Ein weiterer Annäherungsversuch an die Unbegreiflichkeit Mozartscher Musik, der allerdings auf hohem bis höchstem Niveau stattfindet; das gilt sowohl für den Solisten als auch das Orchester. Da es die ideale Aufnahme nicht geben kann, schon gar nicht bei einem solchen Mammutprojekt, können nur Vergleiche herangezogen werden, und da bleiben in der Tat wenige übrig, trotz so mancher großen Namen. Möglicherweise Perahia, aber viel eher noch Zacharias mit dem Kammerorchester von Lausanne, mit dem wohl nach und nach eine ganz außergewöhnliche Gesamtaufnahme heranreift.
Bei der Brendelkassette mit der Academy of St. Martin in the Fields unter ihrem Chefdirigenten handelt es sich überwiegend um Studioaufnahmen aus den Jahren 1971-1984, die früher zumindest teilweise unter dem Philipslabel erschienen waren und nunmehr bei Decca herausgegeben werden. Auf den 10 CDs in Pappcovern befinden sich sämtliche Klavierkonzerte von Mozarts Hand, daher fehlen korrekterweise die ersten vier.
Als editorisches Projekt fällt die Sache eher mager aus. Ein zwar vorhandenes, aber überflüssiges Begleitheftchen beschränkt sich auf die Wiederholung der Inhaltsangaben auf den Pappcovern.