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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Folgen des Mutterseins im Patriarchat,
Von Ursula (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Klara Hitler. Muttersein im Patriarchat (Broschiert)
Wäre die Autorin eines Buches über Adolf Hitlers Mutter nicht Christa Mulack, wer weiß, ob ich nach Klara Hitler" gegriffen hätte? Ihre Betrachtungsweise brisanter Frauenfragen, aber auch der Untertitel Muttersein im Patriarchat" machten mich jedoch sehr neugierig. Ich war gespannt darauf zu lesen, wie Christa Mulack aus ihrem frauen- und mütterzentrierten Blickwinkel heraus die Situation dieser speziellen Mutter und im gleichen Atemzug aller Mütter im Patriarchat versteht.Aber was hat nun die Ausnahmemutter eines weltweit verachteten Mannes mit uns zu tun? Warum sollten wir uns für ihre Lebensgeschichte interessieren? Zu Beginn schildert Christa Mulack, wie sie dazu kam, das Buch über Klara Hitler zu schreiben und sich dadurch mit einer Epoche auseinanderzusetzen, die ihr vorher dermaßen zuwider war, dass sie sich nie vertiefend mit ihr beschäftigen wollte." So ging es mir auch. Durch ihre jahrelange Beschäftigung mit der Bedeutung der Mutter stieß Christa Mulack auf die Bücher von Alice Miller, die sich bereits vor 25 Jahren kritisch und ausführlich mit der schwarzen Pädagogik" befasst hat. Alice Miller zeigt das Leid in der frühkindlichen Entwicklung auf, das Kinder durch diesen brutalen Erziehungsstil zugefügt wird. In diesem Zusammenhang analysiert sie auch Adolf Hitlers Kindheit und berichtet über sein Elternhaus. Christa Mulack war nun daran interessiert, bei Miller nachschauen, was sie zum Mutter-Thema zu sagen hat." Dabei fand sie ... bestimmte psychologische Voraussetzungen des Dritten Reichs, die ihr zunehmend eines deutlich machten: Die Eltern Hitlers stehen exemplarisch für eine ganze Hitler-Generation, die ihrerseits nicht nur gewisse Vorbedingungen hatte, sondern auch Folgen, die bis in die Gegenwart reichen und von denen auch wir betroffen sind." Christa Mulack findet Gewalt in einem viel umfassenderen Kontext, als wir ihn bislang noch zur Kenntnis nehmen. Und so sprudeln die Quellen der Gewalt munter weiter, wie uns jeder Blick in die Tagespresse zeigt." Aus dem verdrehten Glauben, dass ein männlicher Gott der Ursprung allen Lebens sei, wurden Jahrtausende hindurch die Gemüter verwirrt, nur um die wichtige Tatsache zu verbergen: Der Ursprung allen Lebens ist die Mutter." Wie konnte es zu einer inzwischen Verdrehung der wahren Zusammenhänge kommen? Christa Mulack findet eine einfache und plausible Antwort und zeigt auf, dass diese Fehleinschätzung bis heute verheerende Auswirkungen hat - angefangen bei der kleinsten Zelle menschlicher Beziehungen, der Mutter-Kind-Beziehung, bis hin in unser globales Völkernetz und die Beziehung zur Natur. Denn die Vorherrschaft des Vaters lässt sich nur mit gewalttätigem Verhalten und Unterdrückung und durch rücksichtsloses Erobern fremden Terrains, Vermögens und Wissens durchsetzen. Christa Mulack lenkt nun unsere Wahrnehmung darauf, dass Mütter in der gesellschaftlichen Werteskala am untersten Ende" rangieren und dort vergessen, verdrängt, banalisiert und ignoriert" werden. Obwohl die Mutter einerseits als der wichtigste Mensch für die Entwicklung eines Kindes" gilt, wird ihre mütterliche Kompetenz nicht selten in Frage gestellt und lächerlich gemacht." Daraus zieht die Autorin den einzig möglichen Schluss, der gleichzeitig ein Lichtblick für das globale, gesellschaftliche und innerfamiliäre Dilemma wird, das seit einigen Jahrzehnten immer deutlicher zu Tage tritt: Nur wo Mütterlichkeit - in allen Bereichen der Kultur" - wieder an Wert gewinnt, wo ihr Anerkennung - auch auf materieller Ebene - zuteil wird, da wird es auch für die Jungen selbstverständlich sein, sich mit mütterlichen Verhaltensweisen zu identifizieren und sie selbst zu übernehmen. Allein auf diesem Weg werden sich Männer so verändern, wie wir sie dringend brauchen: zu besseren Vätern, die nicht mit den Müttern konkurrieren, sondern ihnen zur Seite stehen, sie unterstützen und mit ihrer männlichen Art weibliches Handeln ergänzen, statt es ersetzen zu wollen." Dieses Buch macht bewußt, was mütterliche Qualitäten bedeuten, wenn sie unverdreht sind, und wie sie als schöpferisches und lebenserhaltendes Prinzip wirken! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie!? Hitler war auch einmal nicht Hitler?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Klara Hitler. Muttersein im Patriarchat (Broschiert)
