Prokofiev zählt zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine Werke sind gekennzeichnet durch die Vermischung verschiedener Musikstile. So bewegen sich auch seine fünf Klavierkonzerte zwischen gewagter Harmonik, ausgeprägter Rhythmik, angedeuteter Atonalität einerseits und lyrischen, ausdrucksstarken Melodielinien andererseits.
Ashkenazy hat den Geist von Prokofievs Musik in dieser Aufnahme spürbar verinnerlicht. Seine Präzision, sein Fingerspitzengefühl (im wahrsten Sinne des Wortes) sowie seine bedingungslose Hingabe machen aus jedem einzelnen Konzert einen echten Leckerbissen. Die Gegensätze der Strukturen und Stimmungen sind kongenial eingefangen, wobei das große Ganze stets erhalten bleibt. Das London Symphony Orchestra unter André Previn läuft zu wahrer Hochform auf und erweist sich als gleichberechtigter Partner.
Die Aufnahmen stammen von 1975 und bieten selbst für heutige Verhältnisse ein äußerst klares, sattes und vor allem natürliches Klangbild. Somit werden diese Interpretationen zu echten Kostbarkeiten, die man jedem noch so anspruchsvollen Musikfreund wärmstens empfehlen kann.