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Klartext. Für Deutschland
 
 
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Klartext. Für Deutschland [Broschiert]

Jürgen W. Möllemann
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 255 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 2. Auflage (21. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570007553
  • ISBN-13: 978-3570007556
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 469.861 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses Buch ist in erster Linie eine Abrechnung -– und zwar mit all jenen, von denen sich der Ex-FDP-Politiker Jürgen Möllemann verkannt und verraten glaubt. Am schlechtesten kommen dabei Möllemanns ehemalige liberale Parteigenossen weg. Und die Rolle des Sündenbocks für die verlorene Bundestagswahl 2002 weist der Autor vehement von sich: Nicht er selbst mit seinem vermessenen "Projekt 18" habe zur Wahlniederlage der FDP beigetragen, sondern das "Versagen" des "Dr. Westerwelle" als Kanzlerkandidat und die "Eifersucht, Feigheit, Dummheit und Trägheit großer Teile der Parteiführung".

In diesem Ton geht es weiter. Wer auch nur den Hauch von Selbstkritik erwartet hatte, sieht sich enttäuscht. Möllemann hält weder sein antiisraelisches Wahlkampf-Flugblatt für einen Fehler, noch relativiert er seine unsäglichen Äußerungen, wonach der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, durch sein Verhalten dem Antisemitismus hier zu Lande selbst Zulauf verschaffe. Vielmehr stellt sich der Autor als verfolgte Unschuld dar: Ein totalitäres Medienkartell habe ihn "öffentlich hingerichtet", nur weil er ein "Andersdenkender" sei.

In unzusammenhängenden Kurz- und Kürzest-Kapiteln reißt Möllemann die unterschiedlichsten Themen an, von der Wehrpflicht über den Transrapid bis zum Treibhauseffekt, nie in die Tiefe gehend und stets nur mit der einen Botschaft: "Die da oben" machen es falsch, aber er, Möllemann, kennt die richtigen Alternativen.

Auch den Spekulationen über eine mögliche Parteigründung gibt Möllemann Nahrung: "Deutschland braucht eine neue Politik. Und wenn es erforderlich ist, auch eine neue Partei." Der Autor setzt dabei erkennbar auf jene Strategie, die Rechtspopulisten in anderen europäischen Ländern bereits erfolgreich angewandt haben: Er malt die Krise des Landes in den düstersten Farben, kritisiert die Politiker aller Parteien als unfähig und stilisiert sich selbst zum Heilsbringer und Anwalt der "kleinen Leute": "Es ist höchste Zeit den Bürgern zu sagen: Ihr seid das Volk! Steht auf! Lasst euch dieses Spiel nicht mehr gefallen! Schließt Euch zusammen und zeigt den Politikern die rote Karte!"

Nachtrag: Am 5. Juni 2003 starb Jürgen Möllemann tragischerweise nach einem ungebremsten Fallschirmsprung. --Christoph Peerenboom

Kurzbeschreibung

Streitbarer Querulant, umstrittener Politiker, Nervensäge, wandelndes Medienereignis - all das und mehr ist Jürgen Möllemann. Nach langem Schweigen redet das Enfant terrible der deutschen Politik zum ersten Mal Klartext. Nimmt Stellung zu Vorwürfen wie Antisemitismus, Parteischädigung und undurchsichtigem Spendengebaren. Enthüllt unangenehme Wahrheiten, prangert den Zynismus vieler Kollegen an und fordert eine neue Politik und auch eine neue Partei.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: Haben Sie auch eine Krawatte? · Weniger Politik wagen · Bei den Jungtürken · Lauter Holzwege · In spe und a.D. · Die Macht der Parteien brechen · Rücktritte und Pensionsansprüche · Krieg und Frieden · Mein Nahost-Geheimplan · Von Leoparden und Füchsen · Majestätsbeleidigung · Speerspitze NRW · Opium fürs Volk · Volle Deckung · Den Staat vom Kopf auf die Füße stellen · Der Marktgraf und der Zauderer · "Projekt 18" · Spaß und Kultur · Israel und Palästina · Die Erpressung · Von Pipelines und Militärbasen · Der Flyer und der Springer · Tonbänder und Management "by Chaos" · Fort mit dem Zwang · Angeheitert und speiübel · Der Wortbruch · Jedem Kind seine Chance · Freie Schulen braucht das Land · Sein oder tun · Eine Konferenz für Nahost · Friedman und der Unfriede · Dableiben und weggehen · Meine vier Kanzler · Land unter · Jürgen von Arabien · Entwicklung statt Hilfe · Arabische Begegnungen · Asien · Alte sind kein Alteisen · Meine sieben Vorsitzenden · Auch Prominente sind Menschen · Wider die Funktionärs-demokratie · Die verleumdete Kolumne · Populismus und Tabus · Brückenland Iran · FDP ade · Neue Wege braucht das Land


