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Klaus Kinski - Exklusiv Edition (7 DVDs)
 
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Klaus Kinski - Exklusiv Edition (7 DVDs)

Klaus Kinski , Eva Mattes , Werner Herzog , Les Blank    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 40,50 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann
  • Regisseur(e): Werner Herzog, Les Blank
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Anzahl Disks: 7
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 2. Oktober 2006
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 722 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000GQLR00
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.822 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

"Aguirre, der Zorn Gottes": 1590 versucht der spanische Unterführer Aguirre in den Anden auf eigene Faust, El Dorado zu finden. "Nosferatu - Phantom der Nacht": Der Vampir Nosferatu treibt in Wismar sein Unwesen. "Woyzeck": Füsilier Woyzeck wird von seiner Braut betrogen und ersticht sie. "Fitzcarraldo": Ein irischer Abenteurer träumt davon, die Oper an den Amazonas zu bringen. "Cobra Verde": Aufstieg und Fall des Banditen und Sklavenhändlers Fransisco Manuel da Silva. "Die Last der Träume": Dokumentarfilm über die Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo". "Mein liebster Feind": Werner Herzog lässt die Erlebnisse mit Klaus Kinski Revue passieren.

Produktbeschreibungen

Aguirre, der Zorn Gottes (Deutschland 1972)


Peru im 16. Jahrhundert: Eine Gruppe spanischer Eroberer sucht im Amazonasgebiet nach dem sagenhaften Goldland "El Dorado". Unterführer Lope de Aguirre (Klaus Kinski) wird mit einem Trupp zur Erkundung und Nahrungssuche ausgesandt. Tagelang quälen sich die Männer mit dem Floß vorwärts. Doch Aguirre denkt gar nicht daran, zum Haupttrupp zurückzukehren, sondern erzwingt eine Rebellion. Sein Ziel ist die Errichtung eines idealen Staates und die Zeugung eines neuen Menschengeschlechts. Größenwahnsinnig erklärt er den spanischen König Philipp II. für abgesetzt und nennt sich selbst den "Zorn Gottes". Mit seinen Soldaten lässt er sich flussabwärts treiben. Hunger, Fieber und Indianerüberfälle dezimieren die kleine Truppe - Halluzination und Wirklichkeit beginnen sich zu vermischen?

Fitzcarraldo (Deutschland/Peru 1982)


Der exzentrische Brian Sweeney Fitzcarraldo ist von der Idee besessen, mitten in dem unberührten Amazonas-Dschungel ein großes Opernhaus zu bauen. Von den Ersparnissen seiner Freundin, der Bordell-Besitzerin Molly, kauft Fitzcarraldo einen alten Flussdampfer. Damit will er in ein unerschlossenes Kautschukgebiet schippern, um dort das Geld für den Bau zu erwirtschaften. Kautschuk gilt als das Gold des Urwalds. Um die gefährlichen Stromschnellen einer Flussmündung zu umgehen, entwickelt der Besessene einen atemberaubenden Plan: Hunderte von Indios sollen das riesige Schiff über eine unpassierbare Urwaldhöhe transportieren...

Cobra Verde (Deutschland/Ghana 1987)


Der Rinderhirt Cobra Verde (Klaus Kinski) verdingt sich als Verwalter

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Was soll man zu dieser Box noch sagen?!

Sie beinhaltet alle Arbeiten, die der international anerkannte und mit Preisen überhäufte deutsche Regiessuer Werner Herzog mit Klaus Kinski, dem bekanntesten und eigensinnigsten deutschen Schaupieler realisierte.
In den Jahren 1972 bis 1987 drehten sie 5 Spielfilme, mit denen sie Kultfiguren wurden und Kinogeschichte schrieben.
Auf den 6 DVDs, befinden sich die Klassiker des Autorenfilms "Aguirre, der Zorn Gottes", "Nosferatu - Phantom der Nacht", "Woyzeck", "Fitzcarraldo" und "Cobra Verde". Abgerundet wird diese Filmsammlung mit der genialen Dokumentation "Mein liebster Feind", in der Regiesseur Herzog 8 Jahre nach dem Tod Kinskis nochmals alle Schauplätze aufsucht und die Hassliebe zwischen den beiden Visionären Revue passieren lässt.

