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Der Klang der ungespielten Töne Gebundene Ausgabe – 1. September 2004


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 159 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 1 (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550084668
  • ISBN-13: 978-3550084669
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 237.957 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Im Roman Der Klang der ungespielten Töne des Münchner Komponisten, Pianisten und Liedermachers Konstantin Wecker geht es um die Stille. Dies könnte manchen, der den Vollblutmusiker aus frühen Tagen kennt, durchaus überraschen. Es gab Zeiten, so erzählt man sich, da schwebte Wecker manches Mal gegen Mitternacht über eine von seiner damaligen Wohnung in das "Kaffee Giesing" führende Treppe direkt auf "seine" Bühne herab. Er setzte sich an den Flügel und malträtierte das Instrument und seine Stimme virtuos aber so kraftvoll und laut, dass man sich bisweilen Sorgen um den Mann machte, der da ganz offenbar -- wer weiß wovor -- in den Lärm flüchtete.

Lärm ist es auch, der Anselm Cavaradossi Hüttenbrenner, dem Ich-Erzähler in Weckers Roman, beinahe endgültig um Hören und Sehen bringt. Es ist der Lärm der kommerziellen Musikindustrie in die der junge Musiker hineingerät, weil er schnell Geschmack an dem schnellen Geld bekommt, das er in den Studios verdienen kann. Um Musik selbst geht es hier niemandem mehr. Doch dann begegnet er eben hier einem Mann namens Karpoff, der von ihm Unerhörtes verlangt: Er solle sich Zeit lassen. "Zum Teufel mit der Zeit! Ich war ungeduldig, voll überschäumenden Temperaments. Ich hasste es, mir Zeit zu lassen." Doch diese Begegnung ist ein Wendepunkt im Leben Anselm Cavaradossi Hüttenbrenners …

"Ich habe mich verloren und doch alles gewonnen", lässt Wecker Cavaradossi seine Erzählung beginnen. "Nun, da ich mich all dessen entledigen konnte, womit und wofür ich mein Leben lang gelärmt habe, hier, mitten im Trubel der Stadt, begegne ich der Stille. (…) Und so höre ich endlich hinter den Laut, und weil ich höre, sehe ich, und weil ich sehe, weiß ich mich verbunden mit allem, was tönt." Wie Anselm Cavaradossi Hüttenbrenner hat auch Wecker seine Lektion gelernt. Er fürchtet die Stille nicht mehr! Der Klang der ungespielten Töne ist ein -- schöner -- Beleg dafür. "Nichts", heißt es an einer Stelle, "ist zu vergleichen mit der Glückseligkeit solcher Hingabe an das Wesentliche, da es einen kurz erahnen lässt, was menschenmöglich wäre. Nichts ist zu vergleichen mit den Freuden der Bescheidenheit nach einem Leben allmächtigen Wahns". --Andreas Vierecke

Pressestimmen

»Kaum jemand hier zu Lande ist im Stande, lyrisch so lüstern aus der Fülle des Lebens zu schöpfen wie KonstantinWecker.« Stuttgarter Zeitung »Denn das kann er so schön. Seine Wut, seine Sorgen, aber auch seine Liebe, seine Verletzbarkeit in Lieder packen. In Songs, die in einem Moment ganz zärtlich sind, und im nächsten schon wieder stürmisch, die aufbrausen können, zuerst sanft wie ein Bächlein plätschern und dann wütend werden, Wellen schlagen, Wogen, die so groß sind wie das Meer.« FRANKFURTER RUNDSCHAU

