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5.0 von 5 Sternen
Eine der ganz großen Einspielungen aus den letzten zehn Jahren, 19. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte 12,21,23 (Audio CD)
Kinder, wie die Zeit vergeht! 2004 hat Fazil Say bei NAIVE (France) diese Einspielung vorgelegt. Sie gehört zu den besten Interpretationen des neuen Jahrzehnts. Damit implizit, erweist sich Fazil Say als einer versiertesten europäischen Musiker. Inzwischen (2011) ist die CD schon im Abverkauf gelandet. Daher ergeht mein Aufruf an alle, die noch eine repräsentative Aufnahme suchen: Zugreifen!
Wie muss man Mozart spielen? Mozart ist der Gigant der Struktur, ein Strichzeichner der Superlative. Es gibt kaum Interpretationsspielraum. Der Klang entsteht von alleine (man denke nur an die Romanze KV467), und die Partitur lässt selten irgendwelche Zweifel zu. Was also zeichnet den Mozart-Interpreten aus?
Ich meine: Präzission, Präzission, und die Fähigkeit, Miniaturen èn masse zu fabrizieren. Wer sich allerdings von den Gruppen, Phrasierungen und Variationen faszinieren lässt, der begeht den uralten Fehler, Mozart in die akademische Abteilung zu versetzen. Es gilt, auch bei Mozart die unbeendbare BEWEGUNG deutlich zu machen, und das können die wenigsten. Die Komposition zerfällt allzuleicht in ihre körnigen Bestandteile. Dabei erinnert sie sprichwörtlich an eine Sandburg am Strand.
Diese Einspielung gerät nicht einmal in die Gefahr, kleinteilig oder akademisch zu geraten. Howard Griffiths und die Züricher Musiker begleiten Fazil Say in ein und demselben Geiste. Es ist nicht leicht, Mozart zu spielen, aber wenn es gelingt, dann wird einem unvermittelt wieder klar, warum dieser Name so weithin die ganze Musikwelt überragt.
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