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Klavierkonzerte 1 & 2 / Klavierwerke solo
 
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Klavierkonzerte 1 & 2 / Klavierwerke solo [Box-Set]

Wiener Symphoniker , Adam Harasiewicz , Heinrich Hollreiser , Frederic Chopin Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Frederic Chopin
  • Audio CD (2. Januar 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 10
  • Format: Box-Set
  • Label: Decca (Universal)
  • ASIN: B000KX0G42
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 75.790 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Fono Forum, April 2007

Kaum ein anderer großer Pianist des 20. jahrhunderts hat sich so sehr an einen Komponisten gebunden: Den 1932 geborenen Polen Adam Harasiewicz kann man durchaus als "Chopinisten" bezeichnen [...] Zwei Jahrzehnte war Harasiewicz weltweit "der" Chopin-Botschafter, und aus diesen Glanzzeiten stammt auch fast seine komplette für Philips produzierte Chopin-Diskographie, die jetzt, nach längerem Archivschlaf, in der "Eloquence"-Serie bei Decca wiederveröffentlicht worden ist - auf zehn gut restaurierten CDs [...]Wo man auch hineinhört in diese wichtige Edition, man ist sofort gebannt von der unprätentiösen Intelligenz und der beredten Klarheit seines Chopin-Spiels, das den lyrischen Kern von Chopins Musik trifft und so in fast allen Genres einen bis heute gültigen Standard setzt.

Kurzbeschreibung

Er hat sein Musikerleben ganz seinem genialen Landsmann geweiht, und ohne Zweifel gehört der Pole Adam Harasiewicz zu den größten Chopin-Interpreten nach dem 2. Weltkrieg. Seit er 1955 gegen keinen Geringeren als Vladimir Ashkenazy in Warschau den prestigeträchtigen Internationalen Chopin-Wettbewerb gewinnen konnte, steht sein Name in einer Reihe mit Pianisten wie Vladimir Horowitz, Arthur Rubinstein und Claudio Arrau. Doch Harasiewicz ging es in der Folge nie um die Entwicklung eines breiten Repertoires und schon gar nicht um weltweiten Starrummel. Stattdessen konzentriert er sich bis heute konsequent auf seine Passion - die Klaviermusik Frédéric Chopins. Vielleicht ist er deshalb nie einer der ganz großen Stars geworden, fragt man aber einen Pianisten nach den wichtigsten Chopin-Interpreten, dann wird man einen Namen einhellig immer wieder hören: Adam Harasiewicz.

Es ist ein Glücksfall der Aufnahmegeschichte, daß Philips Classics, einst wie heute die Heimat von Klaviertitanen wie Svjatoslav Richter, Claudio Arrau und Alfred Brendel, die Weitsicht hatte, den erst 25-jährigen Polen 1958 zu verpflichten und ihm alle Zeit zu lassen, um seine Vision dieser Musik zu entwickeln und festzuhalten. So entstanden bis 1971 Einspielungen der wesentlichen Klavierwerke Frédéric Chopins, die bis heute Maßstäbe setzten. Harasiewiczs Chopin-Stil ist schwer zu beschreiben, denn seine profunde Durchdringung des Materials erlaubt es ihm, sozusagen eine Synthese all dessen zu erzielen, was die Musik Chopins ausmachen kann: Die Präzision eines Pollini ist ihm ebenso zu eigen, wie die Dramatik eines Rubinstein, er gebietet über die Virtuosität eines Horowitz und die Poesie von Claudio Arrau. Doch seine Persönlichkeit tritt, anders als bei den Genannten, stets hinter das Stück zurück, das er gerade spielt. Vielleicht ist es das, was Harasiewiczs Chopinspiel so einmalig macht.


