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Klavierkonzert Nr. 1
 
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Klavierkonzert Nr. 1

Krystian Zimerman Audio CD
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Produktinformation

  • Orchester: Berliner Philharmoniker
  • Dirigent: Simon Rattle
  • Komponist: Johannes Brahms
  • Audio CD (24. Februar 2006)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal)
  • ASIN: B0007IK4L0
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.549 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Anhören  3. Piano Concerto No.1 in D minor, Op.15 - 3. Rondo (Allegro non troppo)12:09EUR 2,39


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Klavierkonzert Nr. 1

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vorzügliche Interpretation in bester Aufnahmequalität, 25. Februar 2006
Beim ersten Ansehen der CD hat mich die Dauer des Kopfsatzes etwas skeptisch gestimmt. Über 23 Minuten bedeutet zwar nicht, dass diese Einspielung zu den langsamsten gehört, die auf dem Markt sind, aber mir gefällt der Kopfsatz zügig gespielt deutlich besser (etwa in der Abbado/Pollini-Aufnahme, wo er 21 Minuten dauert). Nach Brahms' Metronomangaben dürfte der Kopfsatz sogar nur 17 Minuten dauern. Aber das Tempo des Kopfsatzes ist sicher eine Geschmacksfrage. Und wenn die Spannung über den gesamten Satz so gehalten wird, wie in dieser Einspielung, schadet diesem Satz auch ein langsameres Tempo nicht.

Sofort beim Anhören fällt die ungemein gute Aufnahmequalität auf(es handelt sich um eine Studioaufnahme), die Präsenz des Orchesterklanges, die Durchhörbarkeit, die gerade bei einem solchen massigen Konzert von Bedeutung ist. Hinzu kommt eine - vor allem im ersten Satz - sehr starke Aussteuerung des Klaviers (ähnlich wie in der Abbado/Pollini-Aufnahme), wobei mir das deutlich im Vordergrund stehende Klavier sehr gefällt (was aber sicher auch eine Geschmacksfrage ist).

Die beeindruckendste Stelle dieser Einspielung ist für mich der Eintritt der Reprise im ersten Satz. Die Durchführung - schon etwas zügiger im Tempo genommen - beschleunigt nochmal und mündet im Hauptthema, das nun im vollgriffigen Klaviersatz erscheint. Und Zimerman meißelt die Akkorde des Hauptthemas in die Tasten, dass man meinen könnte, der Flügel könnte unter ihm auseinanderbrechen. Diesen Repriseneintritt habe ich bislang nirgends packender erlebt. Aber es ist auch genügend Zeit für innehaltende Momente, z. B. der Seitensatz des ersten Satzes.

Eine Einspielung, die es mit meiner bisherigen Lieblingsinterpretation mit Abbado/Pollini mehr als aufnehmen kann: Eine vorzügliche Interpretation gepaart mit bester Aufnahmequalität. Fünf Sterne.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen auf der Suche nach dem perfekten Klang, 28. Februar 2006
Saltzwedel beschreibt in einem Artikel die schier ins Uferlose ausartende Arbeit, die der Pianist Krystian Zimerman betreibt, um den perfekten Klang und den vollkommenen Ausdruck der Musik zu finden. Er vergleicht dabei diesen außergewöhnlichen Künstler mit einem Samurai, der unaufhörlich übt und trainiert für den einen einzigen Schwerhieb, der alles entscheidet. Die Tatsache, dass Zimerman nur auf eigenen Instrumenten spielt ist hierbei schon fast eine natürliche Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt dass er auf seinen Tourneen gleich mehrere Klaviaturen mitnimmt, um sie je nach Bedarf (d.h. je nach Komponist) einzubauen. Die Beherrschung des Instruments, die technischen Fertigkeiten, kurzum die Pianistik, deren Meisterschaft bei Zimerman ohnehin nicht diskutiert werden muss, wird bei solchen Überlegungen zwar nicht außer Acht gelassen, aber gerät dennoch fast zur Nebensache als nur eine von mehreren Faktoren, die zur Ausformung der Musik unerlässlich sind. Und so verwundert es einen nicht, wenn Zimerman von sich selbst behauptet, dass 80% (!) seiner Übung ohne Instrument stattfindet.
Mit dem ersten Klavierkonzert von Brahms hat man mit Zimerman eine sehr passende Paarung gefunden, bedenkt man die Tatsache, welch schwere Geburt die Entstehung des Konzertes im Leben des Komponisten war. Und Zimerman, der dieses Konzert schon seit vielen Jahren im Repertoire hat, legt mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle eine Aufnahme hin, die an Gestaltungskraft kaum zu überbieten ist. Es macht absolut Freude, zuzuhören, wie Zimerman die Oktaven donnert und die Akkorde in der Reprise in den Flügel knallt. Es ist absolut faszinierend wie behutsam und mit wie viel Feingefühl das zweite Thema des Kopfsatzes ausgeleuchtet wird. Und die Berliner Philharmoniker, ohnehin eines der besten Orchester auf der Welt, stehen Zimerman in nichts nach. Die leisen pianissimo Stellen des zweiten Satzes gehören zu den Gänsehautmomenten der CD: man könnte in der Philharmonie eine Stecknadel fallen hören und doch hört man jeden einzelnen Ton in verblüffender Klarheit und Transparenz. In punkto klanglicher Ausdifferenzierung wird man kaum etwas Vergleichbares finden.
Zimerman's Aufnahmen haben seit jeher aufgrund ihrer relativen Rarität immer etwas Exklusives an sich, und unter den vielen nicht unbedeutenden Einspielungen des Brahms Klavierkonzertes wird diese Aufnahme ihren ganz besonderen Rang einnehmen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es gibt nur einen Krystian Zimerman!, 17. September 2006
Von 
Das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms sprengte den bis dahin gekannten Rahmen eines Klavierkonzerts. Brahms spielte es bei der Uraufführung 1859 in Hannover eigenhändig. Es war weitaus länger als üblich, voll von dunklen Farben, scharfen Kontrasten auf der einen und sanften, intimen Motiven auf der anderen Seite. Die Komposition des Stückes dauerte vier Jahre, wobei Brahms es als Sonate begonnen, in eine Symphonie umgeschrieben und als Klavierkonzert vollendet hat. Das Werk reflektiert unter anderen den Selbstmordversuch von Robert Schumann, der den Freund des romantischen Genies deutlich mitgenommen hat. Die erste Kritik ging mit dem Klavierkonzert hart ins Gericht und bescheinigte Brahms ein "Würgen und Wühlen, ein Zerren und Ziehen". Doch heute wissen es besser. Dieses Werk war einfach seiner Zeit mehr als nur ein Stück voraus und es erfordert heute noch ein mehr an Auseinandersetzung als vergleichbare Werke.

