Produktinformation
|
|
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
Die hier vorliegende CD ist ihre erste Aufnahme, die seit Jahren in Deutschland neu veröffentlicht wurde und die erste Zusammenarbeit mit Naxos. Ein wahrer Glücksgriff für das in Hongkong ansässige Label, denn die Pianistin verfügt neben einer Technik, die sehr stark an Martha Argerich erinnern läßt auch über ein Gespür für den nicht immer leicht zu haltenden Rhythmus für die Musik des amerikanischen Komponisten Louis Moreau Gottschalk.
Bereits im ersten auf dieser CD enthaltenen Stück, der grotesken Fantasie "Das Banjo" läßt Licad keinen Zweifel an ihrer Extraklasse aufkommen. Beherzt packt sie zu, im Diskant schafft sie es trotz der immensen Anforderungen auch Melodien zu zeigen, die mir persönlich bisher noch nicht aufgefallen sind. Allerdings hätte sie doch das ein oder andermal etwas sparsamer mit dem Pedal umgehen können. Verglichen mit der Version von Katsaris aus den 70-er und 80-er-Jahren würde ich ihr aber sogar den Vorzu geben.
Ein weiteres Highlight diese CD stellt das "Tournament Galop" dar, welches sehr gut mit dem "Grand galop chromatique" von Liszt verglichen werden kann sowie die Paraphrase "The Union", wobei sie auch hier nicht den Vergleich mit Ikonen wie beispielsweise Eugene List scheuen muß. Im Gegensatz zu diesem geht sie beispielsweise "Le Bananier, Chanson nègre" sogar eher zurückhalten an, auch hier wieder sehr auf Brillianz und Melodieführung achtend. Schließlich sollte auch noch die Méditation "The dying poet" hervorgehoben werden, eines der weniger virtuosen Stücke der CD, welches aber mit schönen Melodien den Hörer begeistern wird.
Insgesamt eine CD, dessen Inhalt zwar auch weiterhin (berechtigt?) wohl keine Rolle auf den Konzertpodien spielen wird, jedoch für Sammler und Genießer mehr als nur eine Bereicherung darstellen wird, zumal auch der Preis sehr entgegenkommend ist. Hoffentlich wird NAXOS auch weiterhin mit der Pianistin zusammenarbeiten!
Die Einspielung von Cecile Licad basiert zum Teil auf einem Live-Mitschnitt in Luxemburg und legt Zeugnis ab von einer erstaunlichen manuellen Perfektion der Interpretin, die ihre technische Souveränität schon durch eine Aufnahme der Chopin-Etüden aus dem Jahre 1996 beweisen konnte. Auch die erheblichen Anforderungen der Gottschalk-Stücke bewältigt sie mit einer beeindruckenden Fingerfertigkeit - flüssig in den Läufen, zupackend in den Akkorden und dabei fast nie angestrengt wirkend. Auch die zurückgenommenen Stücke - wie etwa die Ballade "La savane" - zeigen eine überdurchschnittliche Fähigkeit zu dynamischer Differenzierung. Überwiegend vermag sie auch die tänzerische Atmosphäre der südamerikanisch-karibischen Werke mit Elan und Verve gut herüberzubringen, so etwa in "Tremolo", oder das spanische Flair der "Souvenirs d'Andalousie". Zwar ist hier Philip Martin, der für das Label Hyperion das Gesamtwerk Gottschalks einspielt, manchmal noch etwas raffinierter, seine Spielweise nicht so vordergründig wie die manchmal zu eindimensional wirkende Licad; etwas französische Eleganz wie etwa bei Hamelin würde alles noch abrunden.
Insgesamt trotz der nicht immer einheitlich guten Klangqualität eine höchst erfreuliche Einspielung, die jedem Klavierliebhaber zur Erkundung pianistischen Neulandes empfohlen werden kann - zumal aufgrund des erfreulich niedrigen Preises. Es sei jedoch empfohlen, nicht alle Stücke hintereinander zu hören - das wäre wie eine Überdosis an Sahnestücken zu essen...
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
|||||||||||||||||||||||||||||||
|