Aguirre, der Zorn Gottes: "... Die Produktion des Films war ebenso von Abenteuer und Katastrophen geprägt wie sein Inhalt: Produktionsbedingungen unter Lebensgefahr, 350 aus einem Flugzeug geraubte Affen als Statisten und ein Klaus Kinski, der von Regisseur Werner Herzog unter Waffengewalt vor die Kamera gezwungen werden musste."
Der Film verblüfft durch tolle Bilder, den sphärischen Klängen von Popol Vuh und der nie zuvor gesehenen schauspielerischen Performence von Klaus Kinski.

Nosferatu: Frei zitiert nach dem Stummfilm-Klassiker von F.W. Murnau. Kinski bekam das Filmband in Gold. Auch Bruno Ganz und Isabelle Adjani spielen im ghotischen, neo-expressionistischem
Vampirmeisterwek. Düster, Stimmungsvoll und gibt dem Vampirmythos neue Impulse. Bester Film mit Vampirthematik.

Woyzeck: Klaus Kinski lehnte die Rolle des Franz Woyzeck schon als
Theaterstück und damals als 1. Filmangebot des deutschen Regiesseurs Werner Herzog ab.
Die Begründung: Diese Rolle ist Selbstmord!
Wenn man nun Kinski in dieser Rolle sieht, glaubt man es ohne
Einschränkung! Er selbst sagte, dass er sich Jahre nicht von
den seelischen Qualen erholt hatte, die er für diesen Film "leben" musste.
Herzog köderte 1972 den schwierigen Darsteller mit einer Rolle,
die Kinski nach seiner skandalösen "Christus Erlöser" (Welt-)Tour, die zum Eklat wurde und nach nur 2 legendären Auftritten abgebrochen wurde, nicht abschlagen konnte: "Aguirre - Der Zorn Gottes".
Nach dieser Erfahrung und dem tollen Ergebnis, war es wenig
verwunderlich, dass noch 4 weitere Klassiker folgen sollten.
Woyzeck ihr 3.- Film bietet tolle Musik, eine würdige Inszenierung und Schaupielkunst die ihres gleichen sucht! Was will man mehr?!

Fitzcarraldo: Mammutprojekt, welches unter Lebensgefahr in 4 Jahren abgedreht wurde. Verdientermaßen gab es in Cannes für Werner Herzog den Regiepreis. Zu diesem Film kann man nichts sagen, man muss ihn gesehen haben!

Cobra Verde: Optisch der Beste Kinski/Herzog, wie immer (Ausnahme: Woyzeck) untermalt von der Stimmungsvollen Musik von Popol Vuh.
Meiner Meinug nach der schwächste der fünf Werke, aber immer noch ein Highlight, wobei ich dies nur von der englischen Original-Version behaupten kann, die deutsche Synchro raubt dem Film viel von seiner Faszination und den Darstellern viel an Tiefe!
Kinski spielt mal wieder göttlich und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er Cobra Verde IST. Ein unterschätzter Film.
Herzog sagte zurecht: "So wie hier wird nie wieder gestorben werden"

Den DVDs mekt man die liebevolle Aufarbeitung an! Schöne Cover, toll designte Menüs und stimmige Texte auf der Rückseite zeugen davon. Das wichtigste, die Bild und Tonqualität wurde auch nicht vernachlässigt! So übertreffen die Kinowelt DVDs sogar die Qualität der ohnehin schon sehr guten Anchor Bay DVDs.
Die verbleibenden "Mängel" an Bild und Ton, sind Altersbedingt.
Sehr gut gelungen sind auch die Audiokomentare von Werner Herzog, er nutztze diese, um zu jedem Film viele Hintergrundinformationen zur Realisierung und einige kleine interessante Anekdoten mit auf die DVD zu bannen.
Dann ist noch zu erwähnen, dass neben einem Making of zu Nosferatu und Auszügen aus der Doku "Location Afrika" auch Herzogs Kurzfilm "La Soufriere - Warten auf eine unausweichliche Katastrophe" auf den DVDs Platz gefunden hat.

