zu erwidern. Eine eigene Sexualität findet nicht statt, sie ist nur Voyeuristin. Mit ihren Klavierschülern ist sie streng und unbarmherzig, aber wahre Freude an der Musik kann sie selbst nicht empfinden, es scheint ihr eher zur Last geworden zu sein.

Im Laufe der Jahre ist sie kalt und versteinert geworden. Als der junge Walter (Benoît Magimel), einer ihrer Schüler, ihr seine Liebe gesteht, ist sie mit dieser Situation hoffnungslos überfordert. Sie kann sich ihm nicht hingeben, da sie das als Zeichen einer Schwäche auslegt, die sie nicht zulassen kann. Aus dieser Überforderung heraus, versucht sie ihn zu dominieren, wodurch sie Walter allerdings verschreckt. Als sie ihn bittet, sie zu schlagen und zu misshandeln, wandelt sich seine Liebe zu ihr in Abscheu. Im Grunde ihres Herzens sehnt sie sich nach Liebe und Zuwendung, aber die Umstände ihres Lebens hindern sie daran, das zu zeigen. Eine Katastrophe scheint unausweichlich.

Die Leistungen der Schauspieler kann man gar nicht genug loben, allen voran natürlich die fantastische Isabelle Huppert, die einem in ihrer Darstellung den Atem raubt. Ganz große Empfehlung für einen verstörend guten Film.

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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ... gestohlene Stunden in der Kälte einer fatalen Abhängigkeit, 13. Juli 2008
»Die Klavierlehrerin Erika Kohut stürzt wie ein Wirbelsturm in die Wohnung, die sie mit ihrer Mutter teilt.« [Elfriede Jelinek]

Der barocken, verbalen Sintflut in Elfriede Jelineks Romanvorlage begegnet Michael Haneke in seiner Verfilmung dieses psychologischen Realismus mit einem aalglatt vereisten, schonungslos sezierenden und urteilsfreien cineastischen Furor ohne essayistische Reflexionen.

»Gefühle sind immer lächerlich, besonders aber, wenn Unbefugte sie in die Finger kriegen.« [Elfriede Jelinek]
Der Schmerz in der Sprache sowie das Ungeheuere einer Komik sind durch Einstellungen und Montage nicht aufzulösen. Aber als unbarmherziger Visionär fordert Haneke in dieser, fast komödiantischen Parodie eines bildungsbürgerlichen Melodrams zwischen Absolutheit und Destruktion, gnadenlos unser Schauen an, unsere Lust, den Schmerz eines entmenschlichten und zu Gefühlen unfähigen, psychisch verwahrlosten Menschen als Krankheitsgeschichte gleich einem analytischen Skalpell anzustarren.

Grandios schafft es Isabelle Huppert in der Verkörperung von Erika den schmalen Grat zwischen pathologischem und psychischem Krankheitsbild zu halten. In atmosphärisch kalten Wechseln durchläuft und meistert sie die Vielschichtigkeit eines darzustellenden, konterkarierten beruflichen und privaten Daseins in einer Veröffentlichung der Tyrannei des entgleisten ES und einer Vertonung seiner Seele.
»Grausamkeit ist ein Mittel zur Demütigung, und die Figuren können nicht anders. [...] Es gibt in dem Film nur eine Gewalt gegen sich selbst, die sich als Gewalt gegen andere wendet.« [Isabelle Huppert]

... und auch Schuberts Lieder verweigern die Rettung der psychischen Zerstörung.
»Sie geht und beschleunigt langsam ihren Schritt.« [Elfriede Jelinek]

Ein sehenswerter und mehrfach preisgekrönter Film auf einer technisch einwandfreien DVD
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Über das Ausüben von Macht und Kontrolle...., 10. November 2008
Von Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Die Enddreissigerin Erika Kohut ist Klavierlehrerin am Wiener Konservatorium. Noch immer lebt sie mit ihrer Mutter zusammen in einer Wohnung, teilt sogar das Ehebett. Dabei ist sie einer ständigen Kontrolle, grossem Misstrauen ausgesetzt. Einerseits ist Erika eine unnahbare, aber selbstbewusst auftretende Zynikerin, die vor allem bei ihren Klavierschülern eine extreme Macht ausübt. Sie legt Schwächen im Spiel schonungslos und kränkend bloss.
Ihre Sexualität findet lustbringend ganz im Geheimen statt, Erika sucht Peepshows und Erotikshops auf. Schaut im Autokino nach Paaren Ausschau, die es miteinander treiben....die Lust ist geprägt von voyeuristischen, autoaggressiven und masochistischen Anteilen. Die Handlungen bleiben seltsam theoretisch.
Mit dem Auftauchen des jungen Walter Klemmer ist die einsame Erika überraschend mit dem Thema Nähe konfrontiert, reagiert zunächst abweisend. Obwohl gleich von Anfang an Feuer in der Luft liegt. Dann kommt es doch zum sexuellen Erlebnis - ein Fallenlassen ist Erika aber nicht möglich. Sie versucht den Ablauf zu steuern, um Kontrolle auszuüben und diese Kontrolle auch nie zu verlieren.
Der junge Mann liebt und muss in einem zweiten Anlauf dann auch noch verkraften, dass die geheimen Wünsche Erikas darin liegen, dass sie körperliche Gewalt spüren möchte....und eh wir uns versehen sind wir in der Hölle angelangt.
Ein verstörender Stoff, den Michael Haneke nach der Romanvorlage von Elfriede Jelinek hier verfilmt hat. Fast schon emotionslos, zumindest aber sehr kühl und pragmatisch, lässt er uns an einem neurotischen Treiben der tragischen Heldin teilhaben, ein Blick auf den Seziertisch.
Dieser Film polarisiert auch sicherlich ganz stark in den Einschätzungen, mancher wird darin ein Meisterwerk sehen, ein anderer wird das Szenario sicherlich auch ekelhaft empfinden.
Diese Wahrnehmung mag das Spiegelbild des Gezeigten sein, der krasse Schlagabtausch, der hier gezeigt wird, lässt aber zu kener zeit kalt. Auf dem DVD Cover steht "obszön, skandalös, pervers" was sicherlich so auch hinkommt. Es ist aber auch eine provokative Auseinandersetzung über die Unfähigkeit vom Ausleben von identischen Gefühlen zur gleichen Zeit - von Machtgebaren und Machtlosigkeit in einer Beziehung.
Die schauspielerischen Leistungen von Isabelle Huppert, Benoit Magimel und Annie Girardot sind sehr beeindruckend, echt und glaubwürdig. Der Film wurde mehrfach mit Filmpreisen bedacht.
Ich fand den Film sehr spannend und interessant. Für Leute, die gerne auch noch am nächsten Tag über den Inhalt nachdenken wollen...



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4.0 von 5 Sternen Ein zwiespältiger Film- aber sehenswert

"Die Klavierspielerin" ist auf jeden Fall ein Film, der einen als Zuschauer sehr mitnimmt und sich nicht in ein bestimmtes Genre einordnen läßt- vielleicht ist das aber... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Faunin veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen ...ekelhaft....
Eigentlich benutze ich das Wort "ekelhaft" überhaupt nie - bei diesem Film fiel es mir sofort ein.

Der Film, bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2007 von Top-or-Flop

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