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Wie die weiteren "Deluxe Edition"-Alben von "The Cure", wurde auch dieses von Robert Smith kompiliert, dazu wurden ausführliche Linernotes von Johnny Black beigesteuert. Das Album wurde neu abgemischt ("remastered") und enthält eine zweite Disc mit bis dato unveröffentlichtem Material und Raritäten, sowie ein prächtiges Booklet mit Songtexten, unveröffentlichten Fotos, Tour-Erinnerungsstücken & weiterem aus dem persönlichen Archiv von Robert Smith.
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Bekannterweise sind Cure eine der grössten und bekanntesten Bands in der Geschichte mit über 15 Studioalben, Live-Alben und B-Seiten Kompilationen, trotzdem : Es gibt nur Leute die sie lieben und solche, die sie hassen. Zu der Zeit, als sie diese CD herausgebracht haben, waren sie so langsam am Ende Ihrer Tennie-Idol-Zeit : Robert Smith ging auf die 30 zu, war nicht mehr so oft im "Bravo", denn sein merkwürdiges Outfit kannte nun jeder. Cure wurden so langsam eine "Erwachsenen" - Band.
Das tat allerdings seinen Innovationen keinen Abbruch. Robert hatte so viele Songs geschrieben, dass das sie nur auf eine Doppel-LP passten. Die CD hat deshalb einen Track weniger als die LP. (Es fehlt der Song "Hey you" den es auch als CD - Single gab, ebenfalls eine Pop - Perle. Das finde ich bis heute schade)
Diese CD ist Cure's "White Album", zu dieser Zeit waren "The Cure" am Höhepunkt ihrer Karriere. Die normalerweise depressive Grundstimmung von Cure - Songs wurde auf dieser CD von ungeahnten Pop - Perlen unterbrochen. "Just like heaven" ist und bleibt eines der schönsten Lieder aller Zeiten.
Keine CD die ich kenne vereinigt so viele Stilrichtungen und Stimmungen : The Cure experimentieren hier mit verschiedensten Instrumenten wie Geige und Trompete, trotzdem klingen sie wie eine richtige Gitarrenband.
Die 4 ausgekoppelten Singles (Why can't I be you, Catch, Just like heaven, Hot Hot Hot) versprühen eine ungeahnte Leichtigkeit und zeigen Robert Smith Qualitäten als Pop-Song Schreiber.
Doch die waren Highlights sind andere : Der Opener "The Kiss" artet über die 6 Minuten Länge zum Hardrock Song aus, "Torture" ist der Depro Gruftie Song schlechthin, "Shiver & Shake" ist ein extrem schneller Punk Song. Über allem aber schwebt Robert Smith' weinerliche Stimme sowie die perfekte Bass/Drum Mischung von Simon Gallup und Boris Williams.
Ein besonderer Song auf der CD ist wohl auch "Fight", der erste Song von Cure, der wie eine Art Hymne klingt und die Leute zu etwas aufrufen soll. Und "How beautiful you are", dessen Text eine wirklich merkwürdige Geschichte erzählt.
Robert verarbeitet in dieser CD wohl alle seine Gefühle. Wer sich in die CD hineingehört hat, merkt das es sich um ein Meisterwerk handelt. Sie wird niemals langweilig und ist jene CD, die ich am meisten überhaupt gehört habe.
Besonders originell ist bei Cure auch immer, das die Singles auf den B-Seiten Songs enthalten, die NICHT auf der CD sind. So ist auf der B-Seite der Single "Why can't I be you" der Song "A Japanese Dream", ein typischer, schneller depressiver Song, den Cure auch Live sehr oft spielen. Interassant : Auf der Maxi - Single von "Why cant't i be you" befindet sich auch eine Maxi - Version von "A Japanese Dream".
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