Einziger Nachteil: "Fitzcarraldo" kommt in der Box im Gegensatz zur einzeln erhältlichen DVD ohne die Preisgekrönte 90 Minuten Doku "Die Last der Träume" daher.

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59 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M.M.
Format:DVD
Wenige deutsche Regisseure haben es zu tatsächlicher Weltgeltung gebracht (z.B. Murnau, Lang, Fassbinder, ...). Von diesen vermochte wiederum nur einer mich innerlich zu erschüttern. Werner Herzogs ekstatische Wirklichkeit sprengt den Rahmen des Kinos und übersteigt seine Fähigkeiten als Künstler. Es ist die Welt selbst die auf die Leinwand gesogen wird, ein magisches Zerrbild der vor gefährlicher Wildheit erzitternden Natur.
Die Projektion entgleitet Herzogs Kontrolle und das Spiel des Lichtes erschafft ein mystisches Puzzle, ein Traumbild jenseits aller Intention des Regisseurs. Eine irrationale mit dem Verstand nicht fassbare Realität, voll ungezügelter Schönheit, voll Rohheit, fiebergeschwängert.

In der Geschichte des Films gibt es kaum vergleichbar fruchtbare Partnerschaften wie die Hassliebe von Werner Herzog und Klaus Kinski. In der Zusammenarbeit der Beiden trafen zwei scheinbar absolut konträre Charaktere aufeinander, zwei explosive Elemente die gemeinsam zu einer kritischen Masse verschmolzen, nur vereint in ihrer künstlerischen Besessenheit. Herzogs Auge suchte/fixierte die Wirklichkeit und in diesem cineastischen Käfig, im magischen Viereck der Leinwand, wurde die "Bestie" Kinski gebannt. Das verzweifelte Abbild eines Menschen in Konfrontation mit der unendlichen Gleichgültigkeit der Natur.
Kinski ist sicher ein schwieriger Zeitgenosse gewesen, eine zerrissene Persönlichkeit, gefangen zwischen öffentlicher Pose und innerer Verletzlichkeit. Als Mensch war er vielleicht sogar unerträglich (diese Frage können wohl letztlich nur seine Angehörigen beantworten). Der Mensch Kinski wird aber mittlerweile von dem Künstler, der Kunstfigur, dem schauspielerischen Monstrum "Kinski" überstrahlt. Wenn er sich in die Leinwand hineinschraubt erglüht die Leinwand, eine Urgewalt des Films, zwischen Genie und Wahnsinn hin und her irrlichternd. Das ist die Essenz des Kinos, jenseits aller seichten Hollywoodunterhaltung. Kinski gehört zu den intensivsten und größten Schauspielern der Filmgeschichte. Wie leicht, ja regelrecht inflationär wird heutzutage der Begriff Genie, Meisterwerk oder der, die, das größte was auch immer, verwendet. Jeder mittelmäßig talentierte Hollywoodschauspieler oder Regisseur wird nach einem halbwegs passablen Film in den Himmel gelobt. Doch im Vergleich zu dem Dreamteam Kinski und Herzog, sind sie nur Prostituierte eines billigen pornographischen Kommerzkinos. Kinski selbst hat sich, wie er ja gerne kokettierend verbreitete, an das trivialste Ramschkino verkauft, nur um seinen exaltierten Lebensstil zu finanzieren. Erst in der Zusammenarbeit mit Herzog entledigte er sich dieser Fesseln und schuf in der Geschichte einmalige schauspielerische Monumente des Kinos. Irrational und bizarr, das Overacting zu einer Kunst erhebend.

