Produktinformation
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| 1. Konzert für Klavier und Orchester op. 54 |
| 2. Konzert-Allegro mit Introduktion 134 |
| 3. Introduktion und Allegro appassionato 92 |
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erfrischende (Wieder-)Entdeckung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzert Op.54 (Audio CD)
Seit die Welle der historischen Auffuehrungspraxis das gesamte Musikbusiness erfasst hat, mussten wir von so manchem alt-geliebten Abschied nehmen und konnten so vieles neu kennenlernen. Um einige nicht unbedeutende Werke hat dieser neue Ansatz aber einen eigenartig grossen Bogen gemacht. Das Klavierkonzert von Schumann gehoert sicherlich dazu. Noch immer wird der 1. Satz meist eine schlechte Karikatur seiner selbst, der 2. geraet zu langsam, dafuer der 3. zu schnell.Mit der Aufnahme von Christian Zacharias und dem Orchestre de Chambre de Lausanne ist jetzt aber eine CD erhaeltlich, die sich an der urspruenglichen Intention Schumanns orientiert. Das heisst nicht, dass die Interpretation deshalb stur wird, in einem guten Rahmen nimmt sich Zacharias auch kuenstlerische Freiheiten heraus. Aber: das Werk beginnt mit einem Allegro, welches nicht nach 3 Takten willkuerlich zum Adagio verbogen wird. Bis zum langsameren Zwischenteil wird das Tempo im grossen und ganzen gehalten, dafuer kriegt dieser jetzt seinen Sinn. Der zweite Satz gelingt gefuehlvoll und transparent, ohne in die Sentimentalitaet zu versinken. Sicher gibt es Aufnahmen, wo der Uebergang zum letzten Satz als bessere Einheit erscheint, aber dann dieser letzte Satz, welche wunderbare Entdeckung! Das Tempo ist so gewaehlt, dass auch die schnellen Laeufe des Solisten gestaltet werden koennen, also kein andauerndes ziehen und stossen. Dafuer wird die Artikulation umso genauer und das Spiel des Orchesters wunderbar leichtfuessig. Die Fugato-Stelle kommt nicht durchgepeitscht daher, sondern wandelt sich zu einem eigentlichen Juwel des Satzes. Neben dem a-moll Konzert sind zwei unbekannte Konzertstuecke zu hoeren. Auch dies lohnenswerte Entdeckungen. Das Orchestre de Chambre de Lausanne gibt sich keinerlei technische Bloessen und das Zusammenspiel mit dem Solisten (und Dirigenten) klappt ausgezeichnet. Nicht zufaelligerweise erfaehrt man im Begleittext, dass Zacharias oefters mit dem Orchester arbeitet. Klanglich muss sich die Aufnahme aber einige Fragezeichen gefallen lassen. Die Philosophie dahinter nennt sich "audiophil", d.h. es wird auf technische Veraenderungen des Klangs konsequent verzichtet. Diese Tendenz ist sicher gerechtfertigt, auch wenn man auf puritanischen Eifer verzichten sollte. Fuer das Soloinstrument ist auch das Resultat bestechend: Der Fluegel klingt in allen Lagen voll, v.a. der schoene Koerper der tiegen Register gibt eine optimale Grundlage. Fuer einige verschwommene Stellen in der Kadenz ist wohl auch der Pianist verantwortlich. Der Orchesterklang dagegen bleibt eigenartig flach. Die Forte-Stellen wollen nicht recht rund werden, v.a. der Klang der tiefen Streicher bleibt recht duenn. Trotzdem ist die Aufnahme sehr zu empfehlen und es ist zu hoffen, dass das Beispiel dieser "neu-alten" Schumann-Interpretation Schule macht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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