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Klavierkonzert Nr. 1

Johannes Brahms Audio CD
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Produktinformation

  • Orchester: Wiener Philharmoniker
  • Dirigent: Leonard Bernstein
  • Komponist: Johannes Brahms
  • Audio CD (4. September 1984)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche G (Universal)
  • ASIN: B000001G57
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.321 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. 1. Maestoso - Poco Più Moderato
2. 2. Adagio
3. 3. Rondo Allegro Non Troppo

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5.0 von 5 Sternen Virtuosität und Harmonie 2. Februar 2009
Von André Beßler TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Das Erste Klavierkonzert von Johannes Brahms, das er 1859 eigenhändig in Hannover uraufführte, war fraglos seiner Zeit weit voraus. Hier offenbaren sich dem Hörer die zähen inneren Auseinandersetzungen des Komponisten, der langwierige Kampf mit den Ansprüchen an sein Künstlertum bis hin zu seinen Zweifeln an der geeigneten Ausdrucksform - aber auch seine beachtliche Fähigkeit, mit Widersprüchen zu leben, als Künstler und als Mensch. Brahms hatte sein Werk als Sonate begonnen, dann an eine Sinfonie gedacht und schließlich mit den großbürgerlich-aristokratischen Hörgewohnheiten jener Tage gebrochen. Dementsprechend vielschichtig zeigt sich uns diese Komposition. Weitaus länger als vergleichbare Werke, farbenreich und voller Kontraste, andererseits mit einer Vielzahl sanfter und intimer Motive.

Krystian Zimerman meistert scheinbar mühelos die kompliziertesten Setzungen. Souverän gewinnt er dem stimmungsreichen Werk unvermutete Feinheiten und eine Fülle von Schattierungen und Überraschungen ab. So fügen sich grandiose Steigerungen in eine - alles in allem - sehr elegant-akzentuierte Artikulation. Zudem zeigt sich einmal mehr, die Wiener Philharmoniker sind ein Weltklasse-Orchester, das unter Leonard Bernstein zugleich mit beispielloser Verve und Akkuratesse spielt. Sie folgen seinen Intentionen mit einzigartiger Hingabe und ihre instrumentalen Qualitäten sind in allen Lagen außergewöhnlich. Bernstein und sein Ensemble müssen das anspruchsvolle Werk im Vorfeld der Aufnahmen minutiös und akribisch durchgearbeitet haben, sonst wäre das Ergebnis gewiss nicht so überragend ausgefallen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krystian Zimerman-Glanzleistung 2. September 2009
Von Fidelio
Format:Audio CD
Beim 1.Klavierkonzert entsteht bei dieser Aufnahme die Spannung insbesondere durch das verblüffend wuchtige, langsame Orchesterspiel und den modernen, eleganten Klavierpart. Zimermans initialer Einsatz gerät klar und relativ einfach, entwickelt Pathos und nimmt in Dialog mit dem Orchester an Spannung ständig zu. Ob Bernsteins Leistung für sich genommen exemplarisch ist, bleibt dahingestellt, aber trotz langsamer Tempi (in allen Sätzen bleibt Bernstein um Minuten langsamer als andere Dirigenten: 24'35"; 16'28"; 13'00"), mit für Brahms schier untypischer, drastischer Übertreibung erzeugt er mit dem Orchester expressive "Turbulenzen" und den "Widerstand" für den geschliffenen, feinen Solopart, wodurch dieser Konzertmitschnitt so abwechslungsreich erscheint. Bei langsamen Tempi hört man vom Orchester viele lebendige Nunacierungen und der Dirigent versteht es mit langem Atem, die "rhythmische" Spannung stets aufrecht zu halten, z.B. beim langen Wechsel von den Eingangstutti zum zweiten Thema, ohne die Musik zu sehr in kleine Sequenzen zu zergliedern. Das Maestoso/der Kopfsatz fordert bereits von der Komposition her zu größtmöglichen Kontrasten heraus: heftige Paukenwirbel, "erzürntes" Eingangsmotiv, lyrisches Thema, danach Einsatz des fast solistischen Klavieres in piano-Lautstärke und später ein choralartiges, zuerst vom Klavier vorgetragenes Thema. Während Zimerman mit seinem einfachen Eingang genau trifft, erscheinen die klanglichen Kontraste durch ein gewaltiges Orchestergewitter zusätzlich verstärkt. Der zweite Satz, über den Brahms einst an Clara Schumann schrieb "Auch male ich an einem sanften Portrait von Dir, das dann Adagio werden soll." wirkt wie ein gemessenes, harmonischeres, mit der gebührenden Wärme vorgetragenes Zwiegespräch, während im Rondo Zimermans Klavierpart besonders elegant-virtuos und frisch einsetzt. Diese Aufnahme des 1.Klavierkonzertes ist für mich ein Höhepunkt des CD-Bestandes, so dass sich danach aufgenommene, darunter auch diejenige mit Krystian Zimerman selbst, daran messen müssen.
Krystian Zimerman, Wien PO, Leonard Bernstein, 1983, DDD, live
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht einfach nicht besser ! 8. Juli 2012
Von Havauka
Format:Audio CD
Die Live-Aufnahme des ersten Klavierkonzerts von Johannes Brahms mit Krystian Zimerman, Leonard Bernstein und den Wiener Philharmonikern ist die von mir am meisten gespielte CD. Und das vor allen Dingen wegen dreier großer Stars:

Der erste Star ist der wunderschöne Klangkörper der Wiener Philharmoniker. Es ist einfach ein Traum, diesem wunderbaren Orchester mit dem tollen Bläsersound zuzuhören, vor allen Dingen im ersten Satz im zweiten Thema, wenn die Bläser bei der Triolenbegleitung des Klaviers in immer tiefere Regionen absteigen. Der Gesamtklang ist wunderschön und entspannt, was zeigt, daß diese tollen Musiker die Zusammenarbeit mit Bernstein sehr genießen.

Der zweite Star ist der Dirigent Leonard Bernstein. Er entpuppt sich hier als ein Meister der Langsamkeit. Besonders die Interpretation des zweiten Satzes hat er revolutioniert wie kein anderer und dieses (bisher so mittelmäßig interpretierte) Konzert in eine romantische Goldgrube der ersten Klassen verwandelt. Auch die Coda des dritten Satzes zelebriert er mit einer Ruhe und Ausgewogenheit, die ich so nie wieder gehört habe. Ich vermute, daß er seine Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Glenn Gould hier in vollendeter Form eingebracht hat.

Der dritte Star ist natürlich Kristian Zimerman. Es ist bekannt, daß er sehr viel Zeit mit Bernstein bei der Einstudierung dieses Konzerts verbracht hat. Es hat sich gelohnt: er spielt es makelos, die Rubati sind perfekt, die Tempi ausgewogen, die Dynamik ist gut, der Klang ist edel, insgesamt ist es ein musikalisch perfektes Spiel auf allerhöchstem Niveau.

Fazit: die Aufnahme hat 10 Sterne verdient. Es geht einfach nicht besser !
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