... das ist so die Grundinformation, die man sich aus diesem Buch ziehen kann.
Allen, die sich schon immer gefragt haben, woher Vampire kommen, wird hier die Lösung präsentiert: sie kamen aus dem All- tadaa! Nein, leider kein Witz, Lara Adrian meint es ernst.
Und ihrem unglaublich bedrohlich-aber-unwiderstehlichen Protagonisten spendiert sie auch gleich einen direkten Alienstammbaum (was ihn quasi zum Prinz William der Alien-Gemeinde macht) und eine fast permanente Erektion.
So kommt es einem jedenfalls vor. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß es sich hier nicht um ein Buch der Kategorie Urban Fantasy handelt (wie ich irrtümlicherweise dachte), sondern ganz klar um Paranormal Romance mit Betonung auf Romance, wie man schon nach 45 Seiten deutlich merkt, wenn sich eine clichéebehaftete Sexszene an die nächste reiht.
Hat man jedoch mit die Aliensache hinweggesehen, sich mit dem Romance-Teil angefreundet und wenn es einem auch egal ist, daß Lara Adrian sich eindeutig an allen Ecken und Enden von anderen Büchern hat inspirieren lassen ("klauen" ist so ein unschönes Wort), dann stellt man allerdings fest, daß das Ganze angenehm flüssig geschrieben ist.
Fazit: Lara Adrian hat mit ihrem Buch sicher nicht das Pulver erfunden und das Rad auch nicht (gut, das mit den Aliens ist originell, leider aber auch total schwachsinnig), aber schreiben kann sie. Deswegen ist "Kiss of Midnight" ein Buch mit deutlichen Schwächen, aber so kurzweilig, daß ich immer noch 2 Sterne vergeben konnte.
Wer paranormale Romanzen mag (ich bin kein großer Fan, wie man sicher heraushört) und gerade nichts Besseres zu lesen hat, der kann bei diesem Buch wohl zugreifen. Für alle anderen ist es Zeitverschwendung und höchstens unfreiwillig komisch.