Schon das Cover fällt ins Auge - ein Runenstein aus scheinbar lang vergangenen Tagen. Ich muss zugeben, die Scheibe habe ich erst seit kurzem im Schrank doch hat sie mich tief beeindruckt. Schon mit dem Opener Raunioilla wird eine spiritualität heraufbeschworen die das ganze Album über anhält. Eine alte Tür geht auf - und los gehts. Es geht um das Sonnenrad, alte Helden und lang vergessene Schlachten, kombiniert mit einer Melodie die man Tagelang nichtmehr aus dem Ohr bekommt. Ein fast schon Orchestraler Männerchor geht einem hier tief unter die Haut. Weiter geht mit Unohduksen Lapsi (Kind des Vergessens) welches zu meinen Lieblingsliedern überhaupt gehört, welches wie alle Lieder recht abwechlungsreich und mit viel Gesang daher kommt. Hier dominieren die Harten Gitarren und das Keyboard. Die Instrumente-Vielfalt ist ausgesprochen Groß. Von Schifferklavier über Maultrommel bis Geige scheint hier eine Menge vertreten zu sein. Die weiteren Lieder liegen genau in dem Stil der ersten beiden, daher halte ich eine weitere Beschreibung für Überflüssig. Nur das letzte Stück, Matkan Lopussa, bietet für den geneigten Moonsorrow-Hörer ungewohntes: Weibsgesang! An sich in Paganmetal nichts besonderes jedoch bei Moonsorrow nicht alzu häufig bzw garnicht anzutreffen. Ein ergreifendes Lied über das Ende der Reise ist hier zu hören, Abschied naht.
Klasse Album, eindeutige Kaufempfehlung!