Zum Inhalt:
"Klassenfahrt" handelt von einer Berliner Schulklasse, die an die polnische Ostseeküste fährt. In der Tristesse der Nachsaison beschäftigen sich die Jugendlichen mit Saufgelagen, Flirts und Balgereien, um die Zeit totzuschlagen. Die vorsichtige Beziehung, die sich zwischen dem schüchternen Ronny und der unnahbaren Isa entwickelt, wird von dem Polen Marek gestört...
Zum Film:
Gerade dadurch, dass der mitreisende Lehrer dieser Klasse sich fast durchgehend aus dem Geschehen raushält, gewinnt der Film (der somit fast ausschließlich die Probleme der Jugendlichen beleuchtet) enorm an Authenzität. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf Isa und Ronny, die sich auf mühevollen Wegen versuchen näher zu kommen.
Sehr einfühlsam und ohne große Klischees erzählt der Regisseur von einer Umbruchsituation, wie sie wohl jeder Zuschauer so (oder so ähnlich) auch schon erlebt hat. Dies macht den Film zu einem "déjà-vu-Erlebnis".
Ein weiterer Pluspunkt sind die jungen und frischen Schauspieler, hier besonders hervorzuheben ist die Zerissenheit des Protagonisten.
Leichte Längen (bei einer Filmlänge von ohnehin nur 82 min) fallen, aufgrund der genannten Vorzüge, nicht sonderlich ins Gewicht, kosten hier aber das 5. Sternchen ;-P
Insgesamt:
Prädikat sehr wertvoll !