Krystian Zimerman, der 1956 in Polen geboren wurde und heute in der Schweiz lebt, hat sich lange und intensiv damit beschäftigt, immer wieder und am liebsten bei Nacht: "In der Nacht habe ich Ruhe, in der Nacht fließt die Zeit anders, in der Nacht zu arbeiten ist fantastisch. Ich spüre plötzlich dieses Fieber, ich kann nicht mehr weg vom Flügel, und das Nächste, was ich realisiere, ist, dass es bereits sechs Uhr früh ist. Es gibt so viel zu tun - und das Lernen dauert bei mir so lange. Ich brauche eine Periode von zehn Jahren, um ein Stück wirklich fertig zu haben". Zimerman spielt nur einen kleinen Teil seines Repertoires vor Publikum und noch weniger lässt er aufnehmen und veröffentlichen. Er ist ein selbstkritischer Interpret, der sorgsam darauf bedacht ist, nur ein Optimum für die Nachwelt festzuhalten. Deshalb ließ ihn das erste Klavierkonzert von Brahms auch keine Ruhe. Er hatte es bereits mit den Wiener Philharmonikern einmal aufgenommen und war mit der Aufnahme überhaupt nicht zufrieden, u.a. weil er nicht seinen Flügel, welcher auf dem Weg nach Wien beschädigt worden war, benutzen konnte. Im Vorfeld dieser Aufnahme konnte sich Zimerman ausführlich mit dem Flügel auseinandersetzen und es vor allem nach seinen Vorstellungen vorbereiten, was Zimerman extrem wichtig ist.

Krystian Zimerman beweist mit dieser Aufnahme erneut, dass er ein absoluter Ausnahmepianist ist und wird seinem Ruf mehr als gerecht. Er ist kompromisslos in seinem künstlerischen Perfektionismus, kraftvoll und zugleich sensibel in seinem Spiel. Farbig, brillant, federnd virtuos gestaltet er die Sturm-und-Drang-Wildheit der Ecksätze, wie beflügelt von einer Kraft, die von innen kommt und die stets die Leichtigkeit der geistigen Durchdringung spüren lässt. Das Glück wird perfekt im meditativen Adagio-Satz, der bei Zimerman zum Choral wird, oder besser: zum gesungenen Gebet. Wenn er sich als Medium versteht, das dem Geist des Komponisten und der Musik so nah wie möglich zu kommen versucht, dann wird das hier am deutlichsten.

Die Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle begleiten Zimerman grandios, um nicht zu sagen perfekt. Wenn man sich die erste Einspielung mit den Wiener Philharmonikern anhört, fällt diese zur Interpretation von Rattle und seinen Berlinern deutlich ab. Die Berliner Philharmoniker stellen mit dieser Aufnahme wieder einmal unter Beweis, dass sie das beste symphonische Orchester der Welt sind. Die Wiener haben dagegen ihre Vorzüge mehr bei Opernaufführungen und Aufnahmen. Die Klangfarben des Orchesters unter Rattle sind eine wahre Pracht und jede Sekunde der Aufnahme ist ein purer Genuss. Dabei lassen weder Zimerman noch Rattle Effekthascherei aufkommen, diese Interpretation ist entstanden aus gründlicher Reflexion und tiefem Verständnis für die Musik von Johannes Brahms.

Es gibt keine schönere Aufnahme vom ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms. Die interpretatorische Qualität geht weit über das übliche Maß hinaus. Die Berliner Morgenpost bemerkte treffend: Es gibt viele großartige Pianisten, aber nur einen Krystian Zimerman"!

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Kaufen und genießen!
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