So sehr ich Klaus Hoffmanns Musik auch schätze - dass sein Idol der Chansonnier Jacques Brel ist, hab ich nie besonders gerne vernommen, aber so ist es halt. Und warum auch nicht? Unvergängliche Klassiker wie "Seasons In The Sun" gehen schließlich auch auf Brels Konto. Und schon auf seinem 1975er Debüt-Album hat Klaus Hoffmann seine eigene Fassung dieses Liedes gesungen: "Adieu Emile".
1997 nun hat er ein ganzes Album zu Ehren seines Vorbilds veröffentlicht, und zwar hat der Original-Brel-Arrangeur Francois Rauber Hoffmanns eingedeutsche Nummern arrangiert. "Adieu Emile" fehlt leider, während ein paar andere Brel-Coverversionen, die Hoffmann früher schon mal gebracht hat ("Amsterdam", "Bei diesen Leuten") erneut drauf sind.
Das Orchester lässt jede Menge Instrumente erklingen, die man sonst nicht auf Hoffmann-Platten findet, als da wären: Violine, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Pauke, Harfe.
Ich hab nicht allzu viel erwartet von diesem Projekt, weil ich lieber Hoffmanns eigenen Stil bevorzuge. Aber ich wurde positiv überrascht. Auch diese andere Art der Musik hört sich nicht übel an, von ein paar Ausrutschern abgesehen.