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Klausen: Roman
 
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Klausen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Andreas Maier
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (18. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518413406
  • ISBN-13: 978-3518413401
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 571.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andreas Maier
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gut 200 Seiten ohne einen einzigen Absatz. Sperrig? Ja, natürlich. Schlecht? Nein, absolut nicht. Im Gegenteil: mit das Beste und Erfrischendste, was die deutsche Literatur zurzeit zu bieten hat.

Leicht macht er es dem Leser nicht, dieser Andreas Maier: Schon in seinem vor zwei Jahren erschienenen Debütroman Wäldchestag verzichtete er komplett auf den Text gliedernde und die Augen schonende Absätze; zudem gab er alle Dialoge fast durchgehend in indirekter Rede wieder. Diese Qual erspart er uns in seinem zweiten Buch, Gott sei Dank: In Klausen wird in direkter Rede kommuniziert -- das ist ja schon einmal etwas.

Ort des Geschehens ist wieder ein kleines Städtchen in der Provinz: das südtirolische Kaff Klausen eben, in der Nähe von Bozen gelegen. Albrecht Dürer soll von dem Nest anno 1494 zu seinem Gemälde Das große Glück angeregt worden sein; heute dominiert ein gigantischer, auf hohen Stelzen alles überragender Viadukt der Brennerautobahn das Stadtbild. Mehr Wissenswertes gibt es über Klausen kaum zu sagen. Und doch enthüllt uns Maier einen Mikrokosmos von Feindschaften, kleinkriminellen Verstrickungen und bösen Intrigen: Die Ereignisse und das einhergehende Gerede schaukeln sich hoch, und am Ende geht es um nicht weniger als einen ominösen Überfall, Grundstücksspekulationen, Drogenhandel und schlussendlich sogar einen vorgeblichen Versuch von Umweltaktivisten, die Autobahnbrücke zu sprengen. Oder ist doch alles nur Quatsch, dahergeredet und breitgetreten?

Maier entlarvt in seiner Provinzposse auf das Herrlichste die selbstüberzeugte Flach- und Blödheit der Kleinstadtmenschen, deren Horizont nur bis zum Ortsausgangsschild reicht und die doch glauben, Bescheid zu wissen über die Welt. Klausen liest sich, als wären Thomas Bernhard und Eckhard Henscheid -- beides begnadete Karikaturisten der Provinz -- zusammen einen trinken gewesen. Ein großartiger moderner Heimatroman, bei aller Abgedrehtheit sehr wahr und gerade deshalb in höchstem Maße komisch. --Christoph Nettersheim

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2002
"Glänzend konstruiert" findet Rezensent Hubert Spiegel im Aufmacher der Literaturbeilage diesen Roman: ein "hochkomisches Pamphlet wider die Seuche Zivilisationslärm", eine "hintersinnige Apologie der Stille" und eine Kriminalgeschichte zugleich. Autor Andreas Maier gehöre seit seinem Debüt "Wäldchenstag" vor zwei Jahren ohnehin zu den "interessantesten Stimmen der jungen deutschen Literatur". Sein damals begonnenes Projekt, "die Erneuerung des Heimatromans als philosophisch-sprachskeptisches Genre", verfolgt Maier seinem Rezensenten zufolge auch in diesem Roman weiter. Rückwirkend werde der Zeitraum von drei Wochen beschrieben, in dem die Beteiligten innerhalb kürzester Zeit durch verborgene und erfundene Konflikte immer stärker unter Druck geraten. Der Rezensent beschreibt, wie im kleinstädtischen Klausener Klima Verdächtigungen und Unterstellungen den Druck immer weiter erhöhen. Bei der Beschreibung der daraus resultierenden Missverständnisse, Behauptungen, Halbwahrheiten, Lügen und Spekulationen bescheinigt Spiegel dem Autor "Meisterschaft" und ein feines Ohr für das gesprochene Wort. Das "Gerede" hülle alle Menschen in einen Sprachnebel und mache Erkenntnis unmöglich, bringt Spiegel schließlich die Moral von Maiers Geschichte auf den Punkt.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen neuerfindung des inneren monolgs, 9. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Klausen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Andreas Maier hat in seinem zweiten Roman wieder ein kleines Panorama (deutscher oder österreichischer) Befindlichkeiten geschrieben. Maiers komplett im Konjunktiv gehaltener Roman weist dabei einen eigenen, intellektuellen Humor auf, dessen Wirkung durch den Konjunktiv verstärkt wird. Ich meine bei ihm deutlich Einflüsse von Thomas Bernhard zu erkennen. Alerdings sind bei Maier die Erzählstrukturen komplexer. Sein Stil wirkt auf mich, wie die Neuerfindung eines inneren Monologs. Ich habe zeitweilig erwartet, daß sich der Erzähler entarnt. Ich halte es sogar für besser als sein erstes Buch (Wäldchestag), weil er hier die Erzählung besser auf die Länge abstimmt. Insgesamt war das Buch eine Bereicherung und Andreas Maier ist sicher der talentierteste Nachwuchsschriftsteller Deutschalnds.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Damit war es geschehen. Klausen war nun ein Tatort., 1. April 2007
Von 
Berthold Knoche (Waldsolms / Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Andreas Maier (*1.9.67) ist ein deutscher Schriftsteller, der über Thomas Bernhard promoviert hat (ihr erinnert euch sicher noch an 'Holzfällen' und 'Der Untergeher' aus einem der letzten Blogs) und seine Romane erinnern im Stil und Ton auch sehr an eben Bernhard. Ich hab bisher Wäldchestag, Kirillow und eben jetzt Klausen gelesen. Er nimmt sich immer ein relativ unbedeutendes Ereignis und beleuchtet das aus allen Seiten. Er erzählt im Stil einer Reportage oder eines Berichtes, der mündlich erzählt wird. Später beim Textbeispiel wird es vielleicht klarer.

