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Klassische Staatsphilosophie: Texte und Einführungen. Von Platon bis Rousseau Taschenbuch – 1. Dezember 2010


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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Die Unterscheidung zwischen dem Reich Gottes und dem Reich der Welt

( ... )Hier müssen wir Adams Kinder, d. h. alle Menschen, in zwei Teile teilen: die einen zum Reich Gottes, die andern zum Reich der Welt gehörig. Die zum Reich Gottes Gehörenden, das sind alle, die als wahrhaft Glaubende in Christus und unter Christus sind. Denn Christus ist der König und Herr im Reiche Gottes, wie Psalm 2, 6 und die ganze Schrift sagt; deshalb ist er auch gekommen, um das Reich Gottes anzufangen und in der Welt aufzurichten. ( ... )
Nun sieh: diese Leute brauchen kein weltliches Schwert oder Recht, und wenn alle Welt aus rechten Christen, d.h. aus wahrhaft Gläubigen bestünde, so wäre kein Fürst, König oder Herr, kein Schwert und kein Recht nötig oder von Nutzen. Denn wozu sollte es ihnen taugen? Haben sie doch den Heiligen Geist im Herzen; der lehrt sie und bewirkt, daß sie niemand Unrecht tun, jedermann lieben und von jedermann gerne und fröhlich Unrecht, ja sogar den Tod leiden. Wo laut er Unrechtleiden und lauter Rechttun ist, da ist kein Zank, Hader, Gericht, Richter, Strafe, Recht oder Schwert notwendig. Darum ist's ausgeschlossen, daß unter den Christen weltliches Schwert und Recht etwas zu schaffen finden sollte; tun sie ja von selbst viel mehr, als alles Recht und Lehre fordern können. In diesem Sinn sagt Paulus (1 Tim 1, 9): 'Dem Gerechten ist kein Gesetz gegeben, sondern den Ungerechten.' Warum das? Darum, weil der Gerechte von selbst alles und noch mehr tut, als alle Rechtssatzungen fordern. Die Ungerechten dagegen tun nichts, was recht ist; darum brauchen sie das Recht, das sie lehrt, zwingt und drängt, gut zu handeln. Ein guter Baum braucht weder Belehrung noch Rechtssatzung, um gute Früchte zu tragen; vielmehr bringt es seine Natur mit sich, daß er ohne alle Rechtssatzung und Belehrung Frucht trägt, wie es seiner Art entspricht. Denn das müßte mir ein ganz närrischer Mensch sein, der für einen Apfelbaum ein Buch voll von Gesetzen und Rechtssatzungen verfa ßte, wie er Äpfel und nicht Dornen tragen solle. Tut der Baum das doch auf Grund seiner eignen Art besser, als es der Mensch mit allen Büchern beschreiben und gebieten kann. Ebenso gehört es durch den Geist und Glauben durchaus zur Natur aller Christen, daß sie gut und recht handeln, mehr, als man sie mit allen Gesetzen lehren kann; sie bedürfen für sich selber keines Gesetzes oder Rechtes. (...)
Nun aber ist kein Mensch von Natur ein Christ oder rechtschaffen, sondern es sind alle zumal Sünder und Böse (Röm 3, 23); darum wehrt Gott ihnen allen durchs Gesetz, damit sie es nicht wagen, ihre Schlechtigkeit nach ihrem Mutwillen äußerlich mit Werken zu betätigen. Außerdem gibt S. Paulus dem Gesetz noch ein weiteres Amt (Röm 7, 7 und Gal 2, 16 ff.): daß es nämlich die Sünde erkennen lehrt, womit es den Menschen demütig macht für die Gnade und den Glauben an Christus. Ebenso macht es auch hier Christus (Matth 5, 39); wenn er lehrt, man solle dem Übel nicht widerstehen, so erklärt er damit d as Gesetz und lehrt, wie ein rechter Christ beschaffen sein solle und müsse. (...)
Zum Reich der Welt oder unter das Gesetz gehören alle, die nicht Christen sind. Es sind ja nur wenige gläubig und nur der kleinere Teil verhält sich nach Christenart, daß er dem Übel nicht widerstrebt, ja daß er nicht gar selber Übel tut. Deshalb hat Gott für diese Nichtchristen neben dem Christenstand und Gottes Reich ein andres Regiment geschaffen und hat sie dem Schwert unterworfen. Sie sollen doch nicht tun können, was ihrer bösen Art entspricht, auch wenn sie es gerne wollten, und wenn sie es tun, sollen sie es doch nicht ohne Furcht und nicht mit Frieden und Glück tun können. Es ist, wie man ein wildes, böses Tier in Ketten und Bande legt, daß es nicht beißen und reißen kann nach seiner Art, obwohl es das gern wollte; ein zahmes, kirres Tier dagegen braucht das nicht, sondern ist, obwohl ohne Ketten und Bande, dennoch ungefährlich.

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