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
I have owned the Philips vinyl set of of Harasiewicz's Chopin for many years. As a New Year's resolution for Chopin's bicentenary year, I have been listening to the complete set. I can fully endorse what is said in the "Kurzbeschreibung".
Potential problems with boxed sets are consistency of performance on the one hand and on the other the tendency for any mannerisms to become annoying through repeated hearing. The Harasiewicz set has no such problems: the playing is of a high order throughout. The interpretations are magisterial, the playing very consistent and clean, and free of mannerisms. Above all the interplay or perhaps rather, alternation, of euphoria and tragedy so characteristic of Chopin is captured, without any sense of exaggeration. In this respect Harasiewicz's playing somewhat reminds me of his distinguished compatriot, Artur Rubenstein.
The puzzle is why Harasiewicz is not more generally well known. A Google search throws up about 10 pages of results, which however don't yield much information about him and he doesn't appear in the Jonathan Summers/Naxos "A-Z of Pianists"[ASIN:B000N2G1J4 A-Z of Pianists]. The Wikipedia entry is a stub. Why Harasiewicz has almost disappeared from view (or ear!) remains unclear, perhaps a too narrow focus on Chopin or a disinclination to play the public relations scene.
This Eloquence CD boxed set at its very reasonable price is not to be missed, especially for those who would like to survey Chopin's complete oeuvre in this anniversary year.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernd Grill TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Der polnische Pianist Adam Harasiewicz gewann 1955 den renommierten Chopin-Wettbewerb, ist aber seit dem Triumph Krystian Zimermans zwanzig Jahre später an gleicher Stelle etwas in Vergessenheit geraten, zumal Harasiewiczs medienscheues Auftreten zwar von völliger Hingabe an die Kunst zeugt, aber nicht zur Steigerung seines Bekanntheitsgrads beitrug.
Der größte Mangel dieser Box ist jedoch zunächst einmal die lieblose Ausstattung, die indes allen Boxen der Eloquence-Reihe eigen ist: das Booklet (wenn man es überhaupt so nennen möchte!) zählt lediglich die Tracks auf, verzichtet aber auf jegliche Hintergrundinformationen zu den Werken und - was in diesem speziellen Fall noch viel ärgerlicher ist - zum Künstler selbst. Während Informationen zu den Klavierwerken Chopins noch recht einfach zu erhalten sind, sieht das bei dem fast schon vergessenen Interpreten anders aus.
Trotz allem verwundert es nicht wenig, daß dieser Pianist kaum mehr bekannt ist, denn Harasiewiczs Potential ist in Kennerkreisen völlig unumstritten. Gut, auf der Suche nach "modernem" (was auch immer dieses bisweilen furchtbare Wort eigentlich bedeuten mag!) Chopin wird man hier sicherlich enttäuscht, denn der Stil des Polen war alles andere als spektakulär, sondern schnörkellos und introvertiert. Eine derartige Spielweise mutet aus heutiger Sicht möglicherweise überholt an, aber die zweifellos vorhandenen gestalterischen Pluspunkte verdeutlichen doch eindrücklich, um welch großen Interpreten es sich hier handelt. Speziell die Nocturnes werden hoch gehandelt, auch wenn es sich hier um Einspielungen handelt, die in ihrer Schlichtheit und unaufgeregten Art kaum einen größeren Kontrast eingehen könnten als zur Aufnahme mit Maria Joao Pires, die unter den modernen (schon wieder dieses Wort!) Einspielungen einen Ausnahmerang einnimmt. Der polnische Pianist ordnete Details stets einer strukturellen Herangehensweise an die Musik unter und betonte so eher ihren Verlaufscharakter anstatt ihre Finessen und kühnen harmonischen Wendungen. Technik und Stiltreue gehen bei Harasiewicz eine vollständige Symbiose ein, die teils zu Einspielungen führt, wie sie kaum exemplarischer sein könnten.
Der etwas veraltete Stil, der modernen Marktanforderungen doch ziemlich widerspricht, wird vielleicht den einen oder anderen Käufer als zu bieder abschrecken. Wer sich jedoch die Mühe macht und versucht, tief in das Geheimnis Harasiewiczs einzudringen, wird hier durchaus reich belohnt, zumal die günstige Investition eine mögliche Enttäuschung deutlich abmildert. Der größte Kritikpunkt insgesamt ist das Booklet, während die Interpretation durchaus beachtlich sind. In der Gesamtheit der Chopinschen Klavierwerke bleibt die Pflichtanschaffung mit Artur Rubinstein (RCA) wohl unübertroffen, aber hier liegt eine überzeugende Alternative eines aufrichtigen Künstlers zur Erweiterung des Horizonts vor.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Chopin kann ich nicht ausstehen. Zu kitschig, zu aufgemotzt. Doch dann gibt es die Aufnahmen von Harasiewicz, die wirklich ganz anders als alle übrigen Interpretationen sind. Nüchtern, analytisch, schlank, und auf einmal merkt man, dass offenbar die ganzen übrigen Chopin-Interpreten völlig daneben liegen, denn letzten Endes nur unter den Händen von Harasiewicz gelingt eine phänomenale Musik, die diesen Namen auch verdient. Absolute Kaufempfehlung.
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