Wer selber auch nur ein paar anständige Töne auf einem Klavier spielen kann, der weiß, wie schwer es ist, Virtusosität und Musikalität zu verbinden. Abgesehen davon, daß es Zimerman nicht die geringste Mühe macht, auch die schwierigsten Passagen mit einer Leichtigkeit zu spielen, von der andere Pianisten auch nur träumen können, schafft er es durchweg, dem Höhrer das Gefühl zu vermitteln, es sei Liszt selber, den er zu Gehör bekommt. Da stimmt jede Note, jede Akzentuierung, begleitet von eimem fabelhaften BSO unter einem S.Ozawa in Höchstform. Gespannt lauscht der Hörer den Konzerten, möchte sie am liebsten immer wieder hören. Höhepunkt ist sicherlich der Totentanz. Hier wird Zimerman zum Teufel in Person, er trifft den Charakter des Stückes wie kein anderer. 15 Minuten musikalischen Gruselns auf allerhöchstem Niveau, eine Interpretation, die seinesgleichen sucht!