Hitler war einmal schutzbedürftig und zart? Und wenn er weintewurde er getröstet!? Hitler hatte eine Mutter! Sie hieß Klara. Mit Klara Hitler und ihrem Umfeld befasst sich Christa Mulack in ihrem wichtigen, spannenden und analytischen Buch. Zunächst wird der analytisch-beschreibende Blick auf die patriarchale Familie als "Steigbügelhalter des Dritten Reiches gerichtet und auf die "Schwarze Pädagogik, die in preußischer Zeit angab wie Kinder mit Schlägen und Erniedrigungen heranwachsen sollen. In diesem Geist wuchsen viele auf und eben auch Hitlers Vater. Als dieser selbst Familienoberhaupt wurde, gab er diese Prinzipien und Umgangsweisen weiter. Seinen Sohn Adolf hat er geprügelt, einmal fast zu Tode. Adolf hatte Angst vor ihm. Klara gewiss auch. Klara konnte gegen die Gewalt ihres Mannes nicht viel ausrichten. Arme Klara! Sie war immer damit beschäftigt ihre "Familienpflichten" zu erfüllen und hatte keine Unterstützung durch andere Frauen, sie war isoliert. Christa Mulack beschreibt sie als den Prototyp der Mutter im Patriarchat (bis auf den heutigen Tag).Die abhängige Mutter, die machtlose Mutter, die Mutter, die daran gehindert wird Mutter zu sein. Und Adolf Hitler wird ebenfalls als Prototyp beschrieben, der uns in verschiedenen Stadien überall begegnet, und der von keiner (patriarchalen) Mutter aufgehalten werden kann. So kann die Autorin sich vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn Hitler eine Familie gegründet hätte, dann hätte er seinen Hass wohl an Frau und Kindern abreagiert. Froh bin ich, dass Christa Mulack uns nicht mit diesen Schreckensbildern und Parallelen zur Gegenwart zurücklässt, sondern im letzten Kapitel auch Perspektiven anspricht. Sie sagt uns, es kann nicht darum gehen, Frauen in ein männliches Lebensmodell zu pressen. Mütterlichkeit soll wieder an Wert gewinnen, ihr soll Anerkennung auf allen Ebenen zuteil werden, für alle Menschen soll es selbstverständlich sein, sich mit mütterlichen Verhaltensweisen zu identifizieren und sie auf alle Verhältnisse des Lebens zu übertragen! Macht, Konkurrenz und Gewalt sollen nicht mehr verbreitet werden, dafür gegenseitige Unterstützung, Respekt und Liebe! Bücher wie diese sind Hilfen auf dem Weg dorthin. Deshalb sind sie so unendlich wertvoll! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Unfug,
Von
Rezension bezieht sich auf: Klara Hitler. Muttersein im Patriarchat (Broschiert)
Das Werk über Klara Hitler ist eine Zumutung, denn es ist schlecht recherchiert, basiert auf Mutmaßungen und hobbypsychologischen "Analysen". Zudem werden Sachverhalte verquer dargestellt, obschon sie hinlänglich bekannt sind. So geht die Autorin mit keinem Wort auf die Erkenntnisse der amerikanischen OSS-Akten ein, in denen ein weitaus differenzierteres Bild von Hitlers Mutter gezeichnet werden. Auch war Klara Hitler keineswegs das duldsame Opfer, als das Christa Mulack sie darstellen möchte, sondern wusste sehr wohl, ihrem Gatten ihren Willen aufzudrücken, so wirkte sie beispielsweise auf Alois ein, dass er Adolf bevorzugt behandelte und seinen ältesten Sohn aus früherer Ehe fallen ließ.Weiterhin behauptet Mulack, Klara hätte Alois zweite Ehefrau gepflegt, als diese krank war. Dafür gibt es keine Quellen. Vollkommener Quatsch ist die Behauptung, es seinen Kinder von Alois und Klara noch während der Lebzeit der zweiten Ehefrau geboren worden. Richtig ist vielmehr, dass Gustav (erstes Kind von Klara und Alois, 1885-1887) vor dem Tode Franziskas (1884) gezeugt, aber erst im darauf folgenden Jahr geboren wurde. Es wird in den Ausführungen Mulacks deutlich, dass sie Theologin ist, aber eben keine Historikerin, obschon auch Theologen das Grundhandwerkszeug der Recherche und des wissenschaftlichen Arbeitens beherrschen sollten. Stattdessen drückt Frau Mulack mächtig auf die Tränendrüse und zeichnet ein vollkommen verzogenes Bild der Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Die Entstehung von Adolf Hitlers Größenwahn auf die vermeintlich familiären Umstände weitgehend zu beschränken wirkt abenteuerlich und unseriös. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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