Was mich an Herzogs Filmen fasziniert ist der magische Spiegel, den sie der Welt vorhalten. Jedem der 5 Filme dieser DVD-Kollektion gelingt dies auf andere Weise:

"Aguirre - der Zorn Gottes" ist Herzogs "Herz der Finsternis" (Joseph Conrad). Ein fiebriger Traum des Urwalds und darin verloren, verschlungen vom wuchernden Grün, tanzt der Mensch seinen Totentanz. Welch unendliche menschliche Dummheit, welch Größenwahn, zerschmettert von der schier unbegreiflichen Größe der Natur.
"Nosferatu - Phantom der Nacht" ist ein Stummfilm mit Ton, eine Hommage auf Murnaus bahnbrechendes Filmmonument. Kein anderer moderner Vampirfilm erreicht diese seltsam beunruhigende Wirklichkeit.
Bei "Woyzeck" handelt es sich um ein sperriges Kammerspiel von Georg Büchner. Die Adaption Herzogs ist vor allem eine schauspielerische Großtat. In meinen Augen zeigt Kinski hier seine beste Leistung überhaupt. Sein oftmals aggressives Schauspiel wird vor Erschöpfung brüchig, fast scheu und erreicht so eine erschütternde Intensität.
"Fitzcaraldo" ist Herzogs und Kinskis sympathischster und vielleicht größter Film. Ein surrealer Jungeltrip, ein Denkmal menschlicher Träume. Erst mit der Aufgabe seiner Träume stirbt der Mensch wirklich. So warmherzig (im besten Sinne besessen) hat Kinski davor und danach nie wider gespielt. Die positivste Filmfigur Kinskis.
Eine mystische Wirklichkeit schwingt in diesen Film. Der menschliche Wille versucht die Natur zu bezwingen und scheint (wie schon in Aguirre) daran zu scheitern. Doch letztlich triumphieren dieses eine Mal die menschlichen Träume über die achselzuckende Grausamkeit des Urwaldes. Heiterer ist kein Herzogfilm ausgeklungen. Nach dieser filmischen Sisyphusarbeit fühlt man die Gewissheit, dass es sich lohnt für seine Träume zu kämpfen. Kann es eine bessere humanistischere Botschaft für einen Film geben?
Der letzte Film der DVD-Box "Cobra Verde" fällt qualitativ etwas ab, das Modell Herzog/Kinski scheint sich verbraucht zu haben, ihre Zusammenarbeit scheitert aber immer noch auf grandiose Weise.

Zu der DVD-Sammlung:
Die einzelnen Filme sind in einer festen Papphülle untergebracht. Die Bildqualität ist angemessen bis gut. Zu jedem Spielfilm gibt es einen interessanten Audiokommentar (bei Cobra Verde und Woyzeck vom Film separiert) von Herzog und Laurenz Straub. Zusätzlich zu den 5 "Hauptfilmen" ist in der Box die unverzichtbare Dokumentation "Mein liebster Feind" enthalten. Eine subjektive Hommage Herzogs auf die Hassliebe seiner Zusammenarbeit mit Kinski. Zusätzlich ist der Neuauflage der Box auch die Dokumentation zu den Dreharbeiten von Fitzcaraldo "Die Last der Träume" beigefügt. Eine wirklich kongeniale Ergänzung des Films. Der Ton der DVDs entspricht der Originalveröffentlichung (Teilweise sind die Filme nachträglich synchronisiert worden, da bei den Dreharbeiten kein brauchbarer Ton zustande gekommen ist. Leider hat sich Kinski dann nicht immer selbst synchronisiert.) und liegt entweder in Mono oder Stereo vor.