Klausen ist ein kleiner Ort in Südtirol, an dem eine 'Tat' begannen wird, die eher unbedeutend ist oder zumindest nur lokale Bedeutung hat, und die im Zusammenhang mit der durch das Eisacktal verlaufenden Brennerautobahn steht. Maier stellt uns die gesamte lokale Prominenz vor, alles Menschen wie du und ich, also bei Licht betrachtet alles schräge Gestalten, mit Profilneurosen, Alkoholproblemen, ungelösten Sinnfragen, Alltagsproblemen und so weiter. Er begleitet diese Klausener ein paar Tage lang und berichtet uns. Dies, wie bei Maier (und auch bei Bernhard) üblich, in fast nur einem Absatz, fast ohne wörtliche Rede, aber nicht, wie manche (Amazon)-Reszensenten geschrieben haben, komplett im Konjunktiv, sondern nur da, wo es gramatikalisch richtig ist, in der Indirekten Rede, beispielsweise.

Textbeispiel gewünscht? Da:

Der Unterwirt in Feldthurns konnte später niemandem mehr sagen, ob es sich bei seinem Gast mit eindeutiger Sicherheit um Josph Gassner gehandelt hatte oder nicht, Er erzählte, dieser junge Mann habe sich einen sauren Kalbskopf und einen Viertel Roten bestellt, er, der Unterwirt, habe sich das deshalb gemerkt, weil der Gast lediglich ein Glas Wein getrunken, aber den Kalbskopf überhaupt nicht angerührt, sondern blos prüfend angestarrt habe, auf eine sehr auffälligeund absonderliche Weise, so dass er , der Wirt, gefragt habe, ob denn etwas mit dem Kalbskopf sei. Der Mann habe diese Frage jedoch überhaupt nicht beachtet, sondern einen Schnaps bestellt und begonnen, seinerseits nach ganz verschiedenen Sachen zu fragen. Er wirkte dabei dem Wirt zufolge einerseits aufgeräumt, andererseits aber seltsam interessiert. Der Unterwirt erzählte, dass er im Feldthurner Kulturverein sei, daß er dort den Vorsitz innehabe, daß das Schloss Feldthurn eine einzigartige Sehenswürdigkeit sei, daß Feldthurns überdies ein Schwimmbad besitze, und er erzählte alles das allein aus dem Grund heraus, weil der Gast beim Zuhören in immer größere Begeisterung kam.

Ja, so geht das weiter. Gut 200 Seiten, großer Spaß. Unbedingt lesen.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Ärgerlich, 1. September 2004
Von Ein Kunde
Der "Zweite" ist wohl für jeden Autor ein Problem - vor allem nach viel Lob für den ersten Roman. Diesen kenne ich (leider oder zum Glück) nicht. Aber "Klausen" motiviert nicht gerade dazu, mehr von Maier zu lesen. Bemerkenswert ist an seinem Roman nur die Verknüpfung von Banalitäten (genauer: der Dokumentation banalen Alltagsgeschwätzes) und einer ungereimten und unspannenden Geschichte. Sprachlich sieht Maier sich offenbar in der Nachfolge Thomas Bernhards (um nicht zu sagen: er versucht ihn nachzuahmen). Dem wären dazu bestimmt ein paar passende Bemerkungen "ausgefallen".
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