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Vermächtnis eines einfühlsamen Menschen, 29. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Klartext. Für Deutschland (Broschiert)
Auch ohne jemals Fan dieses Politikers gewesen zu sein, lassen einen die Worte und Gedanken des Jürgen Möllemann nicht kalt. Lässt man sich auf seine Art, die Dinge zu sehen von Anfang an ein, ist dieses Buch eine Offenbarung, ja, ein Vermächtnis! Hemmungs- und schonunngslos für die, die politisch noch agieren deckt der Autor erschreckende Zusammenhänge auf, er selbst nimmt sich nicht aus! Dem offenen Leser wird schnell klar, für wie viel Gefühl,Mut, Klarheit und Zielstrebigkeit dieser Mensch stand. Aber auch: wie sehr er in den eigenen Reihen immer wieder benutzt und verraten wurde. Dieses Buch nimmt den noch immer tätigen FDP- und anderen politisch Aktiven die Maske des "stets nur an das Volk und aufrichtige Ziele" denkenden Politikers und zeichnet ein Bild der alltäglichen Farce, die uns in den Medien wider besseren Wissens geboten wird.
Man kann nicht umhin, am Ende des Buches ein beklemmendes Gefühl zu empfinden, das einem verdeutlicht, wie wenig man die wirklichen Ziele des Jürgen W. Möllemann kannte, wie falsch sie in den Medien transportiert wurden und wie sehr er zur Umsetzung seiner klugen Ziele immer wieder auf Unterstützung der eigenen Parteimitglieder hoffte und jedesmal aufs Neue enttäuscht wurde.
Nach dem Lesen seines Buches erscheinen die Traueransprachen von Dr. Westerwelle und Co. wie ein Schmierentheater, das dieser wunderbare Autor, den auch ein humoristischer Schreibstil auszeichnet,absolut nicht verdient hat.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Immer wieder KLARTEXT, 6. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Klartext. Für Deutschland (Broschiert)
Ich habe mir vor drei Wochen das Buch gekauft und interessiert darin gelesen.
Die durchaus polemisch gehaltene Darstellung der Politsituation in unserem Lande fand ich unterhaltend. Seine Anregungen haben in meinem Freundeskreis wertvolle Diskussionen verursacht.
Ich schreibe diese Rezension, weil mir die Bedeutung von Jürgen W. Möllemann leider erst so richtig nach seinem eventuellen Freitod am heutigen Nachmittag bewusst wurde...
Mit Jürgen W. Möllemann verliert Deutschland einen Vollblutpolitiker, der trotz seiner Verfehlungen (Parteispenden, eventuelle Steuerhinterziehung etc.) mir das Gefühl gab etwas verbessern zu wollen.
Ich sah in vor zwei Wochen bei einer Lesung in Münster. Und heute habe ich sein Buch das zweite Mal beendet...
Dieses signierte Buch wird mich immer daran erinnern, dass es mal Politiker gab, die alles versuchten um unser eingerostetes System zu ändern und die an diesem System zugrunde gingen...

Ich ziehe meinen Hut vor ihm, da ich weiß, was wir ihm zu verdanken haben und leider bin ich mir bewußt, dass in unserer armseligen politischen Landschaft ein, in nächster Zeit, riesengrosses Loch entstanden ist...

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klare Aussagen, 19. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Klartext. Für Deutschland (Broschiert)
An Möllemanns Buch fällt dreierlei positiv aus:
1) Die einfache und gut verständliche Sprache.
2) Die klar formulierten politischen Ziele (Bürokratieabbau, Nahostkonferenz, Trennung von politischen Ämtern und Positionen in Medien usw.).
3) Die anekdotenhafte Beschreibung bekannter Politiker in einem neuen Licht (Genscher, Westerwelle usw.)
Ein Nachteil ist sicher, dass manche Themen kurz angerissen und dann ein paar Kapitel später wieder aufgenommen werden - das Buch ist offensichtlich unter Zeitdruck auf den Markt geworfen worden. Immerhin liest es sich nicht, wie in der Presse oft dargestellt, als larmoyante Abrechnung mit Weggefährten, sondern als Mischung eines klar profilierten und gut verständlichen Programms für Deutschland und einer Enttäuschung über das Verhalten derer, denen Möllemann loyal ergeben war. Auch persönliche Fehlentscheidungen werden nicht verschwiegen, und im entscheidenden Punkt, der Kritik an Friedman und Sharon, nicht klein beigegeben. Klar wird auch, wie seltsam unisono die deutschen Medien sich auf Möllemann einschossen, ohne dessen durchaus ausgewogene und sachlich-nüchterne Sicht gerade der Nahostprobleme zu berücksichtigen und seine Verdienste zu bedenken. Möllemann, der lange Diener war, lässt hier vermuten, dass er sich demnächst als Macher einer eigenen Partei den Respekt und die Anhänger verschaffen wird, die er verdient.
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