Um mit dem Positiven anzufangen: die tiefe Ruhe, die das Spiel von Fleisher auszeichnet, kommt hervorragend herüber.
Jemand, der durch die Hölle einer Jahrzehnte dauernden Krankheit gegangen ist, die ihn an der Benutzung der rechten Hand hinderte, der diese Krankheit überwunden hat, ist in seiner Mitte angekommen. Das hört man, das könnte man schon bei der CD "two hands" bewundern.
Sein Klavierspiel strahlt ein vollkommen uneitle Reife aus. Ideal für ein Mozart-Spiel. Ähnlich der Clara Haskil, die auch durch Leiden hindurch zu einem natürlichen Mozart fand.
Die Orchester-Begleitung hingegen kann gar nicht gefallen. Das ist eine Begleitung, wie man sie aus den fünfziger Jahren kennt. So "dick", so undifferenziert möchte man Mozart eigentlich nicht mehr hören. Es gibt so viele transparente Alternativen, auch bei den Klavierkonzerten,ich weise jetzt nur auf Gardiner und die english baroque Soloists hin.
Ganz schade, dass das Orchester nicht dem Niveau des Pianisten entspricht.
Wegen des Klavierspiels von Leon Fleisher lohnt sich diese CD allemal.