Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Remember Glenn, 9. November 2008
Ein junger Mann sitzt gebeugt am Klavier,man erinnert sich an die Bilder vom jungen Glenn Gould.
Das Cover mit wirrem Haar- solche Fotos gibt es auch vom jungen Gould.
David Fray, ein neuer Stern am Pianistenhimmel ?
"Es gibt nur wenige Pianisten aus der jungen Generation, die von den derzeitigen "Major Labels" unter Exklusivvertrag genommen werden. Einer von ihnen ist der junge Franzose David Fray. Seine erste Einspielung im Mai 2007 war den Komponisten Johann Sebastian Bach und Pierre Boulez gewidmet - eine Kombination, die viel über sein breites, originelles Repertoire aussagt. Im Januar 2008 entstand sein zweites Album. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie interpretierte er vier Konzerte für Klavier und Orchester von Bach, die wie die Brandenburgischen Konzerte zu den bekanntesten Werken des Komponisten zählen. Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die David Fray bereits erhielt, zählen das "Diploma of Outstanding Merit" des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan und der Titel "Nachwuchssolist des Jahres" der Commission des Radios Francophones in Montréal (2004). Ebenfalls 2004 wählte ihn die französische Verwertungsgesellschaft ADAMI zur "Klassik-Entdeckung des Jahres". Den Durchbruch schaffte er bei einem triumphalen Konzert im Pariser Théâtre du Châtelet im Juni 2006, bei dem er in letzter Minute für Hélène Grimaud eingesprungen war."
Seine Interpretation von Bach hört sich auch an, wie ein Nachfolge dieses Bach-Spielers Gould,zB die immer wieder auftretende abhackte Spielweise.Aber dies ist nicht von vornherein ein Mangel.
Zusammen mit der Bremer Kammerphilharmonie gelingt ihm eine überaus muntere Darstellung der Konzerte, die durchaus mit meiner bevorzugten Aufnahme dieser Konzerte von Katsaris mithalten kann. Die Kammerphilharmonie hatte das d-moll Konzert jüngst mit Grimaud eingespielt. Diese Aufnahme mit Fray erscheint mir inspirierter. Deswegen ist in jedem Fall der Orchesterpart besser, differenzierter als bei Katsaris.
Unter den vorhandenen Aufnahmen eine der besten.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Glückshormone und Gänsehaut, 19. November 2008
Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so begeistert sein könnte von Werken, die ich in- und auswendig kenne! Und dass ich in der Post-Gould-Ära und nach tiefen musikalischen Bach-Offenbarungserlebnissen mit erst Evgeni Koroliov und dann Martin Stadtfeld mich noch einmal neu in die Bach-Interpretation eines Pianisten würde verlieben können. Und dann kam David Fray.
Der Gould-Vergleich wird ihm sicherlich allenthalben nachgetragen und er wird seiner zweifellos irgendwann überdrüssig werden, dennoch ist er letztendlich berechtigt: viel von der Genialität, dem fast manischen Artikulationswillen, dem Perfektionismus und selbst von den Manierismen des Kanadiers finden sich in diesem jungen Franzosen. Aber soweit sich das an seiner (in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren) 'Persona' ablesen lässt, ist er ein Gould ohne Paranoia und Neurosen, dafür mit einer unbändigen Lebensfreude und Kommunikationsbereitschaft.
Sein Bach leuchtet mit kristallener Transparenz, pulsiert und tanzt, lächelt, lacht und leidet und lässt keine einzige Note uninterpretiert. Genau diese mentale Präsenz und Gestaltungsklarheit fordert er auch von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ein und findet in ihr einen hier und da noch etwas deutsch-behäbigen, aber im Wesentlichen willigen und fähigen Tanzpartner. Im Gegensatz zu Stadtfeld ist Frays Fassung der Bachschen Werke kein rauschhafter Wurf, denn pianistische Virtuosität und jungenhafte Unbekümmertheit werden stets von seiner unzweifelhaften, intellektuellen Durchdringung selbst der kleinsten Details gezügelt. Die Sorgfalt, mit der er Übergänge gestaltet, die Hingabe an die lyrische Qualität von Melodielinien und die Freude an den typisch Bachschen Frage-Antwort-Spielen zeigen einen denkenden und fühlenden Musiker in Höchstform.
Fray schenkt uns einen Bach, bei dem einem unwillkürlich der Fuß wippt, der glücklich macht und bisweilen geradezu betroffen. Einen mitreißend lebendigen Bach. Einen Bach, gespielt mit Champagner im Blut!
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach unglaublich, 9. Januar 2009
Da kommt dieser seltsame Vogel daher aus Frankreich, ein echter Schnösel, serviert ein schmieriges Plattencover, hat eine nachlässige Frisur, ist sehr von sich eingenommen, schon wegen des Covers der CD eigentlich völlig indiskutabel, macht zu allem Überfluss auch noch einen auf Glenn Gould - und legt einen Bach auf's Parkett, der alles das vergessen macht. Seit den Tagen des seligen Glenn hat man Bachs Klavierkonzerte nicht mehr so aufregend gehört. Ich höre seit Tagen nichts anderes mehr - Unbedingt kaufen! Macht glücklich!
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