Fazit:
Klaus Kinski und Werner Herzog waren das Dreamteam des deutschen Kinos. Keine andere Partnerschaft brachte unter solchen Schmerzen solche filmischen Meisterwerke hervor. In dieser Box finden sich alle 5 Zusammenarbeiten dieser beiden von ihrer Kunst Besessenen. Die Magie, die deformierte Wirklichkeit der Welt wird hier Manifest. Ein Traum des Kinos für den die große Leinwand erst geschaffen wurde. Sicherlich wird der durchschnittliche Kinogänger, dessen Filmerleben vom Tempo und Stil Hollywoods konditioniert wurde, mit dieser seltsam stilisierten Wirklichkeit nicht unbedingt etwas anfangen können. So gibt es viele Menschen die in Herzogs Filme lediglich schön verpackte Langeweile erkennen, ja sie bestenfalls als Kinskieske Freakshow konsumieren. Mit Verlaub nehme ich mir aber die subjektive Freiheit heraus diese Sichtweise ganz und gar nicht zu teilen. Hervorzuheben bei den Filmen Herzogs ist noch die Bedeutung der meditativen Filmmusik von Florian Fricke, die wesentlich an der besonderen mystischen Atmosphäre beteiligt ist.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Muss man gesehen haben! In dieser liebevoll gemachten Box ist für Filmfans jeglicher Richtung was drin! Freunde schrägen Humors werden Kinskis atemberaubende Intensität, Widersprüchlichkeit und expressionistische Lebensauffassung lieben. Nahezu psychotisch auch die Unbeirrbarkeit, in der Herzog in seinen Kommentaren einen nüchtern-bedächtigen Erzählton behält, selbst wenn er die verstiegensten und abwegigsten Ideen und Projekte beschreibt und von Katastophen, seltsamen Vorkommnissen und Ungeheurlichkeiten während der Dreharbeiten berichtet.
Daneben sind die Filme einfach sensationell gut: stilistisch einzigartig, handwerklich bestechend, wortkarg, tiefsinnig und humorvoll.
Ich picke nur drei heraus: "Aguirre", ein monumentaler Albtraum aus Stillstand, Zerstörung und Wahnsinn in satten, oft tableauartigen Bildern, die David Lynch und "Apocalypse Now" um Jahre vorwegnehmen.
"Nosferatu", ein Genre-Film als Hommage an F. Murnau, bis ins Detail auskomponiert, mit einem Klaus Kinski, der den unglücklichen Graf Dracula mit einer Zerbrechlichkeit und Verzweiflung spielt, die einen zu Tränen rührt.
"Mein liebster Feind", die legendäre Dokumentation, in der Werner Herzog ein paar Jahre nach Kinskis Tod an die alten Drehorte gefahren ist, und nun mit verhohlenem Schmerz und unbestimmter Trauer, tastend und vorsichtig, sich dem Phänomen Kinski und dem Geheimnis ihrer Hassliebe nähert. Gerade in den Momenten, in denen Herzog sich über Kinski lustig macht, ihn verschmäht, ihn nüchtern analysiert, spürt man als Zuschauer die Kraft einer Bindung, die in ihrer Dramatik, Gewalt und Zärtlichkeit geradzu mythische Dimensionen erreicht.
Die Pappbox ist schön gemacht, es gibt reichlich Bonus-Material, und besonders hervorzuheben ist, dass Herzog jeden einzelnen Film aufschlussreich kommentiert.
Zwei kleine Minuspunkte: Die Bild-Qualität bei "Aguirre" ist nicht sehr schön und nur in 4:3. Zweitens gibt es einen nervenden, überflüssigen Interviewer in den Audio-Kommentaren, der zwischenzeitlich selbstgefällig seinen diffusen, unsachgemässen Assoziationen nachhängt, um dabei seine vermeintliche Bildung sowie seine Vertrautheit mit Herzogs Person und Werk demonstrieren will. Ärgerlich.
Insgesamt ist aber die Zusammenstellung unter mehreren Perspektiven äusserst gelungen: als Portät zweier schillernder, extremer Künstler; als interessantes zeitgeschichtliches Dokument, und als Sammlung sehr schöner und aufwühlender Filme eines der bedeutendsten Filmemachers der Gegenwart.
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Veröffentlicht am 17. September 2009 von Viennaise
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Veröffentlicht am 13. Mai 2004 von Tom
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