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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
The Rakes: Von Strasbourg in die Belanglosigkeit??, 30. August 2009
Nachdem The Rakes aus London mit ihrem zweiten Album nach dem famosen Debüt eine neue Richtung einschlugen, waren die Meinungen sehr gespalten. Viele Fans meinten man hätte lieber beim Sound des ersten Albums bleiben sollen. Dennoch hat sich Ten New Messages inzwischen zu einer beinahe ebenbürtigen Platte entwickelt. Mit Klang erschien nun im Frühjahr das dritte Album mit dem deutschen Titel Klang. Das Album wurde in Berlin aufgenommen und der Massstab der Band war eine Platte zu machen, die auch live gut funktioniert. Deshalb bauen die zehn Songs des Albums auf dem gitarrenlastigen Sound des Debüts auf. Nun zum Album selbst. Klang ist mit einer Spielzeit von nicht einmal 30 Minuten sehr kurz ausgefallen. Es befinden sich also ausschließlich 3 Minuten Songs auf der Platte. Beim ersten Hören gefiel mir die Platte auch sehr gut. Schön rockig, rau und mit der markanten Stimme von Alan Donohoe erinnern sie schon sehr an ihre 2005er Platte Capture/Release. Bei einigen Songs merkt man aber dann schnell, dass es doch zur sehr nach 2005 klingt und bei manch einem wird man sich fragen: Habe ich das nicht genauso schon vor vier Jahren gehört?? Also, diese Platte ist nicht nur für den Rakes-Fan, sondern für jeden Musiliebhaber der Beweis, der sich schon einmal von seiner Lieblingsband ein zweites .... (beliebigen Albumtitel einsetzen) gewünscht hat, dass es ganz ohne Entwicklung schnell langweilig werden kann. Also, liebe Rakes, das nächste Mal wieder ein überraschendes Gitarrenriff, neue Texthemen oder ein bisschen mehr Experimentierfreude. 3 Sterne!!
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Klingt gut, 21. März 2009
The Rakes gehören für mich zu den Bands, die immer noch etwas übersehen werden und warum das so ist, kann ich mir nicht erklären.
Mit ihrem Debut Capture/Release haben sie uns einen dermaßen vor den Latz geknallt, dass es eine wahre Freude war. Leider ging das damals im allgemeinen New Wave of New Wave Hype ziemlich unter.
Das Nachfolgealbum Ten New Messages hatte weniger Power und es wurde nimmer so viel gezappelt, dafür stieg der Coolness-Faktor erheblich an und das Songwriting war erste Sahne, für mich deshalb ebenso ein echter Volltreffer.
Auf ihrem neuen Album Klang haben The Rakes wieder etwas mehr Adrenalin in die Songs gepumpt und Sänger Alan Donohoe, der optisch an Mattew Bellamy von Muse erinnert, gibt dabei erneut Vollgas. Heraus kommt ein Album mit Songs, die an Spaß kaum zu überbieten sind. Der Opener "You're in it" geht gleich in die Vollen und bei "That's The Reason" gibts dann kein Halten mehr. Das erinnert doch stark an Capture/Release. Da kann das Tanzbein nur noch zappeln. Wird das Tempo etwas reduziert wie auf Bitchin' In The Kitchin' tritt das Songwriting wieder in den Vordergrund und jede Menge Spielfreude.
Mit der Single 1989 ist ihnen ebenfalls ein guter Wurf gelungen und auch die restlichen Songs versprühen Freude pur. Wenn ich einer Indie-Band den Durchburch wünsche, dann sind es The Rakes, denn die müssen sich vor Größen wie Franz Ferdinand oder Maximo Park in keinster Weise verstecken. Aber vielleicht ist es gerade das was diese Band so gut macht, die müssen sich nicht an den großen Erfolgen der Vorgänger messen lassen, die ziehen einfach ihr Ding durch und das auf sehr hohem Niveau.
4 Sterne nur deshalb weil nach oben noch etwas Luft ist.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zurück zur Kantigkeit des Debüts, 16. März 2009
Wenig ist nur noch übrig geblieben vom Premiummusikjahrgang 2005, als England noch lichterloh brannte. Art Brut, Bloc Party oder Maximo Park konnten mit ihren Nachfolgealben nicht mehr wirklich überzeugen und auch meine heißgeliebten Futureheads konnten nicht mehr an ihr herausragendes Debüt anknüpfen. Auch die seit jeher viel zu wenig beachteten Rakes drohten etwas unterzugehen, auch wenn das zweite Album deutlich besser als das der anderen genanten Bands war.
Da ist es nur konsequent, dass sie "raus" aus London mussten um eine neues Album einzuspielen, ohne in der derzeitigen Englischen Langeweile (z.B. die in jeglicher Hinsicht fürchterlichen "Glasvegas" die in England als die neuen Retter der Musik gefeiert werden, in Wirklichkeit aber nur eine von der Musikindustrie hochgepushte Band sind, die gar nichts kann) unterzugehen.
Also auf nach Berlin und dort ein neues Album aufnehmen. Zum Glück möchte man sagen, wenn man die Energie der neuen Songs spürt. Sie sind wieder kantiger und treibender, wie auf dem Debüt, ohne aber die typischen Rakes-Melodien zu vergessen.
Die Gitarre des Openers "You're in it" erinnert etwas an "Violent" vom Debütalbum - also sehr gelungen. "1989" wird von "vorn bis hinten" richtig durchgepeitscht - keine Zeit zum Ausruhen, gut so. "Muller's Ratchet" läßt es bei treibendem Rythmus etwas gemütlicher angehen, nur die zick-zackige New Wave Gitarre "funkt etwas dazwischen" - sehr gut gelungen. Auch die anderen Songs wissen sehr zu überzeugen, so dass man ganz klar feststellen kann, dass es die Rakes als einzige Band des Jahrgangs 2005 geschafft haben, auf dem hohen Level zu bleiben, den sie beim Debüt gezeigt haben, auch wenn eine Single von der Qualität von "Straßburg" hier fehlt. Aber das kann man ihnen nicht übel nehmen, weil man solch einen herausragenden Song sowieso nur einmal in seinem Musikleben zustande bringen kann.
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