Aus der Amazon.de-Redaktion
Man muss allerdings diese mit auftrumpfendem ideologischen Stolz gerechtfertigte Einschränkung auf die Perspektive der analytischen Philosophie mit ihrem Glauben an Fortschritt und sich durchhaltenden, so genannten ewigen Problemen nicht akzeptieren, um dem Werk etwas abzugewinnen. Nicht nur, weil jede Auswahl ihre Schwächen hat, sondern weil es Hoerster durchweg gelungen ist, ausgewiesene Kenner für einen Beitrag zu gewinnen. Jeder Artikel enthält neben einigen kurzen biografischen Hinweisen eine konzise und zugleich kritische Darstellung der theoretischen Philosophie des jeweils behandelten Philosophen. Eine übersichtliche und daher benutzerfreundliche Kurzbibliographie rundet jeden Artikel ab.
Wenn man bedenkt, dass fortlaufende Philosophiegeschichten von einem einzelnen Autor kaum mehr bewältigt werden können, bieten Essaysammlungen wie die hier vorliegende eine nützliche, zu kritischem und eigenständigem Studium der entsprechenden Autoren anregende Übersicht über einige zentrale Positionen der europäischen Philosophie. --Jens Kertscher
Kurzbeschreibung
Platon
Da es mit fortschreitender Spezialisierung immer schwieriger wird, eine durchgehende Geschichte der Philosophie zu schreiben, werden in diesem auf zwei Bände angelegten Werk sechzehn Philosophen in chronologischer Folge vorgestellt und diskutiert, die für die europäische Philosophie von maßgebender Bedeutung sind.
In den einzelnen Beiträgen von renommierten Wissenschaftlern treten an die Stelle einer Entwicklungsgeschichte des Denkens und der Darstellung der jeweiligen Gesamtwerke eine problemorientierte Sicht, die Hervorhebung richtungweisender philosophischer Fragestellungen und Ideen. Im Mittelpunkt stehen dabei Probleme und Ansätze, die in der gegenwärtigen philosophischen Diskussion aktuell sind. Die einzelnen Beiträge sollen zugleich dazu einladen, die Texte der Klassiker selbst zu lesen. Vorangestellt ist jeweils eine Kurzbiographie, angefügt eine Auswahlbiographie
Im vorliegenden Band werden Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Rene Descartes, Baruch de Spinoza, John Locke, Gottfried Wilhelm Leibniz und George Berkeley behandelt.