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 1000 REZENSENT am 13. Dezember 2004
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich fühlte mich beim Lesen dieses Buches unwillkürlich an die ganz großen Werke moderner deutscher Literatur erinnert. Ist es Zufall, dass ich die Nähe zu Hermann Hesse wähne? Ist es vermessen, wenn ich bei diesen Buch an Musils "Mann ohne Eigenschaften" denke? Und noch viele weitere Vergleiche fallen einem in diesem Zusammenhang sofort ein und auf.
Weckers Sprache ist ebenso kristallklar und gleichzeitig emotional anrührend wie seine Musik. Konstantin Wecker ist einer der ganz großen Künstler unserer Zeit - ein "engagierter" und mutiger mit einer klaren Botschaft noch obendrein. Einer wie Wecker, sagen wir es doch frei heraus, das ist in Deutschland eine absolute Rarität. Andere gehen an Deutschland zugrunde. Wir können froh mit ihm sein, dass er lebend und schaffend unter uns weilt.
Wie viel davon autobiographisch ist? Vermutlich mehr als wir zu denken wagen.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lisa Quasnitschka am 25. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
So wie seine Lieder oft meine Gefühle und Gedanken ausdrücken wie ich sie nie formulieren könnte (ich bin ja kein Dichter), drückt Konstantin Wecker in seinem zweiten Roman mein latentes Unbehagen über den Lärm in unserer Zeit allgemein und das Musikbusiness im Besonderen aus. ("...Aus allen Räumen drang der gleiche Sound, mehr oder weniger ein und dasselbe Stück... ..., dass man das Gefühl bekam, ein einziges Produzententeam habe alle Welthits für die nächsten Jahre im Voraus verbrochen...") in einer unglaublich schönen Sprache und mit einer Intensität, die mich abwechselnd mit Trauer erfüllt ("...hatten sie doch nie die Gelegenheit vor lauter Lärmen das Lieben zu erlernen...") und zum Lachen bringt ("...und bat die Schwester inbrünstig, mich nur noch in einem zärtlichen Es-Dur anzusprechen. Sie nickte verständnisvoll und zirpte weiter in Dis..."). Urkomisch die Szene, in der er beschreibt, wie der Neffe des Regisseurs als Komponist die Einspielung der Filmmusik zu dirigieren versucht und vom Orchester gnadenlos fertig gemacht wird.
Immer ist Authentizität spürbar, Beschriebenes ist auch Erlebtes und manche Szenen vor allem aus der Kindheit des Anselm Cavaradossi haben offensichtlich biographische Elemente. Thema ist der Verlust der Identität und die mühsame Suche nach ihr in einer Zeit, die alle Tätigkeit dem Geldverdienen unterordnet ("...Ein Hit muss schon in den Einleitungstakten erkennbar sein, der Rest ist unnötiger Ballast, der den Werbeeinschaltungen im Weg steht..."). Das Buch macht Lust auf Stille, es ermutigt das Radio/den Fernseher abzuschalten und das unerträglich inhaltsleere Gute-Laune-Geschrei der Moderatoren auszublenden.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ina Wähner am 2. September 2005
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Genau wie es dem Protagonisten Anselm im letzten Drittel des Buches ergeht - nämlich seine Musik nur im Kopf und in der Stille zu erleben - so hörte ich von Anfang bis zum letzten geschriebenen Wort die kraftvolle Stimme des Autors in meinem Kopf, der mir persönlich seine Zeilen vorlas. Sein Timbre ist mir aus Konzerten und von CDs bekannt und so übernahm er wie von selbst die Aufgabe des Erzählers in meinen Gedanken. Genau wie bei seinen Liedertexten jongliert er auch in diesem - wohl mit vielen selbsterlebten Gefühlen gespickten - Roman mit der Wortgewalt eines überzeugenden Könners. Selten hat mich das Schicksal eines "Helden ohne großen Aufwand" so begeistert.
Der Lebensweg des jungen Musikers mit seinen Höhen und Tiefen bis hin zur "Selbstauflösung" ähnelt schon fast einem schamanischen Ritus, wo der zu Heilende auch erst ganz und gar von sich lassen muß, bis er wieder neu zusammengesetzt und "geläutert" ist - die Geschichte ist nicht nur gespickt mit Metaphern auf die heutige gängige, erfolgsfordernde und schnelllebige Erwartungshaltung des gaffenden Publikums, sondern zeigt auch auf, dass man erst verlieren muß, um wirklich Wichtiges zu gewinnen !
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von R.S. am 30. November 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Der Ich-Erzähler dieses Romans berichtet seine Geschichte die ihn als getriebenen zwischen Genie und Wahnsinn darstellt. Mit einer großen musikalischen Gabe geboren und von den Eltern gefördert, kommt er bald in die Hände eines anderen Genies, das ihn unterrichtet und in die Geheimnisse moderner E-Musik einzuführen sucht. Bald jedoch glaubt er sich über diesen Mann hinausgewachsen und geht seinen eigenen Weg, einen Weg der ihn über den Ruhm und Erfolg des Kommerzes letztlich in die Nervenklinik bringen wird.
Sprachlich legt Wecker ein herausragendes Werk vor. Das Buch ist ein Lesegenuss sondergleichen, eine gekonnte Wortmalerei, wie sie nur selten anzutreffen ist. Als Beispiel diene der Absatz, der den Eintritt des Protagonisten in die Pubertät beschreibt: "Mit dem Verlust der engelsgleichen Knabenstimme verlor ich die künstlerische Selbstsicherheit, und mein traumwandlerisches Klavierspiel wich einem trotzigen Aufbegehren gegen alles, was mir geschenkt worden war. Der gefallene Engel sank mit seiner Stimme um ein paar Oktaven tiefer in die Niederungen der Fleischeslust." Es ist einfach herrlich solche Sätze zu lesen, Sätze die wunderbare Bilder zeichnen und gleichzeitig mit nur wenigen Worten Wortspiele treiben, die ihresgleichen suchen. Der allergrößte Teil des Werkes sendet - dem Thema angepasst - über den auditiven Kanal, ist also in Worten geschrieben, die alle um das Hören angesiedelt sind.
Der Protagonist des Werkes ist sehr scharf gezeichnet und macht eine sehr interessante Entwicklung durch. Einige der anderen Figuren bleiben teilweise klischeehaft, dies tut seltsamerweise der Qualität des Romans aber keinen Abbruch, sondern trägt positiv zu seiner Kürze und Prägnanz bei. Ein wirklich gelungenes Werk, das keine Wünsche offen lässt und nach mehr verlangt. Eine klare Empfehlung für alle die Sprachkunstwerke lieben.
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