Klaras Haus wünscht man jedem Menschen und zwar im doppelten Sinne, d.h. sowohl die Existenz eines solchen Zufluchtsortes, als auch den Genuss dieses Buches. Ein Buch, in das man eintaucht und für seine Umgebung nicht mehr existiert. Man lebt mit auf dieser herrlichen Nordseeinsel inmitten dieser drei Frauen, mit denen man sich gar nicht unbedingt identifizieren kann, die einem aber umgehend so sympathisch und interessant werden, dass man einfach wissen will, was ihnen widerfährt, wie sie denken und fühlen.
Sabine Kornbichler ist eine dieser begnadeten Erzählerinnen, die den Leser mitreißen. Hat man bedauernd ihr erstes Buch beendet, stürzt man sich süchtig auf das zweite (Steine und Rosen) ebenso gelungene und kann es kaum erwarten, das dritte (Majas Buch) genau so vielversprechend wirkende zu erwerben. Man kann sich nur wünschen, dass die so gar nicht Buchmesse mäßig vermarktete Autorin noch lange produktiv ist, denn bei ihr weiß man, das jedes Buch ein purer Lesegenuss wird.