Sehr gut gelungene Einführung ins barocke Reiten! Ein tolles Buch, super geschrieben und mit wunderschönen Fotos. Nach einer Einleitung, was ist barockes Reiten überhaupt ein paar Seiten über barocke Rassen wie Kladruber, Lippizaner, Frederiksborger etc. und europäische Reitschulen der barocken Reitweise geht es ausführlich und sehr praxisorientiert um die Arbeit an der Hand ( rund dreissig Seiten). Dabei werden Übungen wieSchritt- Trab-Übergänge, seitliches Übertreten, Vorhandwendung, Schultervor bis Renvers etc. beschrieben, immer sehr genau, immer alltagsbezogen und gut umsetzbar. Auch die sehr schönen Fotos unterstützen das Gelingen beim Nacharbeiten der Übungen. Weitere gut dreissig Seiten sind dem Reiten und dem Verbessern der Rittigkeit gewidmet. Hier gilt alles für die Handarbeit Gesagte. Die Tipps für unterschiedlich reagierende Pferde, gerade auch bei den Übungen im Galopp waren sehr hilfreich für mich. Die letzten gut zehn Seiten erklären verschiedene Übungen aus der Langzügelarbeit, an die ich mich gerade voller Begeisterung herangewagt habe. Die abschließenden Seiten mit Fotos aller Beteiligten fand ich schön und persönlich.
Mir gefällt das Buch besonders gut, weil es so klar und praxisnah den heiligen Schleier von der Barockreiterei hebt und die Liebe und Begeisterung der Autorin für diese Reit- oder Arbeitsweise trotzdem beim Leser ankommen. Alle Übungen und alle Voraussetzungen für die Übungen sind super erklärt, so dass man wirklich motiviert ist und Lust zum Nacharbeiten bekommt.
Hundert Punkte!