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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.03.2001
Nur selten, findet Rezensentin Sabine Doering, sind der Autorin lebendige Schilderungen geglückt. Denn die Figuren hätten kaum eine Chance, etwas zu unternehmen, ohne dass "sogleich eine unmissverständliche Deutung ihres Verhaltens" mitgeliefert werde. Also macht sich die Rezensentin auf die Suche nach der Ursache dieses Übels und findet es in der Rezeptur des Buches. Ein anspruchsvoller und spannender Roman hätte es werden sollen, zeitkritisch und unbequem zugleich. Damit, vermutet die Rezensentin dann, der Roman auch noch der Frauenliteratur für die "welterfahrene Frau ab vierzig" zugeschlagen werden konnte, musste noch ein Schuss Feminismus mit hinein. So kommt die Geschichte über die Literaturwissenschaftlerin Saskia, die mit Hilfe des Tagebuchs ihrer verschwundenen Zwillingsschwester Klara auf der Suche nach Durchblick ist, nicht so richtig in Fahrt. Das Spiel mit der "verdoppelten Identität", das die Autorin mit ihren Leserinnen treibt, wird der Rezensentin bald zuviel. Auch, weil es zu allem Überfluss mit Anspielungen auf einen der "großen medizinischen Mythen der letzten Jahre", das Syndrom der Persönlichkeitsspaltung, zusätzlich unterfüttert ist.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Ein harmloser Fahrradunfall bringt Saskias glckliches Leben mit Mann und Tochter durcheinander. Ihre mhsam verdrngte Vergangenheit wird wieder wach: Erinnerungen an einen Todesfall und an ihre Zwillingsschwester Klara, die seit zehn Jahren verschwunden ist. Saskia sucht Zuflucht und Vergessen in den schwedischen Schren ihrer Kindheit. Dort warten nicht nur Klaras Tagebcher auf sie, sondern auch Kriminalinspektor Adolfsson. "Ein spannendes Buch von einer jungen Autorin, die wirklich eine Geschichte erzhlen kann." Marianne Fredriksson.